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Ostprignitz-Ruppin Von Loch zu Loch nach Molchow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Von Loch zu Loch nach Molchow
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00:28 14.12.2015
Der alte Unterbau ist noch vorhanden – darüber bröckelt’s. Quelle: Christian Schmettow
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Molchow

Alle Jahre wieder rückt der Neuruppiner Bauhof an, um den Mangel zu verwalten: So gut es geht fräsen die Männer in Orange den Asphalt rund um die gröbsten Schlaglöcher aus der einzigen Zufahrtsstraße nach Molchow, die nicht aus Schlamm besteht und von Autos benutzt werden darf.

In dieser Woche war es wieder so weit. Wer sich nicht an die provisorischen Tempo-30-Schilder hielt und den Fräslöchern geschickt auswich, der hatte schnell einen Schaden am Auto, denn die Löcher wurden nur nach und nach wieder mit Asphalt gefüllt. Auch am Freitagmorgen waren noch mehr als zehn offen.

Ortsvorsteler Uwe Schürmann. Quelle: Christian Schmettow

Dieter Puffer, Dirk Kerkhoff und viele andere Molchower sind die Flickschusterei leid. Sie fragen: Wann ist endlich mit einer grundlegenden Sanierung der Straße zu rechnen? Vor zehn Tagen noch verkündete der Ortsvorsteher Uwe Schürmann im Molchower Dorfcafé die frohe Botschaft: 2016 werde der Asphalt um vier Zentimeter abgefräst und die gesamte Straße eine neue Asphaltschicht bekommen. Das habe ihm die Neuruppiner Sachgebietsleiterin für Tiefbau, Uta Pirk, nach einem Vor-Ort-Termin am 1. Juli zugesagt und im Oktober noch einmal bestätigt. Seitdem habe er nichts mehr gehört. Jetzt stellt sich heraus: Vor 2020 wird keine neue Straße gebaut. „Es ist richtig, dass die Deckensanierung der Straße ursprünglich in die Finanzplanung aufgenommen werden sollte“, schreibt die Pressesprecherin der Stadt Neuruppin, Michaela Ott, auf MAZ-Anfrage. Weil die Stadt für die 900 Meter Fahrbahn nun mit Kosten von etwa 250 000 Euro rechne, sei „die Maßnahme in Anbetracht der Haushaltslage in der Finanzplanung bis 2019 aber nicht darstellbar.“ Gleiches gelte für den touristischen Fahrradweg im Wald zwischen Stendenitz, Molchow und Neumühle, der immer mehr zerbröckelt. Auf dem Fahrradweg sind zudem immer mehr Autos unterwegs, für deren Gewicht der Asphaltstreifen nicht ausgelegt ist.

Weitere Fragen der MAZ ließ Michaela Ott unbeantwortet: Ob es nicht billiger gewesen wäre, die 900 Meter Straße einmal neu zu asphaltieren, statt sie Jahr für Jahr flicken zu lassen; und warum die Stadt die 900 Meter Straße nicht schon vor sechs Jahren gleich mitmachen ließ, als der Kreis den sogenannten H-Weg nach Neumühle erneuern ließ und die großen Straßenbaumaschinen sowieso vor Ort waren.

Löcher sind bis zu 14 Zentimeter tief

Auch den Ortsvorsteher hätte es interessiert, wie viel Geld die Stadt in den vergangenen zehn Jahren in die übliche Flickschusterei investiert hat. Uwe Schürmann beklagt die Reparaturkosten für Autofahrer durch die tiefen Schlaglöcher – bis zu 14 Zentimeter Tiefe habe er selbst gemessen – und die Gefahr, die diese Löcher für Fahrradfahrer bedeuten. Weil viele Autofahrer nicht auf den unbefestigten Sommerweg ausweichen, werden Radfahrer zudem mit hohem Tempo und viel zu geringem Abstand überholt.

„Wir sind froh, dass die Maßnahme Reparatur Ortsverbinder nach Molchow noch in diesem Jahr umgesetzt werden kann, denn auch für die Molchower Bürgerinnen und Bürger stellt dies letztlich eine Verbesserung dar“, schreibt Michaela Ott. Uwe Schürmann kann sich „nicht so richtig darüber freuen, dass die Straße erneut nur geflickt wurde.“ Bedeute das doch, dass sein Dorf auf eine neue Fahrbahn wieder einmal länger warten muss als versprochen.

Von Christian Schmettow

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