Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° Regen

Navigation:
War es Mord oder Totschlag?

Alt Ruppin War es Mord oder Totschlag?

Auch vier Monate nach dem gewaltsamen Tod von Jutta K. (61) ist unklar, warum die Vermieterin sterben musste. Es gibt zwar einen dringend Tatverdächtigen, der in Untersuchungshaft sitzt, aber dieser schweigt. Nun stehen die Ermittlungen zu dem Fall wohl unmittelbar vor dem Abschluss.

Voriger Artikel
Jeder Vierte ist in einen Rechtsstreit verwickelt
Nächster Artikel
Altes Postamt wird zum Polizeirevier

Gedenken für die ermordete Jutta K. in der Kirche Alt Ruppin

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Auch vier Monate nach dem gewaltsamen Tod von Jutta K. aus Alt Ruppin ist unklar, unter welchen Umständen die 61-jährige Bootsvermieterin ums Leben kam. War es Mord oder Totschlag? Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer will sich dazu nicht äußern. „Die Ermittlungen stehen unmittelbar vor dem Abschluss“, sagte Pelzer am Montag. Dann werde Anklage erhoben.

Klar ist, dass Jutta K. Mitte August an den Folgen „massiver körperlicher Gewalt“ gestorben ist. Das belegt das rechtsmedizinische Gutachten. Auch der vermutliche Täter ist bekannt: Friedrich-Wilhelm K. (39) war einer der Mieter von Jutta K. und zuletzt mit ihr am Abend vor der Tat beim gemeinsamen Grillen im Garten gesehen worden. K., der aus der Wittstocker Region stammt und schon mehrere Haftstrafen wegen Gewalttaten hinter sich hat, schweigt zu den Vorwürfen. Er war zunächst mit dem Auto seiner Vermieterin geflüchtet. Nachdem die Polizei auch überregional nach ihm mit Fotos gefahndet hatte, hatte sich der 39-Jährige aber nach vier Tagen im Beisein eines Anwalts in der Polizeiwache Eberswalde (Barnim) gestellt. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft in der JVA Wulkow.

Anwalt: Mein Mandant wird sich nicht äußern

„Mein Mandant schweigt. Er wird sich zu den Vorwürfen nicht äußern“, sagte Verteidiger Henry Schlenker am Montag. Damit wird es wohl zu einem reinen Indizienprozess kommen. Denn für die Tat gibt es keine Zeugen. Der Angeklagte könnte zwar sein Schweigen brechen, aber davon ist kaum auszugehen. Schließlich droht ihm nicht nur eine mehrjährige Haftstrafe, sondern danach auch eine sogenannte Sicherungsverwahrung. Das bedeutet, dass er zum „Schutz für die Allgemeinheit“ auch nach Verbüßen seiner Haft hinter Gittern bleiben muss und ihm nur einige Erleichterungen gewährt werden.

Grund für die drohende Sicherungsverwahrung ist, dass K. Anfang 2008 in Wittstock zwei Frauen, damals 50 und 80 Jahre, überfallen und sexuell genötigt hat. Schon bei der Verurteilung wegen dieser Taten war eine Sicherungsverwahrung im Gespräch. Das Landgericht nahm davon aber Abstand und verurteilte K. im Dezember 2010 lediglich zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe. Nach der Haft zog K. nach Alt Ruppin – und lernte dort Jutta K. kennen.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg