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Warten auf heimische Erdbeeren

Linum Warten auf heimische Erdbeeren

Den heimischen Erdbeeren hat in diesem Jahr die Sonne gefehlt. Deshalb müssen sich Liebhaber der roten regionalen Früchten noch etwas gedulden. Viele Blüten sind auf Grund der kalten Temperaturen erfroren. Der Erntebeginn wird sich deshalb auch auf dem Linumer Erdbeerhof Rixmann bis in den Juni hinein verzögern.

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Landwirt Georg Rixmann wartet darauf, dass seine Erdbeeren endlich die rote Farbe annehmen.

Quelle: Celina Aniol

Linum. Normalerweise ziehen die Betreiber von Rixmanns Hof ein Vlies über ihre Erdbeerreihen, wenn Fröste drohen, doch in diesem Jahr haben sie es leider versäumt. „Wir haben einfach nicht gedacht, dass es so kalt wird“, sagt Sabine Schwalm. Mit dem Ergebnis müssen die Linumer Landwirte nun leben. Die ersten Blüten sind alle erfroren, obwohl sie noch geschlossen waren. Der Erntebeginn wird sich in den Juni hinein verschieben.

Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten der Deutschen. Regionale Erzeugnisse bleiben vorerst allerdings noch ein Wunschtraum und auch die Preise werden nicht so schnell sinken.

Für die Obstblüten war die Kälte verhängnisvoll

Ist der Mai kühl und nass, füllt’ s dem Bauern Scheun’ und Fass“, heißt eine alte Bauernregel. Doch für die Obstblüten war die Kälte dann doch verhängnisvoll. Auch den Erdbeeren in den Gewächshäusern hat lange Zeit die Sonne gefehlt, so dass sich auch dort die Ernte verzögern wird. Auch die Wetterextreme sind für die Erdbeeren ein Problem. Temperaturen über 30 Grad Celsius und die Trockenheit sind für die Früchte weniger vorteilhaft. Wir müssen beregnen, denn die kurzen Gewittergüsse reichen einfach nicht aus“, sagt Sabine Schwalm.

Für Georg Rixmann gibt es trotzdem genug Arbeit. Er pflanzt zurzeit Kürbisse und alte Gemüsesorten. Die Kürbisse sind ein anderes wichtiges Standbein des Linumer Erdbeerhofs. Mit großer Freude testen Georg Rixmann und Sabine Schwalm in jeder Saison, welches Obst und Gemüse auf ihrem Brandenburger Acker wachsen kann. Auf dem 3000 Quadratmeter großen Erdbeerfeld, das mit einer wasser- und luftdurchlässigen Folie abgedeckt wird, wachsen verschiedene Erdbeersorten. Sonata und Polka, sowie die späte Malwina, an der im Juni erst die ersten Blütenknospen zu sehen sind.

Ertragseinbußen in den vergangenen zwei Jahren

Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik Berlin-Brandenburg mussten die Erdbeerbauern in Brandenburg bereits in den vergangenen zwei Jahren mit Ertragseinbußen klar kommen. Die Mindererträge sind vor allem auf die teils kühle und trockene Witterung während der ersten Blütezeit zurückzuführen. Auch im vergangenen Jahr konnten die Linumer erst später mit der Ernte der beliebten Früchte beginnen. Wir haben auch so genug Arbeit“, sagt Sabine Schwalm. „Es hat sowieso immer nicht so recht gepasst, denn der Mai ist eine extrem turbulente Zeit in der Landwirtschaft.“

Von Cornelia Felsch

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