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Vorzeigekita im ausgezeichneten Objekt

Baukulturpreis in Wittstock Vorzeigekita im ausgezeichneten Objekt

Die Mädchen und Jungen der Kita „Kinderland“ in Witttsock leben in einem ausgezeichneten Objekt. Ihm ist jüngst der Brandenburger Baukulturpreis verliehen worden. Der Glaskasten in luftiger Höhe zwischen den beiden Gebäuden ist der Lieblingsplatz der Kids.

16909 Wittstock Kirchplatz 53.162274 12.4853045
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Ein Platz auf der Rutsche ist immer begehrt. Links sind die Backsteine des Neubaus zu sehen.

Quelle: Ruch

Wittstock. Der Glaskasten ist schon lange der Lieblingsplatz für die Mädchen und Jungen in der Kita „Kinderland“ in Wittstock. Wenn sie da oben zwischen den beiden Häusern entlanglaufen, liegt ihnen der Kirchplatz zu Füßen. Schnell winken sie von dort noch ihren Eltern zu oder beobachten, wie die benachbarte Sankt-Marien-Kirche für eine Hochzeit geschmückt wird.

Nebensache scheint für die 30 Krippen-, 70 Kindergartenkinder und 140 Hortbesucher jedoch ein besonderes Ereignis zu sein: Vergangene Woche erhielt die Kita den begehrten und alle zwei Jahre ausgelobten Baukulturpreis des Landes Brandenburg (die MAZ berichtete). Das Berliner Architekturbüro um Tim Kleyer und Alexander Koblitz gewann den mit 15 000 Euro dotierten Preis. Natürlich verfolgten die Kleinen aus insgesamt sechs Nationen, wie ein Kamerateam durch die Etagen zog und den anspruchsvollen Umbau unter die Lupe nahm. „Es gab 60 Mitbewerber für den Baukulturpreis“, weiß Erzieherin Carmen Settgast. Und: „Das ist schon eine Vorzeigekita und wir haben gehofft, dass es auf diesen Preis hinausläuft.“ Erzieherin Petra Knorn hat eine ganz besondere Bindung zu der Einrichtung. Von 1966 bis 1974 besuchte sie dort die Schule II. Auch andere der insgesamt 23 Erzieherinnen kennen das Gebäude noch aus der eigenen Schulzeit.

Die Uhren in der Kita sind international ausgerichtet

Die Uhren in der Kita sind international ausgerichtet. Kinder aus sechs Nationen besuchen die Einrichtung.

Quelle: Christamaria Ruch

Beide Erzieherinnen verraten sogleich ihren Lieblingsraum in dem großen Gebäudekomplex. Das Kinderrestaurant im Erdgeschoss ist auch für sie beliebter Treffpunkt. „Die Kinder helfen beim Vorbereiten von Frühstück und Vesper.“ In den Räumen des heutigen Restaurants wohnte einst der Hausmeister der Schule II.

In der Werkstatt wird gesägt, natürlich unter Aufsicht und mit Hilfe der Erzieherin

In der Werkstatt wird gesägt, natürlich unter Aufsicht und mit Hilfe der Erzieherin.

Quelle: Christamaria Ruch

Doch auch die Werkstatt oder die anderen Themenräume für Musik, Bewegung, Mathe und Naturwissenschaft liegen bei den Kindern hoch im Kurs. „Wir arbeiten in offenen Gruppen und nach den Grundsätzen der elementaren Bildung“, sagt Petra Knorn. Die Kinder entscheiden alleine, welche Angebote sie in welchen Räumen nutzen. „Dieses neue Erziehungskonzept ist schon eine Herausforderung für uns alle und wir lernen immer noch dazu“, räumt Knorn ein. Denn: „Vieles müssen wir dabei einfach aushalten und den Kindern zutrauen.“ Dabei denken Knorn und Settgast etwa an die Werkstatt, wo Säge und Schraubstock zur Grundausrüstung gehören. Wohlbemerkt: Dort ist noch kein Unfall passiert.

Im Musikraum ist Bewegung beim Tanzen angesagt

Im Musikraum ist Bewegung beim Tanzen angesagt.

Quelle: Christamaria Ruch

Die Herausforderung beim Umbau bestand darin, dass zum einen die Bausubstanz erhalten bleibt und zum anderen alle rechtlichen Vorschriften für den Einbau des Aufzugs, Brandschutz oder Heizungsanlage eingehalten werden“, sagt Jean Dibbert, Wittstocks Stadtsprecher. Ursprünglich war der Backstein-Neubau an der Südseite gar nicht geplant. „Doch die Architekten haben schnell gemerkt, dass die neuen baulichen Anforderungen im alten Gebäudekomplex nicht umzusetzen waren“, so Dibbert.

Augenweide und ein guter Platz zum Herumtollen

Augenweide und ein guter Platz zum Herumtollen: die Glasverbindung zwischen beiden Häusern.

Quelle: Christamaria Ruch

Dass am Ende allerdings ein Objekt mit einem Neubau beim Baukulturpreis die Nase vorn haben wird, hatte auch Dibbert nicht vermutet. Zur technischen Ausstattung gehören Niedrigtemperaturheizung, Fußboden- und Deckenheizung, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie Barrierefreiheit dank Fahrstuhl und Treppenlift.

Von Christamaria Ruch

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