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Ostprignitz-Ruppin Verteidiger zweifelt weiterhin am Mordvorwurf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Verteidiger zweifelt weiterhin am Mordvorwurf
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02:15 24.09.2017
Viele Alt Ruppiner gedachten tagelang mit Blumen und Kerzen an Jutta K. Sie wurde am Sonnabend auf Bitten der Familie in relativ kleiner Runde beigesetzt. Quelle: Peter Geisler
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Alt Ruppin

Der Verteidiger von Friedrich-Wilhelm K., der in der Nacht zum 18.  August in Alt Ruppin seine Vermieterin Jutta K. getötet haben soll, kann auch nach Einsicht in das rechtsmedizinische Gutachten keine Hinweise erkennen, dass ausgerechnet sein Mandant Jutta K. getötet haben soll. Allein die Tatsache, dass der 39-jährige mit seiner Vermieterin abends im Garten gegrillt habe und später mit ihrem Auto geflüchtet sei, reiche nicht aus für eine Mordanklage, sagte Anwalt Henry Schlenker.

Anwalt: Auch ein anderer Mieter könnte Jutta K. getötet haben

Das Verbrechen an der 61-Jährigen sei ja nicht an einem einsamen Ort passiert, sondern im Garten ihres Mehrfamilienhauses. Theoretisch könne also auch ein anderer Mieter Jutta K. getötet haben. Demnach wäre Friedrich-Wilhelm K. nur geflüchtet, weil er für die Ermittler ein idealer Täter wäre – schließlich ist bekannt, dass K. wegen mehrerer Gewalttaten bereits Haftstrafen absitzen musste. Möglicherweise sei K. nur deshalb in Panik mit dem Auto seiner Vermieterin geflüchtet, weil er ihre Leiche gefunden habe, so der Anwalt.

Jutta K. im November 2016. Quelle: Christian Schmettow

Auf der Suche nach dem Tatmotiv

Bisher hat die Polizei allerdings keine Hinweise auf einen anderen möglichen Täter. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb weiterhin davon aus, dass K. seine Vermieterin ermordet hat. Weiterhin offen ist, was das Motiv für die Tat gewesen sein könnte. Auch zur genauen Todesursache gibt es bislang keine Auskunft – aus ermittlungstaktischen Gründen.

Jutta K., die wegen ihres jahrelangen Bootsverleihs weit über die Grenzen von Alt Ruppin hinaus bekannt war, wurde indes am Sonnabend auf dem Friedhof in Alt Ruppin beigesetzt. Auf Wunsch der Familie geschah das in relativ kleiner Runde. Mehr als 200 Freunde und Bekannte hatten sich bereits bei einem Trauergottesdienst Ende August von Jutta K. verabschiedet.

Von Andreas Vogel

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