Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Verwaltungschefs wollen Prignitz-Ruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Verwaltungschefs wollen Prignitz-Ruppin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:03 25.08.2015
Die Verwaltungschefs aus Kleeblatt und Autobahndreieck wollen für eine Kreisfusion von Prignitz und Ostprignitz-Ruppin kämpfen. Quelle: Claudia Bihler
Anzeige
Bantikow

Als „Antwort“ auf das Treffen in der Westprignitz will Mike Blechschmidt, Vorsitzender des Fördervereins Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock, das Treffen verstanden wissen, zu dem am Montag auf die Einladung des Vereins die Bürgermeister und Amtsdirektoren aus der erweiterten Region des Autobahndreiecks, aber auch die Verwaltungsspitzen aus der Kleeblattregion zwischen Kyritz und Wusterhausen zusammenkamen. Die Westprignitz hatte in den vergangenen Wochen wegen der Kreisgebietsreform mit einer Ehe mit dem Havelland geliebäugelt. Für die Kommunen im Autobahndreieck und in der Kleeblattregion ist das jedoch keine Option: „Wir wollen eine Fusion der Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz – vor allem auch, damit die ländlichen Kommunen in einem künftigen Großkreis auf Augenhöhe arbeiten können.“

Kurzerhand verfassten die ein gemeinsames Positionspapier: Die beiden Kreistage sollen baldmöglichst über eine freiwillige Fusion der Kreise beschließen – bevor zu langwierige Diskussionen die Möglichkeiten für einen freiwilligen Zusammenschluss zunichte machen und das Innenministerium seinerseits eine Zwangsfusion nach eigenem Gusto veranlasse. Insofern betonten die Verwaltungschefs auch, dass es um einen „Beschluss zur Fusion“ gehe – und nicht mehr nur um Gespräche zwischen den Kreisen. „Mit diesem Beschluss ist für die Westprignitz die Landbrücke ins Havelland nicht mehr vorhanden“, kommentiert Blechschmidt .

„Wir sind bei weitem die Region mit den meisten Einwohner, und wir arbeiten schon sehr lange zusammen“, stellte der Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann heraus, der als Moderator die Veranstaltung im Café Meehr in Bantikow leitete. Die Wurzeln der Zusammenarbeit reichen lange zurück – zunächst waren die so genannten PKW-Kommunen (Altkreise Pritzwalk, Kyritz, Wittstock) in der Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne vereint, 1993 gründeten sie das Städtenetz Prignitz. Inzwischen arbeiten diverse Kommunen der Region auch mit öffentlich-rechtlichen Vereinbarungen zusammen: Wittstock und Heiligengrabe kooperieren in Sachen Standesamt, im Autobahndreieck arbeiten die Kommunen als Mittelzentrum zusammen, Pritz­walk und Groß Pankow wollen ebenfalls kooperieren.

Dabei legen die Kommunen und Ämter Putlitz-Berge, Groß-Pankow, Pritzwalk, Meyenburg, Gumtow, Heiligengrabe, Wittstock, Kyritz, Neustadt/Dosse und Wusterhausen auch ihre Bevölkerungszahlen in die Waagschale: Bringen sie heute von den rund 175 000 Einwohnern der beiden Landkreise knapp 70 000 Einwohner mit, bleibt das Verhältnis mit fast 58000 Einwohnern bis 2030 gewahrt. In der Perleberg-Wittenberger Region leben heute knapp 50 000 Einwohner, für 2030 sind knapp 40 000 prognostiziert. In der Neuruppiner Region leben heute rund 57 000 Einwohner, 2030 sollen es knapp 50 000 sein.

Zum künftigen Kreissitz wollen die Kommunen nicht Position beziehen. Gehrmann: „Klar ist nur, wenn die Kreise nicht fusionieren, sondern dem Havelland und Oberhavel angegliedert werden wird es im Nordwesten Brandenburgs gar keine Kreisstadt mehr geben.“ Um die Bürgernähe im neuen Landkreis zu wahren, sollen vielmehr Aufgaben von den Kreisen auf die Kommunen übertragen werden.

Von Claudia Bihler

Um Neuruppin als Kunststandort noch attraktiver zu machen, haben vier Galerien aus der Fontanestadt einen gemeinsamen Flyer drucken lassen. Anfang September wollen die Mitstreiter des „Galeriepfads“ mit vier Vernissagen an vier Tagen auch auswertiges Publikum anlocken.

27.08.2015
Ostprignitz-Ruppin Wittstocks Bürgermeister beim Heimwerken verletzt - Die Zahl der häuslichen Unfälle nimmt ab

Bürgermeister Jörg Gehrmann hat sich im Urlaub beim Heimwerken verletzt. Jetzt konnte er aber wie geplant ins Amt zurück kehren. Solche Unfälle im Urlaub sind nicht selten. Wittstocks Unfallchirurg Ralf Greese kennt das. Nach der Wende war es besonders schlimm.

24.08.2015
Ostprignitz-Ruppin Standtests für Straßenbäume - Neuruppin geht auf Nummer sicher

Die Fontanestadt Neuruppin lässt für 25 000 Euro die Standfestigkeit von 19 alten Bäumen an der Fehrbelliner Straßen prüfen. Gutachter sollen ermitteln, welche Bäume sicher sind und welche vielleicht nicht. Im vergangenen Jahr war vor den Ruppiner Kliniken ein großer Baum nach einem Unwetter umgestürzt.

27.08.2015
Anzeige