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Ostprignitz-Ruppin Waldschule startet bald durch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Waldschule startet bald durch
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02:15 08.05.2017
Waldschul-Leiterin Kathi Schmidt (l.) ist regelmäßig in Kitas und Schulen der Region zu Gast. Quelle: privat
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Karnzow

Gegenwärtig hält sich der Reiz der Natur wetterbedingt in Grenzen. Auch an der Waldschule in Karnzow ist es auffällig ruhig. Dabei läuft die Saison dort schon seit dem Frühlingsbeginn. „Im Moment fahr ich viel raus zu den Kitas und Schulen“, berichtet Kathi Schmidt als Leiterin der Einrichtung. Denn in der Waldschule selbst sind die Handwerker zu Gange.

Neue Räume für allerlei Aktivitäten

2016 wurde das Haus als Übergangswohnheim für Flüchtlinge genutzt. Nun folgen Umbaumaßnahmen. Auch das Angebot ändert sich. „Übernachtungen finden nicht mehr statt“, erklärt Kathi Schmidt beispielsweise. Aber dafür entstünden nun Räume für eine Holzwerkstatt, fürs Mikroskopieren und für Schulungen. Auch die vielen Ausstellungstücke bekommen bessere Plätze. „Und dann bin ich noch dabei, einen Fünf-Sinne-Raum einzurichten.“

Seit die Prignitzerin vor zwei Jahren die forstpädagogische Einrichtung übernahm, ist sie mit solchen Veränderungen beschäftigt. Das macht sich auch bei ihren aktuellen Besuchen in den Bildungseinrichtungen der Region bemerkbar. „Das Basteln mit Naturmaterialien lasse ich jetzt meistens außen vor. Es gibt doch so viel Spannendes in der Natur.“ Sie versucht, den Kindern die heimische Pflanzen- und Tierwelt zu vermitteln, untersucht mit ihnen per Lupe Moos oder Schnecken, lauscht auf Vogelstimmen. In der Wusterhausener Grundschule trifft sich seit einiger Zeit sogar alle zwei Wochen eine eigene Schüler-AG. „Da haben die Kinder schon gefragt, ob wir die Zeiten nicht verlängern können. Zwei Stunden sind ja nicht viel.“ Mit vielen Kitas bestehen zudem nach wie vor Kooperationsvereinbarungen.

Wissensvermittlung mit Spaß

In Karnzow selbst laufen die Aktivitäten derzeit etwas auf Sparflamme, aber nicht mehr lange. „Das Haus soll zum Sommer fertig sein“, erwartet Kathi Schmidt. „Wir haben ein ganz neues Programm. Das ist alles ganz auf den Wald bezogen.“ Wissensvermittlung solle dabei unbedingt Spaß machen. Viel Bewegung und das Entdecken stünden im Mittelpunkt. Und bei all dem gehe man natürlich auch gern auf spezielle Interessen der Besucher ein. „Wenn die sagen, sie haben im Unterricht gerade den Fuchs, dann mache ich auch was mit dem Fuchs.“

Höhepunkt wird sicherlich wieder das Sommerferienprogramm mit einem „Indianerlager“ vom 24. bis 28. Juli. Täglich von 9 bis 15 Uhr sind Kinder dann in Karnzow willkommen: zum Holzgeschirrbasteln, zu Wanderungen und Hüttenbau, Schnitzen und Tarnen. „Alles, was so ein Indianer können muss“, sagt Kathi Schmidt. „Die Kinder bezahlen nichts – nur das Mittagessen.“

Eltern oder auch Jugendeinrichtungen, die sich für das Programm der Waldschule interessieren, können unter 033971/8 82 56 oder
kathi.schmidt@lfb.brandenburg.de Kontakt aufnehmen.

Von Alexander Beckmann

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