Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin War es Mord oder Totschlag?
Lokales Ostprignitz-Ruppin War es Mord oder Totschlag?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 21.12.2017
Gedenken für die ermordete Jutta K. in der Kirche Alt Ruppin Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Auch vier Monate nach dem gewaltsamen Tod von Jutta K. aus Alt Ruppin ist unklar, unter welchen Umständen die 61-jährige Bootsvermieterin ums Leben kam. War es Mord oder Totschlag? Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer will sich dazu nicht äußern. „Die Ermittlungen stehen unmittelbar vor dem Abschluss“, sagte Pelzer am Montag. Dann werde Anklage erhoben.

Klar ist, dass Jutta K. Mitte August an den Folgen „massiver körperlicher Gewalt“ gestorben ist. Das belegt das rechtsmedizinische Gutachten. Auch der vermutliche Täter ist bekannt: Friedrich-Wilhelm K. (39) war einer der Mieter von Jutta K. und zuletzt mit ihr am Abend vor der Tat beim gemeinsamen Grillen im Garten gesehen worden. K., der aus der Wittstocker Region stammt und schon mehrere Haftstrafen wegen Gewalttaten hinter sich hat, schweigt zu den Vorwürfen. Er war zunächst mit dem Auto seiner Vermieterin geflüchtet. Nachdem die Polizei auch überregional nach ihm mit Fotos gefahndet hatte, hatte sich der 39-Jährige aber nach vier Tagen im Beisein eines Anwalts in der Polizeiwache Eberswalde (Barnim) gestellt. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft in der JVA Wulkow.

Anwalt: Mein Mandant wird sich nicht äußern

„Mein Mandant schweigt. Er wird sich zu den Vorwürfen nicht äußern“, sagte Verteidiger Henry Schlenker am Montag. Damit wird es wohl zu einem reinen Indizienprozess kommen. Denn für die Tat gibt es keine Zeugen. Der Angeklagte könnte zwar sein Schweigen brechen, aber davon ist kaum auszugehen. Schließlich droht ihm nicht nur eine mehrjährige Haftstrafe, sondern danach auch eine sogenannte Sicherungsverwahrung. Das bedeutet, dass er zum „Schutz für die Allgemeinheit“ auch nach Verbüßen seiner Haft hinter Gittern bleiben muss und ihm nur einige Erleichterungen gewährt werden.

Grund für die drohende Sicherungsverwahrung ist, dass K. Anfang 2008 in Wittstock zwei Frauen, damals 50 und 80 Jahre, überfallen und sexuell genötigt hat. Schon bei der Verurteilung wegen dieser Taten war eine Sicherungsverwahrung im Gespräch. Das Landgericht nahm davon aber Abstand und verurteilte K. im Dezember 2010 lediglich zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe. Nach der Haft zog K. nach Alt Ruppin – und lernte dort Jutta K. kennen.

Von Andreas Vogel

Jeder Vierte in Ostprignitz-Ruppin war 2016 in einen Rechtsstreit verwickelt. Das geht aus dem neuen Streitatlas einer großen Rechtsschutzversicherung hervor. Für den Neuruppiner Schiedsmann Andreas Roß sind die Zahlen keine große Überraschung. Roß kümmert sich seit 1994 im Ehrenamt um Streitfälle in der Fontanestadt und hat dabei einiges festgestellt.

18.12.2017

Mehrere Vereine erhielten jetzt, passend vor Weihnachten, Zuwendungsbescheide der Stadt Kyritz über nicht gerade geringe Geldsummen. Es geht dabei vor allem um Investitionen in Ausrüstung und Anlagen.

21.12.2017

Bei einer Festveranstaltung dankte die Stadt Kyritz jetzt besonders verdienten Ehrenamtlern: ihren Feuerwehrleuten. Eine ganze Reihe von ihnen wurden mit offiziellen Auszeichnungen geehrt. Die freiwilligen Helfer rückten in diesem Jahr schon 120-mal zu Einsätzen aus.

21.12.2017