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Viel Wind um kleine Anlagen

Energiestammtisch in Blumenthal Viel Wind um kleine Anlagen

Im 5. Energiestammtisch in Blumenthal standen erneut dezentrale Energiekonzepte zur Diskussion. „Es gibt keine störenden Windräder.“, sagte Stephan Schwartzkopff. Damit machte sich der 1. Vorsitzende des Bundesverbandes Kleinwindanlagen nicht nur Freunde.

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Stephan Schwartzkopff (stehend) kennt keine störenden Windräder.

Quelle: Christamaria Ruch

Blumenthal. „Es gibt keine störenden Windräder.“ Mit dieser Aussage eröffnete Stephan Schwartzkopff Dienstagabend seinen Vortrag beim 5. Energiestammtisch im Bürgerhaus in Blumenthal. Er ist 1. Vorsitzender beim Bundesverband Kleinwindanlagen.

Beim Energiestammtisch erlebten die zehn Besucher, welche Möglichkeiten die energieeffiziente Energiewende vor ihrer eigenen Haustür bietet. „Akzeptanz von Windrädern ist zu wissen, wie man es macht“, sagte Schwartzkopff weiter. Dabei stieg er mit einer Bilanz rund um Blumenthal in seinen Vortrag über Kleinwindanlagen ein. Der 45 Meter hohe Holzaussichtsturm kostete seiner Information nach einst 345 000 Euro: „Damit hätten Sie 21 Kleinwindanlagen im Wert von jeweils gut 16 000 Euro errichten können.“ Und setzte nach: „Wo sehen Sie mehr von der Zukunft?“

Dies griff Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn auf und entgegnete: „Vor zehn Jahren haben wir von dort oben 20 bis 30 Windräder gesehen, jetzt sind es mehr als 300.“ Stephan Schwartzkopff sagte weiter: „Das Bürgerhaus ist für 600 000 Euro saniert worden – dieser Gemeinde hier ist für die Zukunft viel zuzutrauen.“

Anlagen bis zeh Meter Höhe sind genehmigungsfrei

Damit meinte er den Sprung auf den Zug der Kleinwindanlagen. Als solche gelten Anlagen mit einer Nabenhöhe von weniger als 50 Meter sowie einer Leistung von weniger als 50 Kilowatt. In Deutschland sind aktuell gut 5000 dieser Anlagen in Betrieb. Brandenburg stellt derzeit die Weichen in Richtung Genehmigungsfreiheit für Anlagen bis zehn Meter Höhe. Laut Stephan Schwartzkopff ist es möglich, dass ein Bürger bis zu drei Kleinwindräder in seinem Leben finanziert.

Andreas Gaber vom Edis-Geschäftsbereich Netzdienste referierte über die regionale Netzsituation in der Prignitz sowie über geplante Investitionen im Bereich Entsorgungsleitungen. Derzeit laufen umfangreiche Investitionen im Raum Putlitz und Falkenhagen, wo neue Netzverknüpfungspunkte geschaffen werden. Dort wird für 32 Millionen Euro ein 110 Kilovolt (kV)-Kabelleitungsprojekt umgesetzt. Der Edis-Bereich Heiligengrabe investiert in diesem Jahr 4,2 Millionen Euro in mehr als 50 Projekte. Dazu zählt die Netzregion Wittstock, wo eine Spannungsumstellung auf 20 kV erfolgt. Kabelverstärkungen laufen in Freyenstein, Kemnitz, Beveringen, Kuhsdorf und Seefeld. Hinzu kommen Kuppelstationen in Blumenthal, Rossow und Schweinrich.

Von Christamaria Ruch

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