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Ostprignitz-Ruppin Viele Nein-Sager in Freyenstein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Viele Nein-Sager in Freyenstein
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00:32 01.10.2015
Jörg Gehrmann Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Die Wahl am Sonntag ist gelaufen. Jörg Gehrmann (parteilos) bleibt Wittstocks Bürgermeister. 92,5 Prozent der Wähler wollten das so; nur 7,5 Prozent oder 340 Wähler lehnten ihn ab (die MAZ berichtete). Beim Blick auf die Ergebnisse fällt allerdings auf: Sie variieren in den einzelnen Ortsteilen und mitunter auch den Wahllokalen in der Kernstadt. Während es in Sewekow und Zempow jeweils nur eine einzige Nein-stimme gab, so sah es in Freyenstein ganz anders aus. Dort wurde Gehrmann von mehr als 40 Prozent der Wähler abgelehnt. Auch in Berlinchen, Schweinrich oder Babitz setzten die Wähler mit verhältnismäßig vielen Ablehnungen ein Zeichen. Aber auch im Wahllokal I in der Polthierstraße lag der Anteil der Gehrmann-Ablehner mit zwölf Prozent relativ hoch.

Fast 99 Prozent in Sewekow

So haben die Wähler in den Wittstocker Ortsteilen abgestimmt:

Babitz: Ja: 88,5 Prozent, Nein: 11,5 Prozent, Wahlbeteiligung: 61,6 Prozent

Berlinchen: Ja: 87,7 Prozent, Nein: 12,3 Prozent, Wahlbeteiligung: 41,2 Prozent

Biesen: Ja: 94,8 Prozent, Nein: 5,2 Prozent, Wahlbeteiligung: 44,8 Prozent

Christdorf: Ja: 93,0 Prozent, Nein: 7,0 Prozent, Wahlbeteiligung: 36,5 Prozent

Dossow: Ja: 96,9 Prozent, Nein: 3,1 Prozent, Wahlbeteiligung: 35,2 Prozent

Dranse: Ja: 96,2 Prozent, Nein: 3,8 Prozent, Wahlbeteiligung: 37,2 Prozent

Eichenfelde: Ja: 92,3 Prozent, Nein: 7,7 Prozent, Wahlbeteiligung: 43,9 Prozent

Fretzdorf: Ja: 89,2 Prozent, Nein: 10,8 Prozent, Wahlbeteiligung: 32,4 Prozent

Freyenstein: Ja: 59,1 Prozent, Nein: 40,0 Prozent, Beteiligung: 21,5 Prozent

Gadow: Ja: 62,6 Prozent, Nein: 7,4 Prozent, Wahlbeteiligung: 30,3 Prozent

Goldbeck: Ja: 88,3 Prozent, Nein: 11,7 Prozent, Wahlbeteiligung: 42,6 Prozent

Groß Haßlow: Ja: 91,2 Prozent, Nein: 8,8 Prozent, Beteiligung: 31,6 Prozent

Niemerlang: Ja: 96,4 Prozent, Nein: 3,6 Prozent, Beteiligung: 32 Prozent

Rossow: Ja: 93,4 Prozent, Nein: 6,6 Prozent, Beteiligung: 48,0 Prozent

Schweinrich: Ja: 83,7 Prozent, Nein: 16,3 Prozent, Beteiligung: 32,0 Prozent

Sewekow: Ja: 98,7 Prozent, Nein: 1,3 Prozent, Wahlbeteiligung: 47,1 Prozent

Wulfersdorf: Ja: 96,0 Prozent, Nein: 4,0 Prozent, Beteiligung: 31,2 Prozent

Zempow: Ja: 98,2 Prozent, Nein: 1,8 Prozent, Beteiligung: 50,0 Prozent

Zootzen: Ja: 93,0 Prozent, Nein: 7,0 Prozent, Wahlbeteiligung: 53,3 Prozent

Von den Wittstockern wird mitunter die eher geringe Wahlbeteiligung, die bei 36 Prozent lag, bedauert, wie eine kleine, nicht repräsentative Umfrage am Montag in Wittstock ergab. Mit diesem Wert ist Gehrmann selbst jedoch „sehr zufrieden“, wie er am Montag sagte. Zwar sei das grundsätzlich natürlich sehr wenig und er wünsche sich, dass viel mehr Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten, aber im Kontext mit der vorangegangenen Bürgermeisterwahl von 2007 gesehen, könne sich das Ergebnis dennoch sehen lassen. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 42,67 Prozent. Allerdings habe es auch vier weitere Kandidaten gegeben, sodass wesentlich mehr Entscheidungsanreize vorhanden waren. Bei der Stichwahl, die Jörg Gehrmann damals gegen Ina Muhß (SPD) gewann, lag die Wahlbeteligung bei 38 Prozent, also auch nicht allzu weit von den 36 Prozent entfernt, die am Sonntag erreicht wurden.

Von Björn Wagener

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