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Ostprignitz-Ruppin Vorbereitung aufs Lehramtsstudium
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vorbereitung aufs Lehramtsstudium
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00:17 23.10.2016
Spielen, statt vor der Glotze sitzen: Auch in den Herbstferien hält Vivien Stahr (Mitte) ein buntes Programm bereit. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

„Wir haben in den Ferien immer viel vor der Glotze gesessen“, erinnert sich Vivien Stahr. Da sei es gut, wenn ein wenig Abwechselung geboten werde. Zum Beispiel mit Spielen, Büchern oder Bastelutensilien – so wie in ihrem Oktoberferienprogramm in der Wittstocker Stadtbibliothek.

Früher hatte die 19-Jährige wenig für Schere und Papier übrig, wie sie zugibt. Aber seitdem sie ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) in der Einrichtung absolviert, sei sie auf den Geschmack gekommen.

Den Geschmack getroffen hat die Abiturienten auch von Bibliotheksleiterin Georgia Arndt. „Es läuft super, Vivien kommt gut bei den Kindern an“, berichtet sie. Zunächst sei noch gar nicht klar gewesen, ob es in diesem und kommenden Jahr nach dem FSJ von Stuart Hubert erneut eine Betreuung für die jüngsten Bibliotheksbesucher geben würde. „Wir hatten bis August keine Bewerber“, blickt Georgia Arndt zurück.

Gute Vorbereitung auf späteren Traumberuf

1997 wurde Vivien Stahr in Pritzwalk geboren, wuchs dann in Wittstock auf und machte in diesem Jahr ihr Abitur am Wittstocker Gymnasium.

Englisch und Spanisch will die 19-Jährige später gerne als Lehrerin unterrichten. Erste pädagogische Erfahrungen holt sie sich während ihres freiwilligen sozialen Jahres in der Bibliothek.


Von Dienstag bis Freitag
bietet Vivien interessierten Kindern und Jugendlichen zwischen 14 und 16.30 Uhr ein Nachmittagsprogramm in der Stadtbibliothek. Dann wird gespielt, gebastelt und gelesen.


In den Herbstferien
erwarten die jungen Bibliotheksbesucher noch folgende Veranstaltungen mit Vivien: Heute wird ab 10 Uhr ein Memory-Spiel gebastelt, das dann ab 14.30 Uhr zusammen gespielt wird. Am Dienstag geht es ab 10 Uhr zum Thema „Ägypten“ kreativ her. Am Mittwoch werden Fußballstars und am Donnerstag Halloween-Dekorationen gebastelt. Nach einem Bilderrätsel am Vormittag folgt am Freitag ab 14.30 Uhr ein Origami-Bastelkurs.

Dann kam Vivien, die kurz zuvor ihren Wunschstudienplatz in Potsdam nicht bekommen hatte. „Spanisch hätte ich studieren können, aber für Englisch gab es zu viele Bewerber“, sagt sie. Stattdessen besucht sie nun einen Spanischkurs an der Volkshochschule der Dossestadt und sammelt für ihren späteren Traumberuf als Englisch- und Spanischlehrerin pädagogische Erfahrungen während des FSJ. „Das ging ziemlich schnell“, erinnert sich die 19-Jährige. Innerhalb weniger Tage hätte sie die Zusage für die Stelle gehabt.

Für Vivien ist es nun aber auch der erste Vollzeitjob mit jeder Menge Neuheiten und Herausforderungen. „Ich denke mir Programme für die Kinder aus, gestalte Flyer und helfe auch so im Bibliotheksalltag mit“, erklärt sie. Das biete ihr einen umfangreichen Einblick in die Einrichtung, die sie als Schülerin, wie sie zugibt, eher selten aufgesucht hat.

Kinder kommen gern zu Veranstaltungen

Regelmäßiger sind da schon Nico Karrass und Denise Grabowsky Gäste in der Bibliothek. So auch in den Herbstferien, wenn Vivien Stahr, wie ihre drei FSJ-Vorgänger schon, ein buntes Vor- und Nachmittagsprogramm für sie bereithält. „Ich könnte auch am Computer zocken, aber das wird mit der Zeit langweilig“, weiß der 11-jägrige Nico. Er sei auch einer der ersten gewesen, die sich über Vivien gefreut habe, wie die FSJlerin berichtet.

„Anfangs saß ich bei meinen Nachmittagsveranstaltungen sogar mal ganz allein hier“, blickt Vivien enttäuscht zurück. Doch dann seien immer mehr Kinder gekommen. Bis zu zehn junge Bibliotheksbesucher, meist im Alter zwischen elf und zwölf Jahren – und auffallenderweise viele Jungen – würden regelmäßig dabei sein.

Für die Zeit nach den Ferien hat Vivien auch schon Ideen, wie sie sagt. „Wir wollen noch Lampions basteln“, kündigt sie an. Vielleicht gebe es auch mal ein Sprachspiel, was sie gestalten will. Auch für Fragen bei Hausaufgaben sei sie offen. „Das geht viel fixer, wenn wir das hier gemeinsam machen und danach spielen können“, bietet sie an. Zudem sei die Hilfe bei Hausaufgaben wieder eine gute Vorbereitung auf ihr angestrebtes Lehramtsstudium.

Von Christian Bark

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