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Ostprignitz-Ruppin Vierlinge bleiben die Ausnahme
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vierlinge bleiben die Ausnahme
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02:15 05.06.2017
Die in Neuruppin geborenen Vierlinge werden auf der Intensivstation des städtischen Klinikums Brandenburg versorgt. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Neuruppin

Erstmals wurden in den Ruppiner Kliniken Vierlinge geboren – doch warum gab es das nicht schon früher? Grund dafür ist eine Bundesregelung. Demnach sind die Geburtskliniken in Deutschland in verschiedene Kategorien unterteilt. Dabei geht es um die Ausstattung der jeweiligen Stationen, die Anzahl der Plätze und natürlich um die Qualifikationen der Ärzte und Schwestern, sagte am Freitag Peter Kroschwald, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Neuruppiner Krankenhaus.

Die Ruppiner Kliniken haben wie das Krankenhaus in Eberswalde (Barnim) das zweithöchste Level. Das bedeutet, dort dürfen Babys ab der 29. Schwangerschaftswoche zur Welt gebracht werden, die wenigstens 1250 Gramm wiegen. Leichtere Frühchen sowie Drillinge, Vierlinge und Fünflinge sollen in Brandenburg hingegen in den speziell ausgestatteten Geburtsstationen in Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg (Havel) das Licht der Welt erblicken. Für die Geburtsstationen in Perleberg (Prignitz) und Oranienburg (Oberhavel) gilt indes, dass dort erst Frühchen ab der 32. Schwangerschaftswoche und mit einem Gewicht von 1500 Gramm entbunden werden dürfen.

Den Ausschlag gibt das Gewicht des Frühchens

Das System der Abstufungen bei den Geburtskliniken hat sich bewährt und funktioniert in den meisten Fällen. Schließlich untersuchen Frauenärzte die werdenden Mütter regelmäßig, so dass bei Mehrlingsgeburten die Mütter üblicherweise rechtzeitig in die bestens für die Entbindung und Nachsorge ausgestattete Klinik verlegt werden. Doch nicht immer hält sich der biologische Rhythmus an den theoretisch berechneten Geburtstermin – aus welchen Gründen auch immer. Derartige Fälle kommen zwar relativ selten vor, gleichwohl sind die Ruppiner Kliniken darauf vorbereitet. „Bei 800 Geburten im Jahr haben wir vielleicht ein oder zwei Frühchen, die weniger als 1250 Gramm wiegen“, sagte Kroschwald. Ähnlich sieht es im bundesweiten Vergleich aus: Laut einer Studie bringen nur etwa ein Prozent aller Frühchen bei ihrer Geburt weniger als 1500 Gramm auf die Waage.

Das Wichtigste: Den Kindern und der Mutter geht es gut

Frühchen unter 1250 Gramm, die in Neuruppin zur Welt kommen, werden unmittelbar danach meist in das städtische Krankenhaus von Brandenburg (Havel) verlegt. Das sei wegen der Entfernung zwar nicht schön, aber die meisten Mütter hätten dafür Verständnis. „Das ist im Interesse der Kinder“, betonte Kroschwald. Außerdem kämen die Kinder zurück in das regionale Krankenhaus, sobald sie groß genug seien und noch weiter in einer Klinik versorgt werden müssen. Die Vierlinge, die am 22. Mai etwa drei Monate zu früh per Notkaiserschnitt im Neuruppiner Krankenhaus zur Welt gekommen waren, waren noch am selben Tag in Begleitung von Ärzten per Hubschrauber zur Intensivstation nach Brandenburg (Havel) geflogen worden. Die Eltern der zwei kleinen Mädchen und der zwei kleinen Jungen wünschen derzeit keine Öffentlichkeit. Bekannt ist nur das Wichtigste: Den Kindern und der Mutter geht es gut.

Vierlingsgeburten sind selten. In ganz Deutschland gibt es pro Jahr etwa drei bis sechs. 2015 kamen bundesweit 738 000 Kinder zur Welt – darunter waren fünf Vierlingsgeburten.

Von Andreas Vogel

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