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Wandbild an Plattenbau saniert

Neuruppin Wandbild an Plattenbau saniert

Vor 15 Jahren hatte der Hamburger Künstler Rupprecht Matthies ein Wandbild an einem Neuruppiner Plattenbau gestaltet. Jetzt hat er das 250 Quadratmeter große Gemälde an der Heinrich-Rau-Straße saniert.

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„Vulkan aus Farben“: Der Künstler Rupprecht Matthies hat die Blumen des Wandgemälde in den vergangenen vier Wochen übermalt.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Neue Blütenpracht zum Sommerausklang: Der Hamburger Künstler Rupprecht Matthies hat gemeinsam mit Helfern der „Werkstatt Südstadt“ sein Wandgemälde an der Heinrich-Rau-Straße 14 saniert. Zusammen mit Vertretern der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG), der Stadt und des Esta-Projekts „Werkstatt Südstadt“ feierte er am Dienstag den Abschluss der Arbeiten. „Wenn Autofahrer hier lang fahren, werden sie wieder mit Wärme beschienen.“

Vor 15 Jahren hatte Matthies das 250 Quadratmeter große Wandbild an die Giebelwand eines großen NWG-Blocks gemalt. Im Laufe der Jahre seien die Farben des Blumenbilds stark verblasst, sagt Matthies. Vor gut einem Monat hatte er deshalb begonnen, das Bouquet aus Sonnenblume, Calla und Rose zu überarbeiten. „Sehr viel plastischer dieses Mal“, sagt er. „Mit sehr warmen Farben.“

Matthies hat in Neuruppin viele Spuren hinterlassen

Matthies hat in Neuruppin schon mehrere kleine und große Projekte verwirklicht. Er schuf die Windwörter entlang der Heinrich-Rau-Straße – Wordskulpturen, die sich im Wind drehen. Im Mehrgenerationenhaus „Krümelkiste“ gestaltete er Kacheln. Beim Umbau der Karl-Liebknecht-Schule bemalte er eine Turnhallenwand. Nach den Windwörtern sei er gefragt worden, ob er auch eine Wand eines NWG-Blocks gestalten wolle, so Matthies. „Du kannst doch auch Wandbilder“, hieß es damals.

Das Motiv für die Giebelwand entstand in einem Workshop. Matthies hatte mit Jugendlichen Aquarellzeichnungen entwickelt, die in einer NWG-Mieterzeitung vorgestellt wurden. In einem Wettbewerb war schließlich das beliebteste Motiv ausgesucht worden.

Der Stempel der Sonnenblume war kompliziert

Ende August hatte er begonnen, die Bilder zu überarbeiten. „Manches ging ganz schnell“, sagt Mat­thies. „Einige Partien aber waren kompliziert.“ Der Stempel der Sonnenblume etwa sei anspruchsvoll gewesen. „Wenn man den Stempel aus der Nähe betrachtet, sieht man, dass er ein Vulkan aus Farben ist.“ Etwa 20, vielleicht sogar 30 Jahre sollen die Farben des Wandgemäldes frisch bleiben.

Im kommenden Jahr will Mat­thies gemeinsam mit Helfern ein weiteres Wandbild überarbeiten – das Blumenbild an der Giebelwand der Heinrich-Rau-Straße 5. Auch dort seien die Farben inzwischen so verblasst, dass das Motiv übermalt werden müsse, sagt Matthies. „Dieses Bild hat es wirklich nötig.“

NWG lässt 100 Balkone sanieren

An dem gesamten Häuserblock Heinrich-Rau-Straße 5 bis 14 werden derzeit die Balkone saniert. Eintretendes Wasser habe teilweise die Stahlarmierungen der Balkone angegriffen, sagte NWG-Geschäftsführer Robert Liefke. Arbeiten an insgesamt 100 Balkonen sind geplant.

Bis Ende des Jahres soll das 300 000-Euro-Projekt abgeschlossen sein. „Das zumindest ist der Plan“, sagt Liefke. Im Sommer hatte das Projekt aus Rücksicht auf Fledermäuse, die dort ihren Nachwuchs aufzogen, gestoppt werden müssen. „Wir hoffen, dass wir diese Zeitverzögerung noch aufholen können.“

Im Zuge der Bauarbeiten sollen auch die jetzt noch bestehenden Durchgänge geschlossen werden. Die NWG will dort weitere Unterstellplätze für Fahrräder einrichten. Der Bedarf dafür sei groß, sagt Liefke.

Von Frauke Herweg

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