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Ostprignitz-Ruppin Veteranentreffen in Berlinchen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Veteranentreffen in Berlinchen
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02:16 10.09.2015
Bei den Treffen erinnern sie sich an die schönen Momente in der Luft und auch die gemeinsame Zeit. Quelle: Christamaria Ruch
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Berlinchen

720 Kilometer trennen Wolfgang Duhm vom Fliegerklubverein Wittstock. Der 90-Jährige gab vor einem Jahr seinen Wohnsitz in Luhme auf und zog mit seiner Frau zur Enkeltochter in die Vulkaneifel (Rheinland-Pfalz). Doch für das Veteranentreffen der Segelflieger in Berlinchen ist ihm kein Weg zu weit: Er reiste am Wochenende mit dem Auto an und traf sich auf dem Flugplatz mit Gleichgesinnten aus früherer Zeit.

Das Veteranentreffen gehört schon seit mehr als 20 Jahren zu den alljährlichen Eckdaten im Programm der Segelflieger. Immer am ersten Septemberwochenende steuern die alten Flughasen ihren Heimathafen an. In Berlinchen begannen sie mit dem Fliegen und viele von ihnen zog es dann aus beruflichen Gründen in alle Himmelsrichtungen. Dresden, Magdeburg, Hannover gehören schon seit Jahrzehnten zu ihren Wohnsitzen. Doch auch Segelflieger aus Rangsdorf bei Berlin, Radebeul bei Dresden, Rechlin kurz hinter der mecklenburgischen Landesgrenze oder Freyenstein gesellten sich am Sonnabend hinzu. „Zwölf der 16 eingeladenen Veteranen sind heute hier“, so Rolf Gerbendorf. Auch wenn der 73-Jährige aus Sicht des Alters durchaus als Flugschüler von Wolfgang Duhm gelten kann – Gerbendorf winkt ab: „Ich kann bei ihm immer noch eine Menge lernen.“ Das stellte Duhm am Sonnabend unter Beweis: Er startete gemeinsam mit Gerbendorf zu einem kurzen Rundflug mit dem Motorsegler C-Falke. Dieser verfügt über eine Spannweite von 17 Meter. „Start, Landung und Flug, alles hat Wolfgang allein gemacht“, zollt Gerbendorf seinem Freund noch Stunden später Respekt. Doch wegen des Regens musste der Flug abgebrochen werden. „Das ist zu gefährlich, denn die Sicht nimmt bei Regen schnell ab, die Strömungsverhältnisse sinken und bei Segelflugzeugen ist die Thermik nicht mehr vorhanden“, sagte Gerbendorf.

Rolf Gerbendorf (l.) und Wolfgang Duhm im Ultraleichtflieger Quelle: Ruch

Seit 75 Jahren hebt Wolfgang Duhm vom Boden ab und an ein Aufhören denkt er noch lange nicht. „Das ist immer eine Sache der Einstellung“, entgegnet er. Mit zwei Starts bei der Luftwaffe in Danzig fing im Jahre 1940 für ihn das Fliegen an. „Damit wurde ich für flugtauglich erklärt“; erinnert sich Duhm. Mit 80 erwarb er noch den Flugschein für Ultraleichtflugzeuge. Er war bis nach Italien im Luftraum unterwegs und hat viele Prüfungen abgelegt. Die Silber-C, eine Plakette für besondere Flugleistungen, Distanzflüge und Startüberhöhungen gehört mit dazu. Erst vor Kurzem unterzog er sich wieder dem Gesundheitscheck. „Ich erfülle alle EU-Auflagen“, sagt er mit Stolz . Mit den anderen Veteranenfliegern verbindet ihn nach wie vor „viel Kameradschaft und die Leidenschaft am Fliegen.“

Der 73-jährige Gerhard Piotrowski aus Hannover begann wie Rolf Gerbendorf im Alter von 15 Jahren in Berlinchen mit dem Segelfliegen. „Viele der Veteranen hier haben einst die Hallen mit errichtet“, sagt er. 1982 ging Piotrowski in den Westen. Als sich die Mauer 1989 öffnete, startete er kurzerhand mit einem Zweisitzer Motorflugzeug „Jodel“ in Hannover und steuerte seine alte Heimat an. „Auf dem Jaucheberg bin ich damals problemlos gelandet.“ Seit 50 Jahren ist er auch als Fluglehrer aktiv. „Nach wie vor habe ich sehr gute Kontakte hier zu den Segelfliegern und werde freundlich aufgenommen.“

Von Christamaria Ruch

Vor 700 Jahren wurde Bechlin erstmals erwähnt. Das wollen die Dorfbewohner ein paar Nummern größer als sonst feiern und veranstalten am Wochenende das gemeinsame Erntedankfest der Neuruppiner Ortsteile. Damit die Gäste von Nah und Fern die Sause gut erreichen, haben die Bechliner sogar einen Busshuttle von und nach Neuruppin organisiert.

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