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Ostprignitz-Ruppin Von Drachensteigen bis Treckerziehen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Von Drachensteigen bis Treckerziehen
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17:11 03.10.2017
Mit vereinter Kraft: Die Wulfersdorfer zogen den tonnenschweren „Drachenexpress“ hinter sich her. Quelle: Christian Bark
Wulfersdorf

Den Feldweg bis zum Agrarflugplatz brauchten die Besucher des zweiten Wulfersdorfer Drachenfestes am Dienstag nicht entlanghuckeln. Matthias Menger war mit seinem 31 Jahre alten Traktor ZT-323 samt Anhänger zur Stelle und holte sie ab. Als „Drachenexpress“ pendelte der Wulfersdorfer mit seinem liebevoll restaurierten Gefährt zwischen Flugplatz und Friedhof.

Matthias Menger (l.) nahm die Besucher im „Drachenexpress“ mit. Quelle: Christian Bark

Viele der mehr als 100 Besucher nutzten den Shuttleservice, um auf dem Feld ihre Drachen in die Lüfte steigen zu lassen oder im Festzelt Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen. „Das sind 21 Sorten Kuchen“, sagte Kerstin Mill von der Sportgruppe „Wulfersdorfer Hupfdohlen“. Die Kuchen hatte sie zusammen mit anderen Frauen aus dem Ort selbst gebacken. An einem Tisch konnten Kinder basteln und malen, vor dem Zelt wurde erzählt und natürlich die Drachen steigen gelassen.

Kräftiger Wind und immer wieder sonnige Ausblicke lockten am Dienstag zahlreiche Besucher zum diesjährigen Drachenfest nach Wulfersdorf. Auch Tauziehen war wieder angesagt.

„Der lag fast sechs Jahre in meiner Garage“, berichtete Alfred Gritke, immer den Blick auf seinen kleinen, aber wendigen bunten Drachen in der Luft gerichtet. Der Wulfersdorfer war mit seinen Enkeln zum Drachenfest gekommen, probierte den Luftikus aber auch selbst gerne aus. „Er muss eine bestimmte Höhe erreichen. Da oben ist die Thermik ganz anders, dann läuft alles von ganz allein“, erklärte er.

Alfred Gritke konnte seinen Drachen fast aus der Hand abheben lassen, so gut waren die Windverhältnisse. Das beobachtete auch Thomas Kurschat zufrieden. Das Ortsbeiratsmitglied hatte das Fest zum zweiten Mal dank vieler helfender Hände auf die Beine gestellt. „Vorher gab es Drachensteigen nur mal sporadisch“, blickte er zurück.

Für die kleinen Teilnehmer gab es ein „Drachendiplom“. Quelle: Christian Bark

Weniger optimal waren die dicken Regenwolken, die kurzzeitig für einen Schauer sorgten und die Besucher für wenige Minuten alle ins Zelt fliehen ließen. „Den Regen habe ich extra bestellt“, scherzte Kurschat nach dem Schauer. So konnte er sich der ungeteilten Aufmerksamkeit der Besucher gewiss sein und zum großen Tauziehen einladen. Dabei zogen nicht Mannschaft gegen Mannschaft, wie im vergangenen Jahr, sondern die Besucher den „Drachenexpress“. „7,5 Tonnen sind das samt Anhänger“, schätzte Matthias Menger. Zehn Meter bewegte sich der Traktor mit Wagen durch vereintes Ziehen in Richtung Festzelt. „Wichtig ist, dass alle gemeinsam Spaß haben“, freute sich Thomas Kurschat über zufriedene Gesichter nach dem Kraftakt. Zur Belohnung fürs Drachensteigen erhielt zudem jedes Kind ein „Drachendiplom“, auch als Animation fürs kommende Jahr.

Von Christian Bark

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