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Von der Rüttelpiste zum Radweg

Marode Strecke von Wustrau nach Altfriesack wird ausgebaut Von der Rüttelpiste zum Radweg

Und es führt doch ein Weg zum Radwegausbau zwischen Wustrau und Altfriesack. Obwohl das Land noch vor Kurzem beteuerte, für die Sanierung kein Geld zu haben, soll die Strecke nun ab Frühjahr nächsten Jahres erneuert werden. Das hat jetzt der Landesbetrieb Straßenwesen der Kommune mitgeteilt.

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Vielen Radlern ist der Radweg zwischenWustrau und Altfriesack zu holprig. Sie fahren deshalb lieber auf der Landesstraße.

Quelle: Peter Geisler

Wustrau. Der Freude unter den Einwohnern von Wustrau und Altfriesack über die Nachricht sei groß, berichtet Ortsvorsteher Ingo Lamprecht - und dennoch bleibe eine Portion Skepsis. Denn schon einmal im Jahr 2012 mussten die Einwohner erleben, dass der versprochene Ausbau erst wenige Wochen vor dem geplanten Baubeginn wieder abgesagt wurde. Der Grund: Das Land hatte das für Wustrau reservierte Geld für andere Bauprojekte ausgegeben. Immerhin soll die Erneuerung über 400000Euro kosten. Freudensprünge werde er deshalb erst machen, wenn der Weg tatsächlich gebaut ist, so Lamprecht. "Und ein Restrisiko bleibt." Er gehe allerdings fest davon aus, dass es diesmal klappt. Der Grund für die Zuversicht: Der Landesbetrieb teilte mit, dass jetzt schon die Ausschreibung laufe. "Es wird auch höchste Zeit, dass hier etwas geschieht", sagt der Ortschef. Denn die Wustrauer kämpfen schon seit Anfang der 1990er Jahre um die Erneuerung der etwa zwei Kilometer langen Rüttelpiste, die neben der Landesstraße verläuft und aus falsch verlegten Betonplatten besteht.

Der Ausbau der Strecke ist nicht nur für den Radverkehr zwischen den beiden Dörfern wichtig. Nach seiner Sanierung ist auch der gesamte Ruppiner See für Radtouristen erschlossen. "Perfekt wäre es, wenn’s dann noch einen Weg zum Bahnhof in Radensleben gäbe. So könnten wir mehr Touristen zu uns holen", sagt Lamprecht. Für diese Anbindung will der Ortsvorsteher gemeinsam mit der Stadt Neuruppin weiter kämpfen. "Dass wir diesen Weg kriegen, ist aber eher utopisch", sagt Ingo Lamprecht.

Von Celina Aniol

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