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Ostprignitz-Ruppin Vortrag über Gletscher, Gräber und Germanen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vortrag über Gletscher, Gräber und Germanen
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16:09 26.02.2017
Nach seinem Vortrag zeigte der Bodendenkmalpfleger Manfred Teske (r.) einige Fundstücke und beantwortete die Fragen der Gäste. Quelle: André Reichel
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Berlitt

Wie kaum ein anderer hat sich der Wusterhausener Bodendenkmalpfleger Manfred Teske um die Erforschung der Heimatgeschichte des Altkreises Kyritz verdient gemacht. Erst im November vergangenen Jahres feierte Teske seine 50-jährige Tätigkeit als Bodendenkmalpfleger. In diesem Zeitraum und auch schon davor hat der heute 77-Jährige unzählige Entdeckungen aus fast allen Epochen menschlicher Besiedlung gemacht. Außer Acht gelassen hat der Heimatfreund aber auch nie die geologischen Vorgänge, die das Landschaftsbild formten.

Von all dem berichtete Manfred Teske in einem über einstündigen gut besuchten Lichtbildervortrag, den er am Sonnabendnachmittag im Gemeindesaal des Berlitter Schlosses hielt. Besondere Aufmerksamkeit widmete der Heimatforscher dabei jenen Entdeckungen, die im näheren Umfeld von Berlitt gemacht wurden.

Mit rund 5000 Jahren war dieses Beil aus rostrotem Feuerstein das älteste Fundstück, das Manfred Teske den Vortragsbesuchern vor Ort zeigte. Quelle: André Reichel

Teskes Zeitreise führte die Gäste zunächst zurück in die Eiszeit als vor rund 12 000 Jahren das Gletschereis zu schmelzen begann und in diesem Zuge Wasser und Wind unsere Landschaft formten. Menschen ­lebten in dieser Altsteinzeit genannten Phase zwar noch nicht in der ­Region, so Manfred Teske, doch die durch das Eis hierher transportierten Gesteine bildeten später eine lebenswichtige Grundlage, weil daraus unter ­anderem Werkzeuge hergestellt wurden.

Die ältesten bekannten menschlichen Zeugnisse in der Region sind rund 9000 Jahre alte Gerätschaften eines Siedlungsplatzes, der bei Meliorationsarbeiten am Rhin bei Friesack entdeckt wurde. Manfred Teske war seit Ende der 1960er Jahre in der Melioration tätig und hielt bei der Flussregulierung von Dosse, Jäglitz und Königsfließ immer die Augen offen. „Meine Kollegen und ich entdeckten dabei viele Siedlungsstellen und Fundobjekte“, sagte Manfred Teske.

Fotos von jungsteinzeitlichen Urnengräbern

Umfassend wurde die Region erst vor rund 7000 Jahren in der Jungsteinzeit besiedelt, als es Klima und Vegetation zuließen. Unterschiedlichste Werkzeuge, vorrangig aus Feuerstein gefertigt, hatte Manfred Teske überall im ehemaligen Kreis Kyritz gefunden. Abbildungen davon präsentierte der Heimatforscher und erklärte deren Funktion. Teske zeigte auch Fotos von jungsteinzeitlichen Urnengräbern, die in den 1970er Jahren in einer Kiesgrube bei Wilhelmsgrille entdeckt und von ihm ausgegraben wurden. Steinzeitliche Gräber wurden vor 100 Jahren auch an einem großen Findling ebenfalls bei Wilhelmsgrille freigelegt.

Funde aus der Bronzezeit, die bei uns etwa vor 4000 Jahren begann und um 800 vor unserer Zeitrechnung endete, machte der in Rehfeld aufgewachsene Manfred Teske bereits als Kind. In einer Kiesgrube fand er damals Urnenreste. „Dieser Fund weckte meinen Forschergeist“, meinte Teske. Die Germanen müssen sich in Berlitt sehr wohl gefühlt haben, stellte Teske anschließend fest. Schon vor gut 100 Jahren fand man oberhalb des Dorfes ein Urnengräberfeld mit Waffen und Kettenpanzern als Beigaben für die verstorbenen Krieger. Die Siedlung dazu stellte Teske in Berlitt entlang der Dorfstraße beim Bau einer Wasserleitung in Form von Hausgruben fest. Fast an gleicher Stelle lebten später auch die Slawen in Berlitt.

Von André Reichel

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