Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -9 ° Schneeschauer

Navigation:
Waldschule startet mit neuem Programm durch

Karnzow Waldschule startet mit neuem Programm durch

Die Waldschule in Karnzow ist seit über 20 Jahren eine Institution, die von vielen Kindern und Jugendlichen immer gern besucht wurde. Vom Herbst 2015 an waren dort allerdings Flüchtlinge untergebracht. Nachdem sie wieder ausgezogen sind, wurde das Haus renoviert und die neue Leiterin startet nun mit neuem Programm in die kommende Saison.

Voriger Artikel
„Kassandra“ im Kulturhaus
Nächster Artikel
Diskussion: Bald mehr Verkehr in der Innenstadt?

Kathi Schmidt ist seit September 2015 die neue Leiterin der Waldschule in Karnzow

Quelle: André Reichel

Karnzow. Die Waldschule in Karnzow ist nun keine Flüchtlingsunterkunft mehr. Im Herbst 2015 wurden dort rund 40 Flüchtlinge untergebracht. Nach zwei Jahren, im Oktober vergangenen Jahres, verließ der letzte Flüchtling das Objekt wieder. Frisch renoviert und mit vielen neuen Angeboten steht die waldpädagogische Einrichtung seit kurzem für Kitakinder, Schüler und allen anderen Interessierten offen.

Kathi Schmidt kam genau zu dieser Zeit als neue Leiterin der waldpädagogischen Einrichtung nach Karnzow, als die Flüchtlinge einquartiert wurden. „Da wurde das Haus erst einmal anderweitig genutzt“, sagt Kathi Schmidt. Zuvor hatte die Waldpädagogin in der zwischen Wittenberge und Lenzen gelegenen Waldschule in Gadow gearbeitet. In die sieben Kilometer nordöstlich von Kyritz gelegenen Waldschule der Oberförsterei Neustadt in Karnzow wechselte Kathi Schmidt, weil die Stelle dort vakant war.

c9c93cb6-0b2f-11e8-9690-9eb5746d5fda

Die Waldschule in Karnzow ist frisch renoviert und hat zudem eine neue Leiterin, die ein umfangreiches Programm erstellt hat. Nun startet die Einrichtung der Oberförsterei Neustadt in die kommende Saison.

Zur Bildergalerie

Die Perlebergerin machte aus der besonderen Situation in Karnzow das Beste. „Ich knüpfte Kontakte zu Kitas und Schulen“, berichtet die 46-jährige. Mit der Kita in Lögow, der Kyritzer Kita „Spatzennest“, der Kita in Holzhausen und einigen anderen Einrichtungen des Altkreises Kyritz hat die Waldschule in den vergangenen beiden Jahren einen Kooperationsvertrag geschlossen. „Für jeder Jahreszeit habe ich ein spezielles Programm entwickelt und fahre damit dorthin“, erzählt Kathi Schmidt.

In der Wusterhausener Grundschule ist die Waldpädagogin alle zwei Wochen und arbeitet dort mit den Schülern der 3. und 4. Klasse in der Arbeitsgemeinschaft „Expedition Natur“. Immer, wenn das Wetter es zuließ, betreute Kathi Schmidt Kindergruppen aus Kyritz, Gumtow und sogar aus Neuruppin im Freigelände der Waldschule. Auch die sechs Kinder der Geflüchteten wurden, wenn sie wollten, mit in die Aktivitäten in der Natur einbezogen. In einem Nebengebäude konnten aber auch Veranstaltungen stattfinden.

