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Viele Helfer bei Arbeitseinsatz in der Kirche

Krangen Viele Helfer bei Arbeitseinsatz in der Kirche

Die Krangener Kirche bekommt eine Heizung. Zugleich sollen auch die Dielen aufgearbeitet werden. Damit die Kirche künftig auch von unten gedämmt werden kann, mussten Helfer in einem großen Einsatz Sand aus der Kirche schippen. Denn das Gotteshaus steht größtenteils auf purem Sand.

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Die Krangener Kirche soll eine Heizung bekommen. Zuvor müssen die Helfer Sand aus dem Gotteshaus schippen.

Quelle: Peter Geisler

Krangen. Es staubt. Graue Wolken steigen auf, als Götz Windeck den Sand in seine Schubkarre schaufelt. Gemeinsam mit erst fünf, später noch mehr Helfern, beteiligt sich der Krangener am Mittwochnachmittag am großen Arbeitseinsatz in der Dorfkirche. In den kommenden Wochen soll das Gotteshaus eine Heizung bekommen. Zuvor allerdings muss der Sand weggeschafft werden, der sich unter dem Dielenboden verbirgt. Nach einer halben Stunden wischen sich die ersten Männer den Schweiß von der Stirn.

Mit dem Einbau der Heizung soll auch der Dielenboden überarbeitet werden. Tischler hatten am Montag das Holz hochgenommen. Wie zu erwarten war „die Unterkonstruktion komplett hinüber“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Thomas Graap. Fachleute sollen die Dielen jetzt überarbeiten. Das Holz, was nicht mehr zu retten ist, soll ersetzt werden. „Richtung Fenster sollen dann die Ergänzungsdielen liegen“, sagt Graap. „Es soll kein bunter Flickenteppich werden.“

Die Krangener Kirche braucht Hilfe – die Helfer rücken an,

Die Krangener Kirche braucht Hilfe – die Helfer rücken an,

Quelle: Peter Geisler

Die 1837 eingeweihte Kirche steht weitgehend auf „purem märkischen Sand“. Ist die etwa 20 Zentimeter dicke Schicht unter dem Dielenboden erst einmal abgetragen, wird dort Glasschaumschotter ausgelegt. „Das reguliert die Feuchtigkeit und ist wärmedämmend“, sagt Graap.

In einem Brief hatte der Förderverein die Krangener um Hilfe gebeten. Götz Windeck kam gerne. Auch als vor etwa zehn Jahren das Dach gemacht wurde, war er mit dabei. „So 35 Leute waren wir damals“, sagt er. „Es gibt ein Foto, da sind wir alle drauf.“ Windeck hat gute Erinnerungen zwei arbeitsreiche Wochenenden. „Hinterher gab es gegrilltes Schwein und ein Bier – schön war das.“

Der Neuruppiner Graap ist nicht überrascht von dem Engagement in Krangen. Die wenigsten, die am Mittwochnachmittag mithelfen, seien Mitglieder im Förderverein, sagt er. Das kleine Gotteshaus mitten im Ort ist ihnen dennoch wichtig. Mit anzupacken – Ehrensache.

Vor den Arbeitseinsätzen war die Kirche völlig marode

Manfred Damerow kann sich noch erinnern, wie die Kirche vor den vielen Arbeitseinsätzen aussah. „Die Decke war vermodert, die Fenster kaputt, der Putz völlig runter“, sagt Damerow, der erst Vorsitzender des Fördervereins war und jetzt dessen Vizevorsitzender ist. Auch er hat schon viele Arbeitsstunden in der Kirche geleistet. Der Einbau der Heizung müsste für ihn noch längst nicht das letzte Projekt sein. Er würde sich freuen, wenn die Kirche vielleicht die Sterne zurückbekäme, die früher mal die Decke schmückten.

Gut 50 000 Euro wollen der Förderverein und die Kirchengemeinden in den nächsten Wochen in die Kirche investieren. Etwa 30 000 Euro davon bringt der Förderverein durch die Spenden bei seinen vielen Veranstaltungen und die Hilfe einer Stiftung auf.

Historischer Weihnachtsmarkt am 3. Dezember

Mit den Handwerkern hat sich Graap auf einen straffen Zeitplan geeinigt. Spätestens bis zum historischen Weihnachtsmarkt am 3. Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Lieber wäre Graap schon am 12. November fertig, wenn in Krangen erstmals ein Hubertus-Gottesdienst gefeiert wird.

Trotz laufender Arbeiten will der Förderverein Angebote machen. Beim Krangener Literaturcafé Ende Oktober sollen Gäste auf der Empore einer Lesung und Klavierklängen lauschen dürfen. Für Graap ein ganz besonderer Termin: „Da sitzt man dann in seiner guten Bluse da oben und schaut auf das Chaos da unten.“

Ein Helfer reicht die Planke an, über die die Schubkarren rollen sollen

Ein Helfer reicht die Planke an, über die die Schubkarren rollen sollen.

Quelle: Peter Geisler

Die Wärme in der Krangener Kirche soll künftig von verschiedenen Stellen kommen. In dem Boden vor dem Altar werden Heizungen versenkt – „zwei Ziegel breit“. Außerdem sollen in den Fensternischen flache Heizungen installiert werden, damit den Besuchern die kalte Luft nicht länger unangenehm von oben über den Rücken streicht. An den Wänden werden zudem wieder die alten Kirchbänke stehen, die Tischler gerade überarbeiten. Auch unter den Bänken sollen dann Heizungen installiert werden.

Vor vieren Jahren hatte Graap den Vorsitz des Fördervereins übernommen. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern etablierte er seitdem sehr erfolgreich verschiedene Veranstaltungsreihen. Das Sommerkino war immer sehr gut besucht. Für das diesjährige Silvesterkonzert kamen schon Bestellungen aus Güstrow. „Das strahlt aus“, sagt Graap. „Die Anfangseuphorie hat sich gehalten.“

Von Frauke Herweg

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