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Vorhang auf für "Karotte"

Gaby Weißenfels ist mit ihrem Puppentheater von Bayern nach Freyenstein gezogen Vorhang auf für "Karotte"

Ihre Theatererfahrung hat Gaby Weißenfels an der Staatsoper Berlin und im Berliner Ensemble gesammelt. Nun ist die gebürtige Schwedterin Straubing im Bayerischen Wald nach Freyenstein gezogen - und zeigt dort ihre bemerkenswert lebendig wirkenden Puppen.

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Die Protagonisten von Gaby Weißenfels Puppentheater "Karotte" wirken erstaunlich lebendig.

Quelle: Madlen Wirtz

Freyenstein. König Florian der Zweite aus dem Hause Mittelschwach ist zu jung zum Regieren. Deshalb will ihm seine Tante dabei helfen. Sie hat einen Plan ausgeheckt: Der junge König soll seine Cousine heiraten. Dieses Angebot lehnt er aber ab. Daraufhin verwandelt seine Tante ihn und seine beiden Schwestern in Frösche. Die drei Frösche wohnen dann in einem Brunnen. Dort liegt jedoch Müll herum. Und manchmal bekommt ein Frosch Gegenstände auf den Kopf. Eine asiatische Prinzessin wirft gelegentlich Handys und andere Dinge in den Brunnen. Sie hat Spaß daran, die Dinge in der Tiefe des Brunnens plätschern zu hören.

Grimms Märchen vom Froschkönig interpretiert die Puppenspielerin Gaby Weißenfels vom Puppentheater "Karotte" auf eine etwas andere Art. Mit dem Stück hat sie am Sonntag ihre neue Spielstätte im ehemaligen Kantoratsgebäude in Freyenstein eröffnet. Der Text, die Bühne, die Bilder und die Figuren stammen alle von ihr. Die gebürtige Schwedterin macht in ihrem Puppentheater alles selbst. Die Figuren sind aus bunt-glänzendem Stoff und beflügeln die Fantasie. Dabei wirken sie nicht gekünstelt, sondern sehr lebendig. Gaby Weißenfels kann ihren Figuren das gewisse Etwas einhauchen. Diese Fähigkeit verdankt die Puppenspielerin ihrem Geschick auf dem Gebiet der Theaterplastik. Ihre ersten Theatererfahrungen sammelte sie an der Staatsoper Berlin und im Berliner Ensemble.

Seit 1990 tourt sie nun mit ihrem mobilen Puppentheater "Karotte" durch die Lande. Sie lebte lange in Neuruppin, in Berlin und zuletzt in Straubing im Bayerischen Wald, wo sie immer noch ein Standbein hat. Die Verbindung in die Region hat sie aber nie verloren. Sie spielte regelmäßig in Neuruppin und bei der Langen Nacht der Künste in Rheinsberg. Jetzt will sie in der Region wieder Fuß fassen. Sie wolle den "Rückflug" nach Brandenburg antreten, sagt sie. Im April kaufte sie daher ehemalige Kantoratsgebäude. Sie habe große Räume für ein Theater und die Werkstatt gesucht, da habe sich ein Kirchengebäude angeboten.

Die Kirchengemeinde ist derweil in das Pfarrhaus gezogen. "Es war ein guter Übergang", sagt Birgit Kanzler, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates: "Wir sind froh, dass wir schnell einen Käufer für das Haus gefunden haben. Und wir sind glücklich, dass Frau Weißenfels hier eingezogen ist", sagt sie. Am Sonntag konnten die Einwohner von Freyenstein sich die baulichen Veränderungen im Kantoratsgebäude ansehen ‒ denn selbstverständlich hatte Gaby Weißenfels sie als Erste zur Vorstellung eingeladen.

Über das Programm des Puppentheaters können sich nun erst einmal die Mädchen und Jungen aus den Kindereinrichtungen in Wittstock und der Gemeinde Heiligengrabe freuen. Am Dienstag, Mittwoch und Freitag geht für sie der Vorhang auf. Der Galerist Guido Heller hatte bereits Anfgang des Jahres diesen Spielplan für die Kitas festgemacht. Gaby Weißenfels spielt für die Kinder Märchen wie "Der Froschkönig", "Rotkäppchen"oder "Der gestiefelte Kater". Ihr Repertoire ist aber umfangreicher: Sie hat auch Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" für Erwachsene sowie Kriminalgeschichten im Programm.

Von Madlen Wirtz

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