Hausbesuche in Kitas und Schulen

Die Zeit, in der in Karnzow die Flüchtlinge untergebracht waren, nutzte Kathi Schmidt nicht nur für Hausbesuche in Kitas und Schulen. „Ich erstellte auch ein neues Konzept und kombinierte Altbewährtes mit frischen Ideen“, so Kathi Schmidt. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und die Liste der Angebote ist tatsächlich sehr lang geworden

Auf dem Erlebnispfad rund um die Waldschule wechseln sich spielerische Aktivitäten mit Wissenswertem zur einheimischen Tier- und Pflanzenwelt ab. Auch eine sachkundige Führung durch den Wald rund um Karnzow mit dem Förster und seinem Hund sind möglich. Die „kleine-Füße-Wanderung“ richtet sich speziell an Kinder von vier bis sechs Jahren.

Kindgerechte Erklärung der Tier- und Pflanzenwelt wechseln sich mit Spaß und Spielen ab. Ein Picknick mitten in der Natur rundet diesen Programmpunkt planmäßig ab. Der Walderlebnispfad ist zur Zeit zwar wegen der noch nicht vollständig beseitigten Sturmschäden nicht zu betreten, doch bis zum 18. Mai soll alles wieder im Lot sein, verspricht die Waldschulleiterin. „An dem Tag machen wir einen Tag der offenen Tür“, so Kathi Schmidt.

Lagerfeuer und Budenbau

Ein Lagerfeuer, bei dem die Kinder das Feuerholz selbst suchen dürfen und der Bau einer kleinen Hütte aus Baumstämmen und Ästen stehen ebenfalls auf dem Programm, wie auch das Sammeln von Kräutern unter fachlicher Anleitung. Direkt an der Waldschule sind noch weitere Aktivitäten unter freiem Himmel möglich, wie zum Beispiel Tischtennis- Fußball- sowie Volleyball- und Basketballspielen.

Eine Lagerfeuerstelle und ein Grillplatz sowie einige lauschige Sitzecken komplettieren die Angebotspalette der Außenaktivitäten. Eine Besichtigung der Talsperre im zwei Kilometer entfernten Stolpe wird auch angeboten.

Ausschließlich Naturmaterialien

In der Waldschule wird ausschließlich mit Naturmaterialien gebastelt. Der einst im Keller untergebrachte Bastelraum wanderte im Zuge der Renovierung nach oben ins Erdgeschoss. Übernachtungen, die es noch vor der Flüchtlingsunterbringung in der Waldschule gab, sind nun nicht mehr möglich. „Solange ich hier den Laden ganz allein schmeiße, ist daran leider nicht zu denken“, sagt Kathi Schmidt.

Die Waldpädagogin hat auch so schon alle Hände voll zu tun. Das frisch renovierte und rollstuhlgerechte Haus ist neu eingerichtet und bietet entsprechend viele Möglichkeiten. Im Mikroskopierraum können sich die Kinder beispielsweise ihre im Wald gesammelten Exponate genauer ansehen.

Geburtstagsprogramm nach Wunsch

Beim Waldkindergeburtstag können sich die Kleinen ihr Geburtstagsprogramm selbst zusammenstellen. Im Schulungsraum, in dem eine ganze Schulklasse mit bis zu 30 Kindern bequem Platz findet, können die Kinder auch bei schlechtem Wetter gut feiern.

Je nach Wunsch, erarbeitet Kathi Schmidt Spezialprogramme, die sie in der Karnzower Einrichtung genau so durchführt, wie auch auswärts. „Inhaltliches kann bei Bedarf an den Lehrplan der Schulen angepasst werden und auch für Menschen mit Behinderungen ist vieles möglich“, so Kathi Schmidt. Ferienspiele stehen ganz neu auf dem Plan der Waldschule. Betreute Kinderfreizeit bietet Kathi Schmidt zur Osterzeit vom 4. bis 6. April an.

Weitere Ferienspiele finden in den Sommerferien vom 9. bis 13. Juli und vom 6. bis 10. August und im Herbst vom 6. bis 10. Oktober immer von 9 bis 15 Uhr statt. Um Voranmeldung unter 033971/ 30 46 80 oder 0172/ 3 04 55 09 wird gebeten.

Von André Reichel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg