Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Vierkampf um den Chefposten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vierkampf um den Chefposten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 24.06.2017
Freke Over. Quelle: Andreas Vogel
Anzeige
Rheinsberg

Die Wahl um den Rheinsberger Chefposten verspricht, spannend zu werden. Denn neben dem Amtsinhaber Jan-Pieter Rau (50/CDU) gibt es bislang drei weitere Kandidaten. Neben dem SPD-Mann Svenn Alisch (51) und Frank-Rudi Schwochow (30, BVB-Freie Wähler) will es auch Freke Over (49, Die Linke) es noch einmal wissen. Der Betreiber des Ferienlandes Luhme wurde am Dienstagabend den Rheinsberger Genossen als Kandidat vorgestellt. „Wir wollen den Wählern eine Alternative zu den bisherigen Bewerbern bieten“, sagte Over am Mittwoch. Denn Rau und Alisch stünden für die derzeitige „Bürgermeisterkoalition“ in der Stadtverordnetenversammlung.

Auch in Schwochow sieht Over keine wirkliche Alternative zu den Machtverhältnissen in der Stadtverordnetenversammlung. Denn der bekennende Rathaus-Kritiker Schwochow tritt zwar für die Vereinigung BVB-Freie Wähler bei der Bürgermeisterwahl am 24. September an, ist aber weiterhin Mitglied in der CDU – und will es auch bleiben. Das hat Schwochow mehrfach betont.

Over: Abitur muss wieder in Rheinsberg möglich sein

Over will sich als Bürgermeister vor allem dafür stark machen, dass in Rheinsberg wieder das Abitur abgelegt werden kann. Wie das gelingen soll, ist fraglich. Schließlich bedarf es dafür mindestens 40 Schüler, die nach der 10. Klasse weiter im Prinzenstädtchen die Schule besuchen wollen. Zudem will sich Over als Bürgermeister dafür einsetzen, dass die Bedingungen für den Fahrradtourismus verbessert werden. „Die Stadt muss Fakten schaffen und auch mal in Vorleistung gehen.“ Auch will er die „soziale Stadtentwicklung“ vorantreiben und eine „Stadt des Miteinanders“ schaffen. Skeptisch sieht Over die von Bürgermeister Rau angeschobene Neuordnung des Rathauses. Ob dadurch wirklich mehr Ruhe eingezogen sei oder doch eher mehr Unfrieden, müsse jeder für sich entscheiden, sagte der Politiker.

Over, der gebürtiger Wolfsburger und in Hannover aufgewachsen ist, zog 1990 nach Berlin, trat 1995 in die PDS ein und gehörte von 1995 bis 2006 dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Seit 2008 ist Over Stadtverordneter in Rheinsberg, seit 2014 auch Kreistagsabgeordneter und dort zusammen mit Rita Büchner aus Kyritz Fraktionsvorsitzender der Linken.

Dritter bei der Bürgermeister von 2010

Bei der Rheinsberger Bürgermeisterwahl im Januar 2010 kam Freke Over auf 13,5 Prozent der Wählerstimmen – und lag damit deutlich hinter Wahlsieger Jan-Pieter Rau , der mit 66,1 Prozent gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte, sowie knapp hinter der SPD-Frau Sabine Heiden (14,3 Prozent). Damals gab es fünf Bürgermeisterkandidaten im Prinzenstädtchen: Eckard Har­nack  (FDP) erzielte 4,4 Prozent der Stimmen, der Einzelbewerber Thomas Tittel 1,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag seinerzeit bei 48 Prozent. Diesmal könnte sie höher liegen. Wird doch am 24. September auch ein neuer Bundestag gewählt

Weitere Bewerber für den Rheinsberger Chefposten können sich noch im Rathaus melden. Meldeschluss ist erst am 20. Juli, um 12 Uhr.

Von Andreas Vogel

Drei Tage lang wirkte die Seewiese am Kyritzer Untersee wie ein Großeinsatzgebiet der Feuerwehr. Dabei ging es hierbei lediglich um die Überprüfung der Technik der Brandschützer aus Kyritz und seinen Ortsteilen.

24.06.2017

Gemeinsam singen, reisen und eine gute Zeit haben – das macht den Zusammenhalt des mittlerweile 50-jährigen Märkischen Jugendchores aus Neuruppin aus. In diesem Jahr schauen die Musiker auf ein halbes Jahrhundert zurück, in dem um die 500 Jugendlichen prägende Zeiten im Chor verbrachten. Zu diesem Anlass soll gefeiert werden – und natürlich gesungen.

21.06.2017

Eben noch Jubiläum gefeiert, jetzt getrennt: Das Fest zum 25-jährigen Bestehen der beliebten Gesangsgruppe aus Blandikow war gleichzeitig auch ihre Abschiedsvorstellung. Warum gefeiert wurde, obwohl die Trennung bereits beschlossene Sache war, erklärt die ehemalige Chef-Lerche Birgit Nikolowius.

24.06.2017
Anzeige