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Wahlplakat-Brand: Dritter Verdächtiger stellt sich

Rheinsberg Wahlplakat-Brand: Dritter Verdächtiger stellt sich

Es gibt einen dritten Tatverdächtigen im Fall der mutmaßlichen Brandstiftung an einem großen Wahlplakat n Rheinsberg. Auch dieser Tatvedächtige stammt aus den Reihen der Feuerwehr und hat sich selbst gestellt. Statt der Kriminalpolizei ermittelt nun doch der Staatsschutz.

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Viele Plakate des Bürgermeisterkandidaten Frank-Rudi Schwochow sind zerstört worden.

Quelle: Andreas Vogel

Rheinsberg. Ein weiteres Mitglied der Rheinsberger Feuerwehr hat sich im Fall der mutmaßlichen Brandstiftung an einem Wahlplakat im Zentrum der Prinzenstadt bei der Polizei gemeldet. Das bestätigt auf MAZ-Nachfrage Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Der 18-Jährige steht nun im Verdacht, an der Tat Mitte September, bei der ein großflächiger Aufsteller vollständig abgebrannt ist, beteiligt gewesen zu sein. Bisher sprach die Polizei von zwei mutmaßlichen Feuerlegern, die aus den Reihen der Brandschützer stammen, sich kurz nach dem Brand selbst gestellt haben und mittlerweile vom Dienst suspendiert sind. Sie sind 15 und 18 Jahre. Der dritte Feuerwehrmann sei zum gleichen Zeitpunkt bei der Polizei erschienen, so Röhrs. Nur an die Pressestelle sei das nicht übermittelt worden.

Es geht um dieses Wahlplakat

Es geht um dieses Wahlplakat.

Quelle: privat

Staatsschutz ermittelt doch weiter

Die Sprecherin korrigiert zudem einen weiteren Fakt. Bisher hieß es, dass der Staatsschutz den Fall überprüft und an die Kriminalpolizei abgegeben hat, da es sich um keine politisch motivierte Tat gehandelt haben soll. Dörte Röhrs sagt nun, dass der Staatsschutz die Aufgabe doch in seiner Zuständigkeit behalten hat und weiter ermittelt.

Mit dessen Mitarbeitern hat sich jetzt auch der Geschädigte erneut unterhalten. Es geht dabei um Frank-Rudi Schwochow, dessen rund 350 Plakate für die Bürgermeisterwahl in Rheinsberg im großen Umfang zerstört wurden oder verschwunden sind. Der Schaden beläuft sich dabei nach seinen Angaben auf mehrere Tausend Euro. Schwochow berichtet, dass die Tatverdächtigen gegenüber der Polizei die Brandstiftung in Rheinsberg, aber auch das versuchte Anzünden eines Aufstellers in Zühlen sowie die Zerstörung weiterer Plakate gestanden haben sollen. Auch ihm gegenüber hätten die drei Feuerwehrleute in einem persönlichen Gespräch die Taten zugegeben. Dabei sei die Rede vom Vandalismus an etwa 150 Plakaten gewesen. Schwochow glaubt, dass die jungen Rheinsberger nicht aus eigenem Antrieb die Taten begangen haben. Dass es Hintermänner gibt, die ihnen 1000 Euro angeboten haben sollen, das hätten die Tatverdächtigen ihm gegenüber auch schriftlich kundgetan, sagt Schwochow.

Frank-Rudi Schwochow

Frank-Rudi Schwochow.

Quelle: Julia Reinke

Schwochow kritisiert „wüste Beschuldigungen“

Die Taten bezeichnet Schwochow als einen Fehler, den man geradebiegen kann. „Ich möchte ihnen nicht das Leben verbauen“, sagt er. Er habe ihnen auch das Angebot gemacht, die Sache zu vergessen, wenn sie reinen Tisch machen. Sprich: Genau berichten, wer sie zu den Taten angestiftet hat. Darauf seien sie aber kaum eingegangen, stattdessen hätten sie „wüste Beschuldigungen“ ausgesprochen, die fadenscheinig seien.

Schwochow tritt am 15. Oktober in einer Stichwahl um den Chefposten im Rheinsberger Rathaus gegen den Amtsinhaber Jan-Pieter Rau (CDU) an. Bei der Wahl am 24. September, bei der vier Bürgermeisterkandidaten angetreten sind, bekam Schwochow 39,7 Prozent der Stimmen und somit sechs Prozent mehr als Rau. Polizeisprecherin Dörte Röhrs geht nicht davon aus, dass bis Mitte Oktober die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Von Celina Aniol

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