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Volksfest für die Kirche

Nietwerder Volksfest für die Kirche

Vor 150 Jahren wurde die Stülerkirche von Nietwerder eingeweiht – das will das Dorf mit den anderen Neuruppiner Ortsteilen gemeinsam ganz groß feiern. Die große Party soll Ende September steigen. Bis dahin muss aber noch einiges passieren.

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Der hölzerne Bär vor der Kirche ist seit einigen Jahren quasi das Wahrzeichen des Dorfes.

Quelle: Reyk Grunow

Nietwerder. Viel Hoffnung, dass es noch einmal ein gemeinsames Erntefest aller Neuruppiner Ortseile geben wird, hat Wolfram Händel nicht. Zweimal hat der Ortsvorsteher von Nietwerder das Erntefest in den vergangenen Jahren schon auf die Beinen gestellt. Doch auch bei ihm schwindet die Kraft – die Abstimmung mit den anderen Dörfern ist ziemlich aufwändig. 2017 hatte es nach mehr als zehn Jahren schon kein gemeinsames Erntefest mehr gegeben und in diesem Jahr hat sich auch kein Ortsteil gefunden, der es ausrichten will. Feiern will Nietwerder trotzdem, am liebsten auch mit allen anderen Neuruppiner Dörfern zusammen. Diesmal wird es aber kein Erntefest, sondern eine Kirmes.

Das Wort, das heute gemeinhin als Rummel interpretiert wird, hatte einst einen anderen Ursprung: „Kirmes“ war das Fest der Kirchweihe – und das soll es in Nietwerder in diesem Jahr auch wieder werden. Der kleine Ort will Ende September die Weihe seiner Kirche vor 150 Jahren feiern.

Bei Wolfram Händel laufen alle Fäden zusammen

Händel ist nicht nur Ortsvorsteher, sondern auch noch Vorsitzender des Ortskirchenrates und Chef im Heimat- und Kulturverein. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Das Jubiläum der Kirchweihe stellt er sich nicht nur als Fest der Kirchengemeinde vor. „Wir wollen daraus ein richtiges Volksfest machen“, sagt der Ortschef.

Für den größten Teil des Programms würde Nietwerder sorgen. Wolfram Händel hofft aber, dass sich auch die anderen Ortsteile mit einem kleinen Beitrag, einem Chorauftritt, einer Tanzeinlage oder etwas Ähnlichem einbringen. Ein Beitrag von fünf bis zehn Minuten wäre schon ausreichend.

Kontakt zu den anderen Ortsvorstehern hat Händel schon aufgenommen. „Bis jetzt ist die Resonanz noch nicht so dolle“, räumt er ein. Noch ist aber auch etwas Zeit. Am kommenden Montag wollen sich die Ortsvorsteher ohnehin treffen, um gemeinsame Anliegen zu beraten, da könnte auch die Kirmes in Nietwerder Thema werden.

Neuer Putz und neue Farbe müssen noch an Wände und Decke

Steigen soll das Ganze von Freitag, 28. September, bis Sonntag, 30. September. Am Freitagabend ist eine Eröffnungsfeier vorgesehen, am Sonnabend den ganzen Tag über Tanz, Musik und Rummel, am Sonntag ein Festgottesdienst zum Abschluss des Wochenendes.

Bis dahin will die Gemeinde ihre Kirche noch auf Vordermann bringen. In den vergangenen Jahren wurde nach und nach immer etwas saniert. Am Gebäude, das auf Entwürfe des bekannten preußischen Hofbaurates Friedrich August Stüler (1800 – 1865) zurückgeht, braucht im Inneren noch eine Frischekur. Sobald das Wetter es zulässt, soll an einigen Stellen der alte Putz erneuert werden. Der bekommt dann einige Wochen zum Trocknen, um rechtzeitig zum Festjahr den Wänden und der Decke noch frische Farbe spendieren zu können. Ein wenig drängt die Zeit. Ende Juni will die Kirchengemeinde gern eine Jubelkonfirmation mit allen feiern, die vor 50, 60 oder 70 Jahren in Nietwerder konfirmiert wurden. Dann soll die Kirche natürlich in frischem Glanz strahlen.

Von Reyk Grunow

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