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Ostprignitz-Ruppin Neugierig auf die Kyritz-Ruppiner Heide
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neugierig auf die Kyritz-Ruppiner Heide
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02:25 23.04.2018
Mehr als 80 Leute wanderten am Freitag zum Sielmannshügel in der Kyritz-Ruppiner Heide. Quelle: Andreas Vogel
Pfalzheim

Mehr 80 Leute haben am Freitag die Einladung zum diesjährigen Anwandern in die Kyritz-Ruppiner Heide angenommen. „Ich bin das erste Mal dabei“, sagte Detlef Scholz (51) aus Neuruppin. Der gelernte Schweißer ließ sich auch durch einen Rippenbruch nicht von der kleinen Tour abhalten, die vom Parkplatz in Pfalzheim bis zum Sielmannshügel führte. „Ich soll nicht heben. Aber laufen geht, hat der Arzt gesagt.“ Scholz bereitet das Wandern Spaß, weil man dabei nicht nur etwas für seine Gesundheit mache, sondern auch neue Leute kennenlerne.

Die Brennnessel als Liebespflanze

Kristin Peters aus Brunn in der Gemeinde Wusterhausen sorgte zudem dafür, bei der Wanderung gleich noch etwas Wissen aufzufrischen. Die Wissenschaftlerin, die auf Pflanzenheilkunde spezialisiert ist, lädt seit 2012 regelmäßig zu Kräuterwanderungen in der Region ein – in diesem Jahr erstmals auch in die Kyritz-Ruppiner Heide. Dass Gänseblümchen wichtig für den Stoffwechsel sind, wussten wohl alle, dass Sauerampfer den Durst löscht, war indes längst nicht jedem bekannt. Neu war für viele auch, dass die Brennnessel nicht nur als ideales Entschlackungsmittel gilt und den Körper kräftigt – etwa, wenn man daraus Spinat macht. Sie war darüber hinaus lange Zeit auch als Liebespflanze bekannt. „Man peitscht empfindliche Körperstellen, die dadurch besser durchblutet und angeregt werden“, verriet Kristin Peters.

Von Kristin Peters erfuhren die Wanderer vielerlei über die Pflanzen in der Heide. Quelle: Andreas Vogel

Zielpunkt ist der Sielmannshügel

Einige Wanderer sahen sich vielsagend an – doch die Brennnesseln am Wegesrand ließen sie stehen. Stattdessen wanderten die Heidegäste zum Treff- und Zielpunkt am sogenannten Sielmannshügel. An dieser Stelle hatte Inge Sielmann für die Heinz-Sielmann-Stiftung im September 2012 die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt, dass die Stiftung ein Drittel der rund 12 000 Hektar großen Kyritz-Ruppiner Heide von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) übernimmt. Seitdem ist auf dem einstigen Truppenübungsplatz, dem Bombodrom, eine Menge passiert: Wege wurden nach Munition abgesucht und beräumt, Naturführer ausgebildet, das Amt Temnitz errichtete bei Pfalzheim einen Parkplatz. Seit Mai 2016 sind die Schlagbäume offen für Routen in die Heide von Pfalzheim und Neuglienicke. Seit 2017 gibt es auch eine Strecke von Rossow aus.

Revierförster Christoph Licht beantwortete auch Fragen zur Heidepflege. Quelle: Andreas Vogel

Auf dem Sielmannshügel konnten sich die Wanderer am Freitag nicht nur über die Routen informieren. Ursula Lück und Gabriele Wäbersky boten frisch gebackenen Kuchen an, während die Rheinsberger Preußenquelle kostenlos Wasser zur Erfrischung offerierte.

Von Andreas Vogel

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