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Ostprignitz-Ruppin Viel Wind um nichts
Lokales Ostprignitz-Ruppin Viel Wind um nichts
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13:15 14.05.2014
Mehrere Bürgerinitiativen protestierten vor der Aula des Oberstufenzentrums gegen neue Windeignungsgebiete. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Viel wichtiger war jedoch, dass auch die Mehrheit der Regionalräte die Kritik von Riemer an den Plänen teilte, etwa dazu, dass zwei Umweltberichte fehlen, die vorgeschrieben sind. Ansgar Kuschel, Leiter der Planungsstelle der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel, hatte zwar erklärt, dass die Berichte in Arbeit seien, nachgereicht werden und das dies laut Aussage eines Juristen der Landesplanung auch zulässig sei. Aber das war den Regionalräten zu wenig. "Ich bin nicht bereit, Blankoschecks auszustellen", sagte Peter Ligner aus Birkenwerder, Vertreter des Kreistages Oberhavel. "Entweder wir beschließen alles oder gar nichts." Dem stimmten Bernd Ewert aus Zechlinerhütte und Peter Vogel vom Kreistag Prignitz zu.

Für Diskussionen sorgte zudem, dass sich mehr als 50 Prozent der neuen Eignungsflächen für Windräder in Ostprignitz-Ruppin befinden sollen. Die Prignitz ist mit 25 Prozent und Oberhavel nur mit gut 22 Prozent dabei. Charis Riemer hatte dies anhand der Angaben der Planungsgemeinschaft ausgerechnet. Für Planungschef Kuschel waren diese Zahlen jedoch angeblich neu. "Wir erheben keine landkreis- und gemeindebezogenen Daten." Aus Sicht der Planer würde das in die Irre führen. Denn das Land wolle, dass zwei Prozent der Gesamtfläche für erneuerbare Energien ausgewiesen werden. Für das Land und die Planer spielt es dabei keine Rolle, ob eine Gemeinde sogar auf zehn Prozent ihrer Fläche Windräder zu stehen hat. "Das ist kein Planungskriterium", so Kuschel.

Sven Deter aus Wulkow war überrascht. "Ich bin für ein gerechteres Verteilen der Eignungsgebiete." Er habe aber auch nichts dagegen, wenn überhaupt keine neuen Windräder mehr in der Region errichtet werden, so Deter. Das wird aber nur ein Wunsch bleiben. Denn so lange keine neuen Eignungsgebiete ausgewiesen werden, wird halt weiter in den bestehenden Eignungsgebieten gebaut - und das oft zum Nachteil der Anwohner. Denn laut dem alten Plan aus dem Jahr 2003 gilt nur ein Abstand von 500 Metern zu Wohnhäusern. Da ist es auch egal, dass die Windräder inzwischen meist 200 Meter hoch sind.

Im neuen Windplan soll der Mindestabstand 1000 Meter betragen. Darauf haben Experten des Immissionsschutzes gedrängt. Doch das Papier wird nun vermutlich erst nach der Sommerpause für zwei Monate ausgelegt. Bis dahin sollen die zwei Umweltberichte vorliegen und in Pläne für die neuen Windeignungsflächen eingearbeitet werden.

Wann der neue Windplan für die drei Landkreise beschlossen wird, das ist unklar. Schließlich müssen zuvor die Hinweise von Bürgern, Gemeinden und Initiativen ausgewertet werden.

Von Andreas Vogel

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