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Vollgas auf der Saftstraße

Selbst gemacht in Kuhlmühle Vollgas auf der Saftstraße

Bereits zum zweiten Mal hatte der Verein „Zentrum für soziale und ökologische Nachhaltigkeit“ Besucher in Kuhlmühle zum Saftpressen eingeladen.

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Uz Dinkelmann (l.) und Erik Heuer an der Saftpresse.

Quelle: Björn Wagener

Kuhlmühle. Erst die Arbeit, dann der Genuss: Wer aus Äpfeln Saft machen möchte, darf keine Angst vor schmutzigen Händen haben. Das erlebten die Gäste am vergangenen Wochenende in Kuhlmühle hautnah. Denn der dortige Verein „Zentrum für soziale und ökologische Nachhaltigkeit“ hatte zum zweiten Mal dazu eingeladen, selbst mitgebrachte Äpfel zu Saft zu verarbeiten.

Das war durchaus wörtlich zu nehmen. Denn zwischen Frucht und Getränk liegt die „Saftstraße“, auf der mit ehrlicher Arbeit ein sauberes Produkt hergestellt wird. Uz Dinkelmann vom Verein betreute die durchweg mechanischen Arbeitsabläufe und sorgte dafür, dass die Geräte von den Gästen ordnungsgemäß bedient werden.

Los ging es mit einer – natürlich handbetriebenen – Waschtrommel, in der die Äpfel zunächst einmal gesäubert wurden. Dann kamen die Früchte in einen Schredderer, der sie grob zerhäckselte. Danach war das Apfelmaterial reif für den Pressgang. In netzartigem Stoff verpackt und in mehreren Lagen übereinander geschichtet, ging dieser entscheidende Arbeitsgang vonstatten. Der Saft sprudelte förmliche hervor und wurde abgeleitet, um ihn sogleich zu pasteurisieren und dadurch haltbar zu machen. Das geschah in einem gasbefeuerten Kessel, in dem der Saft auf 85 Grad erhitzt wurde. Danach war er fertig zum Abfüllen. Katrin Heuer ließ das schmackhafte Arbeitsergebnis in Plastikbeutel laufen, die jeweils fünf Liter fassen und über einen komfortabelen Ablasshahn verfügen. Wer wollte, konnte den Saft auch in selbst mitgebrachte Flaschen füllen. 120 Kilogramm Äpfel ergeben rund 80 Liter Saft. Pro Liter wurde um eine Spende gebeten.

Abends gab es dann Musik und ein Kurzfilmprogramm. Die Organisatoren wollen mit diesen Safttagen erreichen, dass überzählige Äpfel aus Gärten oder von Straßenrändern nicht ungenutzt verderben.

Von Björn Wagener

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