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Volksfestatmosphäre in Gadow

Hunderte Besucher beim 56. Schützenfest an Pfingsten Volksfestatmosphäre in Gadow

Beim Schützenfest in Gabow rückte der Schützenkönig schnell in den Hintergrund, als die Blaskapelle Röbel 1982 auf die Bühne kam. Knapp 300 Besucher waren gekommen, um zur Brandenburghymne zu schunkeln. Das Fest hat seit langer Zeit Tradition. Es erlebte am Pfingstsonntag bereits die 56. Auflage.

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Die Besucher ließen sich von der Blaskapelle begeistern.

Quelle: MAZ

Gadow. Das Beste kam zum Schluss: Die Musiker der Blaskapelle Röbel 1983 spielten sich Pfingstsonntag mit ihrer Zugabe nochmals in die Herzen der geschätzten 300 Besucher. Und dabei stimmten sie kein geringeres Lied als die Brandenburghymne an. Zugleich läuteten sie damit die Proklamation des diesjährigen Schützenkönigs in Gadow ein.

Frank Schnege aus Zootzen setzte sich unter elf Anwärtern als Schützenkönig durch. "Alle guten Dinge sind drei", kommentierte er mit lockerer Zunge seinen Erfolg. Denn bereits 1987 und 1989 gewann er diese Trophäe. "Es war mal wieder an der Zeit und ewig kann man sich auch nicht davor drücken." Moderator Günter Lutz gab ihm auf den Weg: "Ein dickes Portemonnaie für das kommende Jahr wünsche ich."

Der 1. Ritter heißt Günter Gamon aus Dossow und Nikolai Lezin setzte sich als 2. Ritter durch. "Es war ganz eng", kommentierte Udo Dittmann, stellvertretender Vorsitzender beim Schützenverein Gadow. Denn erst beim Stechen setzte sich Frank Schnege von dem bis dahin punktgleichen Günter Gamon ab.

Die Musiker aus Röbel begeisterten das Publikum. Auch Klaus Krüger aus Königsberg entpuppte sich als Fan: "Das ist doch etwas für das Ohr und die Seele." Dabei liebt er vor allem Märsche, die durch den Saal oder wie in Gadow durch das Festzelt schmettern.

Achim Masuhr (m.) wurde Schützenkönig beim Fest.

Quelle: MAZ

Dagmar Rudat verpasst kaum einen Auftritt der Röbeler Blasmusikanten. "Bei 15 bis 20 Veranstaltungen bin ich mit dabei." Und klärte gleich auf: "Mein Mann spielt hier Zugposaune und wenn es passt, reise ich mit. Die Stimmung in Gadow gefiel ihr: "Hier ist ordentlich was los und auch viele Kinder sind zu sehen." Als buchstäbliches Zugpferd erwies sich erneut das Baumklettern unter fachkundiger Regie von Karsten Bork aus Blandikow. "Seit vier oder fünf Jahren bin ich hier mit von der Partie", sagte er. Unterdessen kletterte die fünf Jahre alte Tessa aus Dossow mutig in die Höhe. "Dabei zieht man die Hälfte des eigenen Körpergewichtes nach oben", erklärte Karsten Bork das Prinzip. Oben in der Birke hing eine Umlenkrolle, an der sich die mutigen Freizeitsportler hoch hangelten. "Mädchen sind eindeutig mutiger und die Jungs mit dem größten Mundwerk haben die meiste Angst." Auch Tessas Mutter Doreen Hartwig staunte über ihre Tochter: "Im letzten Jahr hat sie sich das noch nicht zugetraut."

Doch auch das Kegeln auf der Freiluftbahn und das Würfeln im XXL-Format lockten zu ausgiebigem Spiel. Besucher konnten sich ebenso beim Preisschießen in drei Kalibergrößen sowie beim Blumenschießen mit dem Luftgewehr einreihen. Achim Masuhr, bereits 2003 und 2007 Schützenkönig, bestimmte bei dem Wettbewerb der Kleinkaliber Pistole das Geschehen. Mit 43 Punkten lag er an der Spitze.

Von Christamaria Ruch

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