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Vorgeschmack auf „Schöller“ in Wusterhausen

Theater auf dem Marktplatz Vorgeschmack auf „Schöller“ in Wusterhausen

Zu wenige Zuschauer kamen für ein zu gutes Theaterstück auf den Marktplatz von Wusterhausen. Zu sehen gab es „Der böse Geist Lumpazivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt“ von Johann Nestroy – eines der berühmtesten Stücke des Wiener Volkstheaters. Wer dieses Open-Air-Ereignis verpasste, für den gibt es demnächst eine Chance, um wiederzukommen.

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Vor dem Rathaus wurde bei bestem Sommerwetter unter freiem Himmel gespielt.

Quelle: Matthias Anke

Wusterhausen. Dass im vergangenen Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft dazwischenfunkte, ließ sich als Grund anerkennen, dass weniger Besucher zum Sommertheater auf den Wusterhausener Marktplatz kamen, als damals ansonsten möglich gewesen wären. Dieses Mal dürfte nun auch noch spätabendliches Badewetter als Erklärung taugen und die Sommerferienzeit ohnehin, weshalb am Freitagabend nahezu die Hälfte aller Sitzplätze auf der Freifläche vor dem Rathaus leer blieben.

Die gut 60 Gäste aber dürften allen Abwesenden nun längst mitgeteilt haben, was sie dort verpassten: „Der böse Geist Lumpazivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt“ von Johann Nestroy – eines der berühmtesten Stücke des Alt-Wiener Volkstheaters. Kurz: Wein, Weib und toller Gesang mit Klavierbegleitung und Klarinetten-Solos obendrauf.

Obendrein gab es Klarinetten-Solos vor dem Rathaus von Wusterhausen

Obendrein gab es Klarinetten-Solos vor dem Rathaus von Wusterhausen.

Quelle: Matthias Anke

Das Stück gehörte zur diesjährigen Tournee des „Theater 89“ durch 15 Mitgliedsorte der Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne im Land Brandenburg, gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Dass sich die Geldausgabe trotz der geringen Besucherzahl lohnte, davon überzeugte sich auch Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD), der unter den Gästen ebenso weilte wie Peter Schroth, der Leiter der Schöller-Festspiele im benachbarten Neustadt. Traditionell gastiert „Schöller“ schließlich mit einem Mobiltheater auch in Wusterhausen, Kyritz und Gumtow. „Sehen Sie diese Stück als Einstimmung auf die Schöller-Festspiele in eineinhalb Wochen“, begrüßte denn auch Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank das Publikum auf seinem Marktplatz, darunter viele Mitglieder des örtlichen Kulturvereins.

Göttin Fortuna schwebt herab

Sie verfolgten, wie Göttin Fortuna herabschwebte, um drei vorstädtischen Wiener Handwerkern eine Glückszahl zu verkünden. Sie sollten 100 000 Taler gewinnen, um anschließend in die Welt zu ziehen, wo sie, jeder auf seine Art, ihr Glück fanden – oder eben wieder verloren. Werden sie am Ende gute Menschen, so sollte der böse Geist Lumpazivagabundus von der Erde verbannt werden. So galt die Wette in der Feenwelt.

Da ahnten die Handwerker noch nicht, welcher Geldsegen auf sie wartet

Da ahnten die Handwerker noch nicht, welcher Geldsegen auf sie wartet.

Quelle: Matthias Anke

Seit 2010 veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft historischer Stadtkerne zusammen mit der freien Formation „Theater 89“ solche Sommertheateraufführungen. Sie sind dabei nur eine Stadtkerne-Aktion von vielen, wie etwa das „Denkmal des Monats“, die „Schaustelle Stadtkern“ oder der „Historische Adventskalender“. Von den 31 Mitgliedsstädten kamen dieses Jahr für das Theater 15 zum Zuge, darunter auch Perleberg im Juli und demnächst, am Donnerstag, 27. August, ab 19.30 Uhr und bei sogar freiem Eintritt erneut auch in Rheinsberg auf dem Kirchplatz.

Während Wusterhausen zum vierten Mal dabei war, machen die Tucholsky-Städter seit Anbeginn mit. Bisher gab es die Stücke „Max und Moritz“ (2014), „Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte“ (2013), „Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen“ (2012), der „Prinz von Homburg“ (2011) sowie „Tartuffe“ (2010).

Abschlussbild des Stückes „Lumpazivagabundus“

Abschlussbild des Stückes „Lumpazivagabundus“.

Quelle: Matthias Anke

Von Matthias Anke

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