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Wandern auf dem Walderlebnispfad Stendenitz

Oberförsterei Neuruppin lädt ein Wandern auf dem Walderlebnispfad Stendenitz

2013 fand die Neueröffnung des Stendenitzer Walderlebnispfads statt. Der 2,3 Kilometer lange Pfad führt vorbei an zahlreichen Stationen, durch den Laub-Mischwald bis zu den Kellen, einem Waldsee. gerade jetzt im Frühjahr können die Besucher den Gesang der Vögel hören und die blühenden Buschwindröschen unter den großen Buchen bewundern.

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Frühling am Kellen-See bei Stendenitz.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Bereits vor 15 000 Jahren – in der letzten Eiszeit – entstand das kellenförmige Gewässer bei Stendenitz, nördlich von Neuruppin. Riesige Eismassen formten die Landschaft der Ruppiner Schweiz so, wie wir sie heute vorfinden.

Die Kellen sind Verlandungsseen, die irgendwann einmal verschwinden werden. Abgestorbene Tier- und Pflanzenreste sorgen dafür, dass der See immer flacher wird. Noch sind dort Angler zu finden – auf der Jagd nach Fischen. Aber auch Spaziergänger finden den Weg in die Einsamkeit, denn der 2,3 Kilometer lange Walderlebnispfad, der 2013 vom Landesbetrieb Forst Brandenburg neu eröffnet wurde, führt die Besucher auch an das Ufer des Waldsees.

In diesen Frühlingstagen ist die richtige Zeit für eine Wanderung durch den Mischwald. Buchfink, Mönchsgrasmücke und Fitislaubsänger fühlen sich hier wohl und so erlebt man dort jetzt ein vielstimmiges Vogelkonzert. Auf dem Waldboden blühen die kleinen Buschwindröschen.

Annett Engelamm am Naturlehrpfad

Annett Engelamm am Naturlehrpfad.

Quelle: Felsch

Rund 1100 Besucher kommen von Mai bis Oktober an den Zermützelsee und besuchen dort das kleine Waldmuseum, das von Mai bis Oktober geöffnet ist. Der Förster Hans Zander hat es einst ins Leben gerufen, 1936 wurde die bis heute erhaltene Blockhütte errichtet. Die Ausstellung wurde in den vergangenen Jahren neu konzipiert, hier erleben die Besucher die Welt der im Wald verborgenen Tiere ganz nah und können den Geschichten der Försterstochter Waltraud lauschen.

Gleich hinter dem Museum beginnt der Walderlebnispfad, der sich zwischen Kiefern und Buchen hindurchschlängelt. „Die Kiefern sind etwa 80 bis 90 Jahre alt, sicher hat sie Hans Zander einst gepflanzt, denn er war hier von 1929 bis 1944 Förster“, sagt Annett Engelmann, Leiterin der Oberförsterei Neuruppin. An neun Stationen fordert der Förster seine Tochter auf, Rätsel zu lösen, Tierspuren zu erkennen, das Klopfen des Spechtes nachzuahmen und eine Pilzmahlzeit zu kochen. Dabei lernt Waltraud – und mit ihr alle heutigen Besucher – dass Bäume in die Breite und nur an der Spitze in die Höhe wachsen. Sie lässt sich erklären, was eine Symbiose ist und welche Pilze essbar sind. Zwischen den Baumwipfeln gibt es viele Tiere zu entdecken: den Raben, das Eichhörnchen, den Falken und die Waldohreule.

Das Waldmuseum erinnert an ein Hexenhäuschen

Das Waldmuseum erinnert an ein Hexenhäuschen.

Quelle: Felsch

Am Wegrand ist eine Birke umgestürzt, zum Glück hat sie keinen Spaziergänger getroffen. „Daran sieht man, wie wichtig es ist, dass die Förster regelmäßig den Zustand der Bäume kontrollieren. „Aber wer den Wald betritt, handelt auf eigene Gefahr“, sagt Annett Engelmann.

Abgestorbene oder umgefallene Bäume sind für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ein wichtiger Lebensraum. Auch das lernen die Besucher, wenn sie den Lehrpfad entlang wandern. Unter einer Kiefer entdeckt die Försterin eine große Anzahl von Fichtenzapfen, die bereits recht zerfranst aussehen. Eine Fichte steht nicht in unmittelbarer Nähe. „Es könnte sein, dass die Zapfen von einem Specht stammen. Die Vögel klemmen die Zapfen am Baum ein, um sie dann besser bearbeiten zu können. Das nennt man Spechtschmiede.“ Welche Zapfen und Blüten zu welchen Bäumen gehören, das erfahren die Waldbesucher auf einer weiteren Tafel entlang des Walderlebnispfads.  
Unmittelbar am Ufer der Kellen, dort, wo sich ein Junge aus Stendenitz einst in die schöne Nixe aus dem Kellensee verliebte, stehen eine Buche und eine Kiefer eng umschlungen. Der Vater der Nixe gab dem Jüngling ein Rätsel auf und weil dieser es nicht lösen konnte, wurde er in eine Kiefer verwandelt. Aus Gram wurde die Nixe zur Buche. An einer Riechsäule können die Waldpfadbesucher schnuppern. Ein frischer Pfefferminzduft strömt durch ein kleines Loch aus der Metallsäule.

Ein Sammelkasten

Ein Sammelkasten.

Quelle: Felsch

Zurück am Waldmuseum kann nun ein Fach im „Zauberkasten der Natur“ gefüllt werden, mit Moos, Federn, Zapfen und anderen Fundsachen. Auch dies ist eine Aufgabe, die der Förster den Besuchern mit auf den Weg gibt: „Geht auf Spurensuche, findet etwas Weiches, Eckiges, Hartes, Rundes. Spitzes oder Duftendes und bringt es mit.“

Von Cornelia Felsch

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