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Verwaltungschefs wollen Prignitz-Ruppin

Kreisreform: Pro Fusion Verwaltungschefs wollen Prignitz-Ruppin

Die Verwaltungschefs aus dem erweiterten Autobahndreieck Wittstock und aus der Kleeblatt-Region haben ein gemeinsames Positionspapier entworfen: Sie fordern die Kreistage auf, über die Fusion von Ostprignitz-Ruppin und Prignitz zu verhandeln. Damit wollen sie der opponierenden Westprignitz um Perleberg auch die Landbrücke zum Havelland nehmen.

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Die Verwaltungschefs aus Kleeblatt und Autobahndreieck wollen für eine Kreisfusion von Prignitz und Ostprignitz-Ruppin kämpfen.

Quelle: Claudia Bihler

Bantikow. Als „Antwort“ auf das Treffen in der Westprignitz will Mike Blechschmidt, Vorsitzender des Fördervereins Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock, das Treffen verstanden wissen, zu dem am Montag auf die Einladung des Vereins die Bürgermeister und Amtsdirektoren aus der erweiterten Region des Autobahndreiecks, aber auch die Verwaltungsspitzen aus der Kleeblattregion zwischen Kyritz und Wusterhausen zusammenkamen. Die Westprignitz hatte in den vergangenen Wochen wegen der Kreisgebietsreform mit einer Ehe mit dem Havelland geliebäugelt. Für die Kommunen im Autobahndreieck und in der Kleeblattregion ist das jedoch keine Option: „Wir wollen eine Fusion der Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz – vor allem auch, damit die ländlichen Kommunen in einem künftigen Großkreis auf Augenhöhe arbeiten können.“

Kurzerhand verfassten die ein gemeinsames Positionspapier: Die beiden Kreistage sollen baldmöglichst über eine freiwillige Fusion der Kreise beschließen – bevor zu langwierige Diskussionen die Möglichkeiten für einen freiwilligen Zusammenschluss zunichte machen und das Innenministerium seinerseits eine Zwangsfusion nach eigenem Gusto veranlasse. Insofern betonten die Verwaltungschefs auch, dass es um einen „Beschluss zur Fusion“ gehe – und nicht mehr nur um Gespräche zwischen den Kreisen. „Mit diesem Beschluss ist für die Westprignitz die Landbrücke ins Havelland nicht mehr vorhanden“, kommentiert Blechschmidt .

„Wir sind bei weitem die Region mit den meisten Einwohner, und wir arbeiten schon sehr lange zusammen“, stellte der Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann heraus, der als Moderator die Veranstaltung im Café Meehr in Bantikow leitete. Die Wurzeln der Zusammenarbeit reichen lange zurück – zunächst waren die so genannten PKW-Kommunen (Altkreise Pritzwalk, Kyritz, Wittstock) in der Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne vereint, 1993 gründeten sie das Städtenetz Prignitz. Inzwischen arbeiten diverse Kommunen der Region auch mit öffentlich-rechtlichen Vereinbarungen zusammen: Wittstock und Heiligengrabe kooperieren in Sachen Standesamt, im Autobahndreieck arbeiten die Kommunen als Mittelzentrum zusammen, Pritz­walk und Groß Pankow wollen ebenfalls kooperieren.

Dabei legen die Kommunen und Ämter Putlitz-Berge, Groß-Pankow, Pritzwalk, Meyenburg, Gumtow, Heiligengrabe, Wittstock, Kyritz, Neustadt/Dosse und Wusterhausen auch ihre Bevölkerungszahlen in die Waagschale: Bringen sie heute von den rund 175 000 Einwohnern der beiden Landkreise knapp 70 000 Einwohner mit, bleibt das Verhältnis mit fast 58000 Einwohnern bis 2030 gewahrt. In der Perleberg-Wittenberger Region leben heute knapp 50 000 Einwohner, für 2030 sind knapp 40 000 prognostiziert. In der Neuruppiner Region leben heute rund 57 000 Einwohner, 2030 sollen es knapp 50 000 sein.

Zum künftigen Kreissitz wollen die Kommunen nicht Position beziehen. Gehrmann: „Klar ist nur, wenn die Kreise nicht fusionieren, sondern dem Havelland und Oberhavel angegliedert werden wird es im Nordwesten Brandenburgs gar keine Kreisstadt mehr geben.“ Um die Bürgernähe im neuen Landkreis zu wahren, sollen vielmehr Aufgaben von den Kreisen auf die Kommunen übertragen werden.

Von Claudia Bihler

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