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Vom Land kommt keine Hilfe

Alt Ruppin Vom Land kommt keine Hilfe

Neuruppin braucht nicht auf Fördermittel für das neue Gerätehaus der Alt Ruppiner Feuerwehr zu hoffen. Die voraussichtlichen Kosten von rund zwei Millionen Euro muss die Stadt wohl selbst bezahlen. Noch gibt es aber offenbar nicht einmal einen Kaufvertrag für das Grundstück.

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Das jetzige Grundstück der Feuerwehr in Alt Ruppin.

Quelle: Peter Geisler

Alt Ruppin. Der Neubau eines Gerätehauses für die Feuerwehr in Alt Ruppin könnte für die Fontanestadt teurer werden als gedacht. Das kündigte Ordnungs- und Sozialdezernent Thomas Fengler jetzt an. Auf die erhofften Fördermittel darf Neuruppin nicht länger setzen. Das Land hat der Stadt eine Absage erteilt.

Die Alt Ruppiner Wehr braucht ganz dringend ein neues Gerätehaus. Das jetzige ist nur gemietet und die Eigentümer haben angekündigt, dass sie den Standort direkt am Wasser selbst nutzen wollen. Ohnehin reicht dort der Platz nicht und das Haus müsste unbedingt saniert werden. Kurz: Die Alt Ruppiner Feuerwehr muss raus. Bisher war die Stadtverwaltung davon ausgegangen, dass die Stadt 2018 mit dem Bau einer neuen Wache beginnen wird, die ein Jahr später fertig sein soll. Ganz grob hatte Kämmerer Willi Göbke die voraussichtlichen Kosten auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

In die neue Wache soll nicht nur die Feuerwehr von Alt Ruppin einziehen. Eigentlich sollen dort auch die Feuerwehrleute aus Nietwerder und Wulkow mit ihrer Technik unterkommen. Die Frauen und Männer aus Nietwerder freuen sich darauf, die Wulkower lehnen das ab.

Zwei Millionen muss Neuruppin aus dem eigenen Haushalt zahlen

Ohnehin scheint nun unklar, wann das neue Gerätehaus wirklich kommt. Das Land habe signalisiert, dass Neuruppin keine Fördermittel für das Gebäude bekommen wird, sagte Fengler im Sozialausschuss. Die Stadt müsste also sämtliche Kosten selbst bezahlen. Ob und wie das geht, ließ Fengler offen: „Wir müssen in der Haushaltsdiskussion sehen, wie wir damit umgehen.“

Das Geld scheint nicht das einzige Problem zu sein. Lange hatte die Stadt nach einem geeigneten Standort gesucht, bis sie schließlich ein Grundstück am alten Bahnhof entdeckte. Doch das gehört Erben in den USA und mit denen zogen sich die Verhandlungen lange hin. Im April hatte Fengler schließlich verkündet, dass es endlich einen Notartermin gegeben hat. Doch ein Kauf hat noch nicht stattgefunden, sagte er später auf Nachfrage. Immerhin: Die Stadt plant schon am neuen Haus – wann, wo und wie auch immer es gebaut wird.

Von Reyk Grunow

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