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Vorboten des Ausbaus der Autobahn 24

Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) Vorboten des Ausbaus der Autobahn 24

Voraussichtlich im kommenden Jahr wird der Bund damit beginnen, die Autobahn A 24 zwischen Kremmen und Neuruppin auszubauen. Die Fahrbahn soll komplett neu gebaut werden. Damit für die breitere Autobahn genug Platz ist, muss der Zweckverband Wasser/Abwasser Fehrbellin/Temnitz bereits jetzt Leitungen neu verlegen.

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Herzliche Grüße aus der Erde

Für die neue Abwasserdruckleitung wird bei Fehrbellin ein Tunnel unter der Autobahn hindurch gebohrt.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Besonders spektakulär sieht die Baustelle nicht aus: Ein Minibagger, ein paar Kleintransporter und eine Maschine, die ein Loch schräg in die Erde bohrt. Alles wirkt, als würde da an der Autobahn A 24 bei Fehrbellin wieder einmal irgendein Rohr verlegt. Aber es ist mehr. Es sind die Vorbereitungen für den lange angekündigten Ausbau der A 24, eines der Prestige­projekte von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Der Zweckverband Wasser/Abwasser Fehrbellin/Temnitz muss in diesen Tagen eine Abwasserleitung umverlegen, die Tarmow und Fehrbellin unter der Autobahn hindurch verbindet. „Wir sind vom Landesstraßenbetrieb aufgefordert worden, das jetzt zu tun“, sagt Ralph Bormann, der Chef des Zweckverbands. „Auftraggeber ist die Deges, die auch für den Ausbau der Autobahn zuständig ist.“

Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft (Deges) ist eine gemeinsame Firma des Bundes und der Länder. Sie war ursprünglich für einen Teil der sogenannten Verkehrsprojekte Deutsche Einheit zuständig: den Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen in Ostdeutschland und über die ehemalige Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland hinweg. Mittlerweile kümmert sich die Deges im Auftrag des Bundes überall in Deutschland um Verkehrsvorhaben von besonderer Bedeutung.

Private Investoren für 60 Kilometer Autobahn

Der Ausbau des nördlichen Berliner Rings bis zum Dreieck Havelland und der A 24 weiter bis Neuruppin gehören dazu. Die rund 60 Kilometer lange Strecke soll nach dem Willen des Bundesverkehrsministers von privaten Firmen finanziert und betrieben werden. Die Deges ist mit der Abwicklung des Verfahrens betraut.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die Verbreiterung der A 24 auf Hochtouren. In diesem Jahr können sich Firmen und Firmenkonsortien um diesen Abschnitt der Autobahn bewerben. Bis Ende des Jahres soll dann eine Entscheidung fallen, welche Unternehmen den Zuschlag bekommen.

Die Firmen müssen sich bereiterklären, den Neubau der A 24 auf diesem Abschnitt zu finanzieren und für die kommenden 30 Jahre alles in Schuss zu halten. Im Gegenzug sichert der Bund den Unternehmen jährliche Abschlagszahlungen zu. Dobrindt erhofft sich, dass der Ausbau mit privatem Geld schneller vorankommt als mit dem Steuergeld. Die Firmen erhoffen sich eine lohnende Rendite. Skeptiker warnen, die Kosten könnten mit privaten Investoren deutlich steigen.

Zwei Fahrspuren und ein breiterer Seitenstreifen, der befahrbar ist

Geplant ist, die A 24 zwischen Kremmen und Neuruppin völlig neu zu bauen. Auch künftig soll es in jede Richtung zwei Fahrspuren geben. Hinzu kommt ein 3,75 Meter breiter Seitenstreifen, der mit großen Ampeln bei viel Verkehr als dritte Spur freigegeben werden kann. Die Deges rechnet damit, dass der Ausbau 2018 beginnt.

Damit die Autobahnbauer genügend Platz haben, muss der Zweckverband zwei Leitungen verlegen lassen: Zwischen Neuruppin und Tarmow entsteht eine neue, tiefer liegende Abwasserdruckleitung, bei Linum wird in diesen Tagen eine Trinkwasserleitung umverlegt.

Von Reyk Grunow

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