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Ostprignitz-Ruppin Terror in Alt Daber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Terror in Alt Daber
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09:45 12.08.2014
Die Tafeln in der Marienkirche wurden gestern schon aufgestellt. Quelle: M. Wirtz
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Wittstock

Unmittelbar nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 verschleppten örtliche SA-Standarten, SS und Polizei in aller Öffentlichkeit überall in Brandenburg politische Gegner der neuen Regierung und sperrten sie in provisorischen Haftstätten ein. Genutzt wurden leerstehende Fabrikgebäude, Garagen, alte Schulen oder Keller. Die Verhafteten wurden gedemütigt, misshandelt und gefoltert. Viele überlebten die Torturen nicht, darunter auch Prominente wie der Schriftsteller Erich Mühsam. Lokalzeitungen berichteten breit über die Verhaftungen und Konzentrationslager.

Bereits am 21. März 1933 richtete die SA in Oranienburg das erste KZ Preußens ein; in den Monaten danach kamen weitere sieben Lager hinzu, darunter in Alt Daber bei Wittstock und in Perleberg. Bis Oktober 1933 löste die NS-Regierung die meisten der spontan eingerichteten kleineren Lager zu Gunsten von größeren Konzentrationslagern wie Oranienburg und Brandenburg auf.

Öffnungszeiten

Zu sehen ist die Ausstellung vom 13. August bis zum 5. Oktober 2014.
Bis Ende August lauten die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr, Sonnabend: 10 bis 17 Uhr, Sonntag: 13.30 bis 17 Uhr.
Ab September lauten die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10 bis 17 Uhr, Sonnabend: 10 bis 16.30 Uhr, Sonntag: 13 bis 16.30 Uhr.

"... von dem mit Gummiknüppel und Pistole bewaffneten B. (erhielt ich) hinterrücks einen Schlag, dass (ich) kopfüber die Treppe herunterfiel und unten im Kellergang liegen blieb. Jetzt schlug B. unaufhörlich mit dem Gummiknüppel und mit den Fäusten." So erinnerte sich der Kanzleischreiber und Gerichtssekretär beim Amtsgericht Pritzwalk und SPD-Stadtverordnete Ernst Henkel 1939 an seine Haft im KZ Alt Daber sechs Jahre zuvor. Seine Biografie wird neben der des Vorsitzenden der KPD-Ortsgruppe Wittstock, Ernst Lück, und der des kommunistischen Arbeiters Heinrich Schnorr in der Ausstellung dargestellt.

Das KZ Alt Daber wurde vom Landrat des Kreises Ostprignitz mithilfe des Führers der SA-Standarte II/39 eingerichtet. Die ersten zwölf Häftlinge wurden am 28.April 1933 eingeliefert, knapp einen Monat später befanden sich 38 Häftlinge im Lager. Als das Lager Ende Juni aufgelöst werden sollte, versuchten Lagerleiter Sturmbannführer Koch und der kommissarische Bürgermeister Siebert, in Potsdam einen Aufschub zu erreichen. Die Häftlinge sollten zur Erschließung eines Wohngebiets einen Weg im Stadtforst pflastern, die Badeanstalt und das SA-Lager für die 216 SA-Angehörigen ausbauen. Der Regierungspräsident wies jedoch die Auflösung an. Am 13. Juli wurden 14 Häftlinge entlassen, 26 ins KZ Oranienburg überstellt.

Gedenkstätten-Stiftungsdirektor Günter Morsch wird in das Thema der Ausstellung einführen.

MAZ-Online

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