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Ostprignitz-Ruppin Walzer ohne Ende in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Walzer ohne Ende in Neuruppin
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02:15 17.08.2015
Gabi Keller inmitten ihrer Tanzschüler. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin,

„Ich tanze mit dir in den Himmel hinein …“ – so in etwa könnte das Motto des Abends heißen. Es ist in der Tat traumhaft anzusehen, wenn ein Herr im schwarzen Frack und eine Dame im wippenden Kleidertraum bei Opernball und Co. förmlich übers Parkett schweben.

Bevor es soweit ist, steht dem Paar ein schweißtreibender Weg bevor. Der Wiener Walzer ist die schwerste Disziplin bei den Standardtänzen – nichts für Tanz-Anfänger und im Wettkampf erst ab der höheren Turnier-Klasse B zugelassen. Üben kann man ihn natürlich schon vorher: für die Hochzeit, den Abiball, Großvaters 80. Geburtstag oder weil man im Internet eine Karte für den Opernball ergattert hat. Na gut, letzteres ist wohl eher unwahrscheinlich, aber Träume sind schließlich erlaubt.

Für alle Interessierten öffnet Tanzlehrerin Gabi Keller am Sonnabend ihre Tanzschule in Neuruppin zu einem Wiener-Walzer-Marathon. Die Idee lag auf der Hand – denn in Gabi Kellers Kursen kommt dieser Tanz immer zu kurz. „Ich persönlich tanze ihn nicht so gerne“, gesteht die Chefin, die auf eine lange Tanz- und Tanzlehrer-Karriere in der Keller-Dynastie Berlin zurückschaut. „Immer nur drehen – das war mir zu langweilig.“ Trotzdem habe sie in ihrer aktiven Turnierzeit zumeist beste Platzierungen bei dieser Disziplin erhalten.

Nun bietet Gabi Keller ihren Tanzschülern als Trostpflaster einen Turbo-Crashkurs an. „Wir tanzen solange, bis das letzte Paar freiwillig die Tanzfläche räumt. Oder bis das Fleckerl sitzt.“ Das Fleckerl ist, wie schon der Name sagt, ein Element des Wiener Walzers – bei dem man auf dem Fleck dreht. Bevor Gabi Keller den jedoch erklärt, sind erst einmal Basis- und Aufbauarbeit an der Reihe. „Wir starten mit dem Grundschritt.“ Der ist wichtig, denn mit ihm kommt man auch auf vollen Tanzflächen gut über die Runden. Wenn der sitzt, kommt die halbe Drehung rechts, gefolgt von der halben linken. Der Höhepunkt ist dann besagtes Fleckerl. „Das ist die Königsdisziplin – selbst für eingefleischte Turniertänzer“, weiß Gabi Keller und verspricht ausreichende Pausen. Der Abend wird anstrengend genug. Für Leute, denen leicht schwindelig wird, hat die Tanzlehrerin die italienische Form in der Hinterhand. Diese ist nicht so drehintensiv.

Discofox unter freiem Himmel folgt

Der Wiener-Walzer-Marathon ist als Saisonauftakt gedacht. Darüber hinaus hat die Tanzschulchefin neue Ideen. Etwa am 22. August – da findet der Discofox-Workshop open air statt, direkt unter der großen Linde am Gasthof „Zum alten Zieten“ in Wustrau – 5 Euro kostet der Eintritt.

Ab Ende September kommen sogar mit Tanzmuffeln liierte Gerne-Tänzer auf ihre Kosten. „Wir tanzen allein“ heißt der Kurs, bei dem für 5 Euro die Stunde Jive, Salsa, Rumba, Merengue, Bachata und Cha cha cha geübt werden – nicht Hand in Hand, sondern im Block wie beim Linedance oder Zumba. „Aber lange nicht so schweißtreibend wie Zumba“, verspricht Gabi Keller.

Der Marathon-Workshop Wiener Walzer findet am Sonnabend ab 19 Uhr beim TSC Imperial in der Fehrbelliner Straße 132 statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Wer keinen Tanzpartner hat, sollte sich vorab bei Gabi Keller unter 0160/5 02 13 14 melden.

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Von Regine Buddeke

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