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Violinklasse Brandenburg im Konzert

Rheinsberg Violinklasse Brandenburg im Konzert

Seit 2001 gibt es die Violinklasse Brandenburg. Jahr für Jahr probt sie mit Dozent Gabriel Zinke im Herbst in Rheinsberg: gefördert durch die dortige Musikakademie. Am Sonnabend stellten die jungen Talente das Gelernte vor. 50 Zuhörer lauschten den Klängen von Beethoven, Bartholdy, Bach und Händel.

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Brillant: Der 17-jährige Tobias Schöne und die Nachwuchspianistin Katharina Gurk überzeugten mit Beethovens Frühlingssonate.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Immer im Herbst hängt in Rheinsberg der Himmel voller Geigen. Dann nämlich probt die 2001 gegründete Violinklasse Brandenburg in der Musikakademie, die besonders begabte Talente fördert. Fünf Tage lang hatten die jungen Geiger, Bratschisten und Cellisten Zeit, am eigenen und gemeinsamen Repertoire zu feilen und neue Stücke zu probieren. Angeleitet wurden sie dabei von ihrem Dozenten Gabriel Zinke, Direktor des Konservatoriums Cottbus. Die Ergebnisse stellten die jungen Musiker – elf Streicher, eine Flötistin und eine Pianistin – am Sonnabend vor 50 Zuhörern im Foyer des Rheinsberger Schlosstheaters vor.

„Wir haben das Programm ein wenig gestrafft“, erklärt Zinke. Das Programm werde zwar dennoch nicht kurz – dafür jedoch hoffentlich kurzweilig. Es beginnt mit einem Beethoven-Trio – das geplante Quartett musste kurzfristig zum Trio verkleinert werden, da eine Geigerin erkrankt war. Das nachfolgende Quartett versuchte sich an einem anspruchsvollen Stück Felix Mendelssohn Bartholdys. Den Stücken ist das unterschiedliche Niveau der Musiker natürlich anzuhören – manchen merkt man die Jahre der Erfahrung an, andere sind noch nicht so lange dabei, wie etwa die erst elfjährige Cellistin Juliette Maulbrich.

Engagiertes und emotionales Spiel

Ungeachtet dessen überzeugen die jungen Musiker durch engagiertes, emotionales Spiel, sowohl in den Soli – wie die beiden Bratschisten Franz Biehla oder Lara Brewing, die sich einen Bach vorgenommen haben – als auch im orchestralen Zusammenspiel wie bei Wieniawskis berühmtem Scherzo Tarantella, bei dem Juanita Maulbrich die Solovioline spielt und vom gesamten Kammerorchester begleitet wird. „Wir mussten improvisieren“, erzählt Gabriel Zinke. Das Stück wurde vom Komponisten eigentlich für Violine und Piano komponiert. „Wir haben keinen Pianisten dafür gefunden – deshalb habe ich schnell eine Orchesterfassung geschrieben.“ Die sei gestern früh fertig geworden, erklärt er. Man habe das Werk am Freitag noch im Ensemble geprobt. „Und Sie dürfen jetzt die Uraufführung erleben.“

Ein Glanzstück ist Beethovens Frühlingssonate – das ausgereifte Zusammenspiel der beiden 17-Jährigen – Katharina Gurk am Flügel und Tobias Schöne an der Violine – ist kraftvoll und zart zugleich. Das Stück wird wahlweise zum spannenden Duett oder zum sehnsüchtigen Liebeslied und geht mit jeder Note unter die Haut. Es macht Freude, den beiden zuzusehen, wenn sie sich völlig beseelt der Musik hingeben und sich über Tasten und Saiten hinweg anlächeln.

Den Sonderpreis Kammermusik gewonnen

Zu den beiden gesellt sich im Folgenden noch Nina Janetschek mit der Querflöte – das Trio der beiden hat in diesem Jahr im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ den Sonderpreis Kammermusik gewonnen, dazu einen zweiten Preis beim Bundeswettbewerb. Die drei brillieren am Sonnabend mit einem modernen Stück von Nino Rota – exzentrisch bis elegisch perlen die Töne: phänomenal, befindet das Publikum mit viel Applaus.

Von Regine Buddeke

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