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Ostprignitz-Ruppin Waldkirche in Darsikow eingeweiht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Waldkirche in Darsikow eingeweiht
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00:17 26.05.2016
Stephan Scheidacker begrüßt die Gäste zum Gottesdienst. Quelle: Felsch
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Darsikow

Die dörfliche Stille, die sonst in dem kleinen Ort Darsikow herrscht, wurde am Sonntag von Glockengeläut und Kirchengesang übertönt. Feierlich gestimmt strömten die Menschen in das kleine Gotteshaus.

Dort, wo vor wenigen Jahren noch die Decke ihre Eingeweide frei gab und die Kirche fast in ihre Einzelteile zerlegt wurde, begrüßten die Jagdhornbläser des Putlitzer Posaunenchores von der Empore die rund 100 Besucher, die diesen besonderen Tag miterleben wollten.

Begrüßt wurden die Gäste von Pfarrer Stephan Scheidacker. Er erinnerte sich an das Jahr 2008, in dem er als Vertreter der Kirche ein wichtiges Schriftstück unterzeichnete. Damit gab die Landeskirche das Gotteshaus in die Hände des Vereins „Kleine Kirche Darsikow“.

In den 1970er Jahren die letzten Gottesdienste in der Kirche

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts fanden in der Darsikower Kirche die letzten Gottesdienste statt, danach fiel sie in einen langen Dornröschenschlaf. Seitdem ist viel passiert in Darsikow. 2009 wurde der Verein gegründet und das Erwachen begann. 2012 konnte mit der Dachsanierung begonnen werden, Fassade, Decke und Fenster folgten. Ein Jahr später begannen die Arbeiten an Wänden und Fußboden, Stromkabel wurden neu verlegt. Im Herbst 2014 konnte mit der Farbrestauration begonnen werden.

Die kleine Waldkirche ist nun restauriert: Der Kirchturm saniert, der Dachstuhl erneuert, die Decke verputzt, die Fenster originalgetreu restauriert und eingebaut. Das Gestühl nach historischem Vorbild gestrichen, es war am Sonntag mit kleinen Blumensträußen und Schleifen geschmückt.

„Wir haben uns heute zur Kirchweihe zusammengefunden“, sagte Pfarrer Scheidacker. „Darsikow hat sein Gotteshaus zurück, in dem schon unsere Vorfahren festliche Gottesdienste gefeiert haben. Und auch in Zukunft wird sein Wort hier nun wieder gehört werden können. Wir bitten um den Segen für dieses Haus, möge es das wieder werden, was es früher war.“

„Gelobet sei mein Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben“, so klang es aus der weit geöffneten Kirche. Wie bei besonderen Anlässen, wurde der Gottesdienst nach draußen übertragen. Die Freude über den gelungenen Abschluss des Wiederaufbaus war an diesem Tag deutlich zu spüren. Da machte es auch nichts, dass die Organistin zu spät kam. Der Gesang war dennoch weithin zu hören.

Unter den großen Bäumen saßen die Gäste, die in der Kirche keinen Platz mehr gefunden hatten. Dort wo später das Festmahl aufgetischt wurde, mischte sich am Vormittag das Vogelgezwitscher in die Predigt.

Von Cornelia Felsch

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