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Ostprignitz-Ruppin Von wegen trockene Verwaltung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Von wegen trockene Verwaltung
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00:19 05.08.2017
Von Bücherabscannen bis zur Mitorganisation von Veranstaltungen – Vivien konnte in alle Bereiche des Bibliothekslebens eintauchen. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Zur „Leseratte“ ist Vivien Stahr während ihres freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) in der Wittstocker Stadtbibliothek zwar nach wie vor nicht geworden, dafür hat sie während ihrer Tätigkeit in der Einrichtung wertvolle Erfahrungen sammeln und viel lernen können, wie sie sagt. „Ich bin offener und selbstbewusster geworden“, stellt die 20-Jährige am Ende ihres FSJ fest.

Eigentlich hatte sie nach dem Abitur hauptsächlich deswegen in der Einrichtung angefangen, um Zeit bis zum Lehramtsstudium für die Sprachen Englisch und Spanisch sinnvoll zu überbrücken. Doch während des Jahres orientierte sich die junge Wittstockerin relativ rasch um. „Vorher habe ich immer gedacht, Verwaltung sei zu trocken“, sagt sie. Im Kontakt und Austausch mit der Stadtverwaltung habe sie während des FSJ jedoch gemerkt, dass die Tätigkeit für ihre Heimatstadt auch spannend und abwechslungsreich sein kann.

Und so hatte sich Vivien schon früh auf eine Lehrstelle in der Verwaltung beworben. Nach einem Einstellungstest und einem Bewerbungsgespräch hatte sie die Stelle bereits Ende des vergangenen Jahres sicher, wie sie berichtet. „Ein FSJ gerade in einer städtischen Einrichtung auf dem Lebenslauf kann da nicht geschadet haben“, vermutet die 20-Jährige. Zudem hätten ihr Freunde, die ebenfalls bei der Stadt lernen, Lust auf eine Ausbildung gemacht. „Für mich ist es die Möglichkeit, in meiner Heimat zu bleiben“, sagt Vivien. Und das vielleicht auch langfristig, sollte sie danach übernommen werden.

Aktuell betreut Vivien das Ferienprogramm in der Bibliothek. Hier malt sie mit Mariam (l.) und Laila Alsakka Mandalas aus. Quelle: Christian Bark

Das FSJ kann die Abiturientin nur empfehlen. „Es ist besonders etwas für Leute, die noch Orientierung suchen“, sagt sie. Fortbildung in verschiedenen Bereichen ermöglichten Blockseminare, die über den Bundesfreiwilligendienst angeboten werden. Und auch in der Praxis, also in der Bibliothek, hat Vivien sich stetig weiterentwickeln können. „Ich bin viel besser im Organisieren geworden“, sagt sie. Die Fähigkeit habe sie während des FSJ aber auch gebraucht. Schließlich betreute und betreut sie die jungen Kunden der Bibliothek. Nachmittags bietet sie ihnen Hilfe bei Hausaufgaben und gemeinsame Spiele an – ebenso in den Ferien. Einen ganzen Thementag hatte sie zum Welttag des Buches im April auf die Beine gestellt. „Das war mein Projekt“, blickt sie stolz zurück. Ein solches Projekt müsse jeder FSJler organisieren.

Das Freiwillige Soziale Jahr

Zwölf Monate dauert ein FSJ in der Regel. Es richtet sich an junge Leute zwischen 6 und 27 Jahren.

320 Euro Taschengeld gibt es im Monat sowie 26 Tage Urlaub auf das gesamte Jahr verteilt.

Mit einem Freiwilligenausweis bekommen FSJler ermäßigten Eintritt in Museen oder ermäßigte Fahrkartenpreise. Mehr Infos gibt’s im Internet unter www.bundesfreiwilligendienst.de

In der Wittstocker Bibliothek hat Vivien zudem gelernt, dass die Einrichtung nicht nur ein Ort zum Lesen oder Ausleihen ist, sondern ein echtes Kulturzentrum in der Dossestadt. Bei vielen Veranstaltungen wie Lesungen oder Vorlesewettbewerben hatte sie bei der Organisation geholfen. „Außerdem ist das Gebäude echt schön saniert“, schwärmt die 20-Jährige.

Ihren derzeitigen Arbeitsort wird Vivien im September gegen das Rathaus eintauschen. Dort fängt sie die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten zunächst im Büro des Bürgermeisters an, wie sie erklärt. danach gehe es ins Kulturamt, worauf sie sich besonders freue. „Ich habe aber keine Präferenz, was meine spätere Tätigkeit angeht“, betont sie.

Bevor Vivien aber die Bibliothek verlässt, will sie sich am 18. August ab 14.30 Uhr mit einer großen Party verabschieden. „Es wird Spiel-, Spaß- und Bastelaktionen geben“, kündigt sie an.

Von Christian Bark

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