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Vizekanzler Gabriel auf Sommertour

Flecken Zechlin Vizekanzler Gabriel auf Sommertour

Schon lange vor der Ankunft von SPD-Chef Sigmar Gabriel herrschte in der Jugendbildungsstätte des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Flecken Zechlin helle Aufregung. Die Mitarbeiter des Hauses hatten einige Erwartungen in die geplante Diskussionsrunde mit dem Vizekanzler gesetzt.

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Vizekanzler Sigmar Gabriel in Flecken Zechlin, umzingelt von Kindern und Kameras.

Quelle: Peter Geisler

Flecken Zechlin. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat während seiner Sommertour auch in Flecken Zechlin Station gemacht. Am Dienstagnachmittag besuchte er dort die Jugendbildungsstätte des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), um sich über die außerschulische Jugendbildungsarbeit des Hauses zu informieren.

Im Eingangsbereich des Hauses herrscht schon lange vor der Ankunft des Wirtschaftsministers großes Gedränge – nicht nur wegen der Mitarbeiter und der Kinder, die gerade am Naturerlebniscamp teilnehmen. „Das Interesse der Presse ist sehr groß“, erzählt Christin Richter, Jugendsekretärin des DGB für den Bezirk Berlin-Brandenburg. „Rund 35 Medienvertreter haben sich angekündigt.“ Das Interesse der Flecken Zechliner am Gabriel-Besuch ginge dagegen gen Null, ergänzt Hausleiter Robert Sprinzl.

Vizekanzler zeigt sich offen und menschennah

DGB-Jugendsekretärin Richter hat sich im Vorfeld Gedanken gemacht und setzt einige Erwartungen in den Besuch des SPD-Chefs. Die regionale Ausbildungssituation wolle sie im Gespräch mit Gabriel ansprechen, sagt sie. Konkret solle es darum gehen, dass immer weniger Jugendliche sich nach der Schule für eine Ausbildung entscheiden würden. Und diejenigen, die das doch tun, würden nach Berlin oder in den Speckgürtel ziehen. Damit die duale Berufsaubildung wieder attraktiver werde, sei auch die Bundespolitik in der Pflicht.

Zwei Schüler des Wittstocker Gymnasiums erklären Gabriel das Projekt „Demokratiewerkstatt“ und stellen ein Modell des geplanten Jugendclubs

Zwei Schüler des Wittstocker Gymnasiums erklären Gabriel das Projekt „Demokratiewerkstatt“ und stellen ein Modell des geplanten Jugendclubs in Wittstock vor.

Quelle: Peter Geisler

Zunächst wird Gabriel nach seiner Ankunft aber durch die untere Etage der Jugendbildungsstätte geführt. Der Vizekanzler gibt sich interessiert, stellt immer wieder Fragen – Wie viele Betten habt ihr hier in den Zimmern? Sind die Zimmer gerade belegt? Die Stimmung ist entspannt, Gabriel hört genau zu, als zwei Schüler des Wittstocker Gymnasiums ihm das Projekt „Demokratiewerkstatt“ erklären. Auch hier fragt er immer wieder nach, zeigt sich offen und menschennah.

Diskussionsrunde bleibt ohne konkrete Lösungsvorschläge

„Ich bin Sigmar“, stellt sich der Sozialdemokrat den Kindern des Erlebniscamps vor, die er nach der Hausführung am See besucht. Sie haben im Sand kreisrunde Bilder aus Naturmaterialien gelegt, die sie nun stolz präsentieren. Ein Mädchen wagt sich vor, fragt, ob sie ein Spiel mit ihm machen dürfe. Und schon findet sich der Politiker in einem Kreis begeisterter Kinder wieder: Mit einem Mädchen klatscht er im Rhythmus zu dem Kinderreim „Bei Müllers hat’s gebrannt, -brannt, -brannt, da bin ich hingerannt, -rannt, -rannt“.

Für jeden Spaß zu haben

Für jeden Spaß zu haben: Auch für die Kinder des Naturcamps nimmt sich der SPD-Chef ausreichend Zeit.

Quelle: Peter Geisler

Gut 20 Minuten bleiben dann noch für die geplante Diskussion mit Vertretern der Gewerkschaftsjugend zu den Themen Ausbildung und Arbeit. Die Politik müsse die Wirtschaft animieren, wieder mehr auszubilden, sagt Christin Richter an Gabriel gewandt. „Das machen wir ja ständig“, antwortet dieser, „aber leider zieht das nicht bei allen Unternehmen.“ Der Vizekanzler ist überzeugt: „Wir machen alle möglichen Handstände, aber die Leute müssen selbst begreifen, dass sie sich ein Problem bauen, wenn sie nicht mehr ausbilden.“ Außerdem müsse wieder mehr in die Schulen gegangen werden, um für Ausbildungsberufe zu werben. „Und wir reden ständig über die Befreiung von Studiengebühren, warum bieten wir nicht auch die Meister- oder Technikerausbildung gebührenfrei an?“, fragt Gabriel – und erntet zustimmendes Kopfnicken. Konkrete Lösungsvorschläge bleibt er Richter allerdings schuldig.

Von Josephine Mühln

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