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Verstärkung im Mehrgenerationenhaus

Kyritz Verstärkung im Mehrgenerationenhaus

Über den Bundesfreiwilligendienst beschäftigt Kyritz zwei neue Helfer für ihr Mehrgenerationenhaus, die sich vor allem den zugewanderten Jugendlichen widmen sollen. Christoph Malo hat bereits in der Gemeinde Gumtow Erfahrungen mit der Jugendarbeit gesammelt. Rawan Hussien stammt aus Syrien und spricht mehrere Sprachen.

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Im Kyritzer MGH sind viele junge Menschen zu Gast – auch am vergangenen Wochenende beim Jubiläumsfest der Arbeiterwohlfahrt.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Das Team des Kyritzer Mehrgenerationenhauses (MGH) hat Verstärkung bekommen. Bürgermeisterin Nora Görke stellte jetzt Christoph Malo und Rawan Hussien als neue Mitarbeiter vor. Grundlage für ihre Beschäftigung ist der Bundesfreiwilligendienst. Er wurde vor sechs Jahren als Form der gemeinnützigen, unentgeltlichen Arbeit eingeführt, nachdem die Wehrpflicht und damit auch der Zivildienst abgeschafft worden waren.

Über den Bundesfreiwilligendienst arbeiten Rawan Hussien (l) und Christoph Malo jetzt im Kyritzer Mehrgenerationenhaus mit

Über den Bundesfreiwilligendienst arbeiten Rawan Hussien (l.) und Christoph Malo jetzt im Kyritzer Mehrgenerationenhaus mit.

Quelle: Alexander Beckmann

Christoph Malo (49) steht ab sofort als Kontaktperson für Flüchtlinge bereit. Zugleich ist er in diesem Themenbereich Ansprechpartner für Kindertagesstätten und Schulen und unterstützt die Zusammenarbeit von verschiedenen weiteren Akteuren. Erfahrungen in der Sozialarbeit hat Malo unter anderem bei der Betreuung von Jugendtreffs in der Gemeinde Gumtow gesammelt. Er erklärt: „Ich denke, dass ich im Mehrgenerationenhaus in Sachen Flüchtlingsarbeit ziemlich gut aufgehoben bin.“

Übersetzungstalent jederzeit gefragt

Zweiter Freiwilliger ist Rawan Hussien. Der 18-jährige Syrer kam vor zwei Jahren ohne Familie nach Deutschland. Inzwischen hat er seinen Abschluss der 10. Klasse nachgeholt. Er soll den MGH-Koordinator Christian Boldt und Alexander Blocks vom Verein Ostprignitz Jugend als Ansprechpartner unterstützen – ebenfalls mit dem Schwerpunkt Flüchtlinge. Rawan Hussien spricht mehrere Sprachen und kann damit eine Reihe von Verständigungsproblemen lindern. Die gehören im Mehrgenerationenhaus längst zum Alltag.

Die beiden Freiwilligen sind bereits seit September im Dienst. Ihre ersten Tage galten der Orientierung und Einweisung. „Seit zwei Wochen läuft der Laden so langsam an“, schätzt Christoph Malo ein. Nach seiner Erfahrung sind Schulen mit der Betreuung von Flüchtlingskindern oft überfordert. Daher sieht er eine seiner Aufgaben beispielsweise in der Hilfe bei Hausaufgaben. Seinen Kollegen Rawan Hussien hält er dabei für den genau passenden Partner: „Wir lernen viel voneinander. Er verschafft mir einen Zugang zu den Kindern.“

Günstige Unterstützung für die Kommune

Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke zeigte sich mit dem Einstig der beiden neuen Helfer zufrieden: „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, die beiden zur Verfügung stehenden Stellen zu besetzen. Ich denke, das ist eine schöne Bereicherung für unser Mehrgenerationenhaus.“

Bundesweit leisten aktuell rund 43 000 Frauen und Männer Bundesfreiwilligendienst. Die Kosten teilen sich der Bund und der jeweilige Träger. Für Teilnehmer bis 25 Jahre gibt es vom Bund monatlich 250 Euro, für ältere 350 Euro. Der Träger wiederum übernimmt die darüber hinausgehenden Ausgaben für Sozialversicherung, Verpflegung und Unterkunft der Helfer. Außerdem wird ein Taschengeld gezahlt. Dessen Höchstgrenze beträgt derzeit bei Vollzeitbeschäftigung 372 Euro im Monat. Der Bundesfreiwilligendienst ist, von Ausnahmen abgesehen, auf zwölf Monate befristet.

Von Alexander Beckmann

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