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Wandergesellen treffen sich in Netzeband

Rolandsbrüder Wandergesellen treffen sich in Netzeband

Die Zelte sind schon organisiert, die Kirche wird geöffnet sein: Ab dem 29. April kommen die Wandergesellen des Rolandschachtes in Netzeband zu ihrem Maitreffen zusammen. Offen ist, ob die Rolandsbrüder an diesem Wochenende auch mit dem Bau einer Schutzhütte in Pfalzheim beginnen.

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Haben ein Hütten-Modell gebaut: Rob Vogel (l.) und Philipp Schulz.

Quelle: Johannes Oblaski

Netzeband. Dieses Jahr also Netzeband. Etwa 100 Wandergesellen werden beim diesjährigen Maitreffen des Rolandschachtes, einer Vereinigung von Bauhandwerksgesellen, in der Temnitzgemeinde erwartet. Vom 29. April bis 2. Mai wollen sie in und an der Temnitzkirche zusammenkommen. Seit Wochen wirbelt der Bürgermeister von Temnitzquell Johannes Oblaski, um die Organisatoren zu unterstützen – zwei größere Zelte hat er bereits organisiert.

Eigentlich hätten sich die Rolandsbrüder gerne mit einem Arbeitseinsatz für die Gastfreundschaft bedankt. In Absprache mit Oblaski wollten sie in Pfalzheim am Eingang zum Bombodrom eine Schutzhütte bauen. Doch noch immer weiß Oblaski nicht, ob sich für diese Baustelle genügend Holz beschaffen lässt. Den großen, mehrtägigen Arbeitseinsatz ab dem 18. April haben die Rolandsbrüder auf ihrer Internetseite deshalb abgesagt. Oblaski hofft jedoch, dass sie das Projekt in kleiner Mannschaft zumindest anfangen können. „Und wenn es im April nichts wird, dann wird es später etwas“, sagt er. „Wir freuen uns, dass die Rolandsbrüder nach Netzeband kommen.“

Ein Modell für die Schutzhütte gibt es schon

Der Netzebander Holzspielzeugkünstler und Möbelgestalter Rob Vogel brachte die Rolandsbrüder auf die Idee, in die Temnitzgemeinde zu kommen. „Er ist auch ein alter Rolandsbruder und Wandergeselle“, sagt Oblaski. Gemeinsam mit den beiden Organisatoren des Treffens Benjamin Schulte und Philipp Schulz hat Vogel bereits ein Modell für die Schutzhütte gebaut. Ein aufwändiges Modell mit einem aufklappbaren Dach. Weil sich dafür vermutlich nicht genügend Holz beschaffen lässt, gibt es inzwischen auch ein einfacheres Modell.

Der Rolandschacht war im Mai 1891 in Nürnberg gegründet worden. Die Gesellenvereinigung nimmt nach einer Aspirantenzeit männliche, unverheiratete und schuldenfreie Zimmerer, Maurer, Steinmetze, Tischler, Dachdecker, Steinsetzer, Betonbauer und Holzbildhauer auf. Zu erkennen sind die Rolandsbrüder an der blauen Ehrbarkeit – einer Art Schlips. Die Rolandsbrüder feiern gerne mit anderen in den Mai – Netzebander sind herzlich willkommen.

Von Frauke Herweg

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