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Wanderer müssen noch warten

Schranken in der Kyritz-Ruppiner Heide fehlen Wanderer müssen noch warten

Bevor Wanderer und Radfahrer auf einer rund zehn Kilometer langen Strecke die Kyritz-Ruppiner Heide, das einstige Bombodrom, erkunden können, muss die Route noch ausgeschildert werden. Indes können vier Kutschunternehmen ab Juli ihre Touren auf einer festgelegten Strecke selbst planen: Sie brauchen keinen Munitionsexperten mehr als Begleitung.

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Kutscher dürfen ihre Touren durch die Heide jetzt auf einer festgelegten Strecke selbst planen.

Quelle: Christian Schmettow

Neuruppin. Wanderer und Radfahrer, die einen Ausflug in die Kyritz-Ruppiner Heide unternehmen wollen, müssen sich noch gedulden. Erst im nächsten Jahr will der Landkreis den rund zehn Kilometer langen Weg von Neuglienicke über Pfalzheim nach Rossow aus der sogenannten Sperrverordnung entlassen.

„Es sind noch eine Reihe von Sicherheitsfragen zu klären“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) beim Kreistag am Donnerstag. Dazu gehören das Markieren und Ausschildern des Weges sowie Schranken, damit niemand versehentlich andere Flächen betritt. Denn in der Heide befinden sich noch unzählige Blindgänger, weil auf dem Areal die sowjetische Armee jahrzehntelang den Krieg geübt hat – mit scharfen Bomben, Raketen und anderen Geschossen. Deshalb sollen ebenfalls Warn­tafeln aufgestellt werden.

Im Auftrag der Heinz-Sielmann-Stiftung, die den südlichen Teil der Heide betreut, sollen die Schilder, Schranken und Markierungen von Erwerbslosen hergestellt werden. Das bis zum 30. September laufende Projekt startete Anfang Juni mit 15 Teilnehmern. Bevor die Info­tafeln am Weg in der Heide aufgestellt werden können, müssten jedoch auch diese Punkte nochmals von einem Munitionsexperten untersucht werden, sagte gestern Rainer Entrup von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Der Bima gehört die knapp 12 000 große Heide. Das Untersuchen jener Fläche wird laut Entrup „einige Wochen“ dauern. „Wir hoffen, dass sich der Kreistag im Herbst der Sache noch einmal annehmen kann“, sagte Lothar Lankow von der Sielmann-Stiftung. Lankow glaubt, dass der fünf Kilometer lange Weg von Neuglienicke nach Pfalzheim bis dahin ausgeschildert und gesichert sein könnte. Ob der Landkreis diese Strecke dann auch schon freigeben wird, ist ungewiss.

Klar ist hingegen, dass vier Kutschunternehmen ab Juli ihre Fahrten auf festgelegten Wegen in die Heide allein planen können. Sie brauchen keinen Munitionsexperten mehr als Begleitung. Im vergangenen Jahr besichtigten 3000 Gäste die Heide per Kutsche.

Von Andreas Vogel

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