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Ostprignitz-Ruppin Von Brunn in die Welt und zurück
Lokales Ostprignitz-Ruppin Von Brunn in die Welt und zurück
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00:18 17.04.2016
Ingrid Sielaff-May zeigt ihre Werke bis zum 14. Juli in der Treppengalerie der Neustädter Amtsverwaltung zu deren Öffnungszeiten. Quelle: Matthias Anke
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Neustadt

Oh! Wie schön! So etwas müssen ihr die Leute nicht sagen. „Ich male ja für mich und nicht für andere“, erklärt Ingrid Sielaff-May. Und ohnehin: „Ich wollte das ja eigentlich auch nie zeigen.“ Ihre Bilder kämen schließlich aus ihrer Seele. Ob sie wirklich gut genug sind, ausgestellt zu werden, fragte sich die Hobbymalerin obendrein.

Seit gestern aber ist ein Teil ihrer Werke nun doch zu sehen. Es sind Aquarelle, die in der Treppengalerie der Neustädter Amtsverwaltung hängen und die Motive aus der Ostprignitz-Ruppiner Landschaft zeigen. Es ist ihre Heimat, in die sie vor drei Jahren erst zurückkehrte. Sie wohnt jetzt in Neuruppin, weil das in etwa die Mitte zu ihren Kindern ist, und wurde Mitglied der Malgruppe „Pigmentes“ in Linum. „Die meisten von uns haben schon so viel ausgestellt, da war ich quasi im Zugzwang.“

Brunn war ihr Lebensmittelpunkt und blieb es irgendwie auch bis heute

Ihr Lebensmittelpunkt war einst jedoch Brunn – und blieb es bis heute irgendwie auch immer: Zwei Schwestern der 67-Jährigen leben noch dort. Insgesamt waren es einmal zehn Geschwister. Ihre Mutter brachte bei Kriegsende auf der Flucht nach Brunn, wo die Großeltern lebten, schon Kinder mit. Deren Vater war im Krieg gefallen. Aus der Beziehung mit einem neuen Mann gab es dann weiteren Nachwuchs. Ingrid sollte 1948 die erste sein, eine Geborene Racko.

„Wir trafen und treffen uns regelmäßig in Brunn und sehen uns vor allem bei Familienfeiern, von denen es ja so einige gibt“, erzählt die Frau, die als 18-Jähige Brunn verließ, um in der Stadt zu arbeiten, in der sie heute ihre Hobbywerke ausstellt: im Konsum in Neustadt. Inzwischen Ökonomin, ging sie bald aber nach Perleberg, um bei einer Bank zu arbeiten.

Ingrid Sielaff-May beim Ausrichten ihrer Bilder in der Treppenhausgalerie. Quelle: Matthias Anke

2006 zog es sie zu ihrem neuen Mann nach Mühlheim ins Ruhrgebiet. Als beide das Rentenalter erreichten, sollte es zurück in die Heimat gehen. Hier wurde gemalt und gemalt. Eine Ausstellung hat Ingrid Sielaff-May mittlerweile schon hinter sich, allerdings in Neuruppin.

Der Weg nach Neustadt indes begann dann für sie einmal mehr wieder in Brunn: Ihre Schwester begleitete sie von dort aus bei der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit. Die war zwar schnell gefunden, allerdings kurzfristig nicht zu haben: der Alte Laden im Wegemuseum der Gemeinde Wusterhausen, zu der Brunn gehört. „Dort möchte ich aber als nächstes ausstellen, dann zusammen mit einer Malfreundin.“

Freie Wände fanden sich nun also in der Neustädter Amtsverwaltung. „Farbenrausch der Natur“ betitelte Ingrid Sielaff-May die dort zu sehende Serie. Es sind Motive, die so manchem vertraut sein dürften, auch denen, die nicht aus Linum, Neuruppin, Neustadt oder eben auch aus Brunn stammen: „Angekommen in der Heimat, konnte ich mich dem Reiz dieser wunderbaren Landschaft der ganzen Region hier nicht entziehen.“

Von Matthias Anke

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