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Ostprignitz-Ruppin Was Neustädter Schüler über Migration denken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Was Neustädter Schüler über Migration denken
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02:15 10.12.2015
Katrin Mason Brown erklärt den Schülern, welche Gestaltungsmöglichkeiten sie bei den Plakaten haben. Quelle: Sandra Bels
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Neustadt

Das Thema ist so aktuell wie nie zuvor. „Das war am Jahresbeginn, als unser Projekt startete, noch nicht abzusehen“, sagt Katrin Mason Brown. Die Künstlerin und Designerin spricht über das von der Kinder- und Jugend-Kunstakademie Gutshof Ganzer ins Leben gerufene kreisweite Projekt mit dem Titel „Migration bewegt mich“. Sie leitet es. Workshops in vielen Schulen fanden seit Jahresbeginn statt – unter anderem in Rheinsberg, Neuruppin, Kyritz und auf dem Gutshof Ganzer. Dabei steht und stand stets das politische Plakat im Fokus. Zwei bis drei Künstlerinnen geben im Workshop Auskunft und helfen den Schülern bei der Gestaltung eigener Plakate zum Thema. Am Montag in Neustadt waren das Annett Glöckner und Katrin Meilke.

Die Neustädter Schüler der achten Klasse erhielten zunächst eine Einführung in die Geschichte der Plakatgestaltung. Sie erfuhren, welche Gestaltungsmöglichkeiten es gibt und welche Besonderheiten. Eine Gesprächsrunde über Migration schloss sich an. Die Schüler berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen mit Migranten. Ein Junge erzählte zum Beispiel, dass es in seiner alten Schule in Bonn selbstverständlich war, mit Flüchtlingen und Ausländern allgemein in eine Klasse zu gehen. Auch die anderen Schüler berichteten durchweg von solchen Erfahrungen. Sie sind alle nicht aus der Region, kommen aus ganz Deutschland, um in der Reitklasse zu lernen.

Wie sie ihre Plakate gestalten, das blieb den Schülern überlassen. Sie konnten beliebige Gestaltungsmittel wählen. Quelle: Sandra Bels

Katrin Mason Brown stellte klar, dass Migration ins Deutsche übersetzt Bewegung heißt. „Wenn man von Berlin nach Neustadt zieht, ist man schon ein Migrant“, sagte sie. Dann erkundete sie mit den Schülern die Gründe dafür, dass man umzieht. Eine andere Schule, Krieg oder Familienzusammenführungen wurden unter anderem genannt.

Nach dem theoretischen Teil wurden am Montag die ersten Skizzen gemacht. Zwei Mädchen malten viele Strichmännchen auf ein Blatt und wollten damit ausdrücken, dass alle Menschen gleich sind. Aber auch das Victory-Zeichen und Boote mit Flüchtlingen im Mittelmeer fanden Platz auf den Zeichenblättern. Katrin Mason Brown bat die Schüler in ihre Plakate das Motto „Migration bewegt mich“ mit einzuarbeiten. Dafür gab es Vordrucke. Die Schüler konnten sich aber auch selbst etwas einfallen lassen, wie sie die Schrift aufs Papier bringen. Verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten kamen dabei zum Einsatz unter anderem die Collage und unterschiedliche Drucktechniken.

Der Abschluss des Migrationsprojektes ist am dritten Adventswochenende in der Jugendbildungsstätte Flecken-Zechlin. Eigentlich sollte die Arbeit längst beendet sein. Das Ende war eigentlich für Juni geplant. „Aber das Thema hat uns über das Jahr eingeholt“, sagt Katrin Mason Brown. Sie arbeitete während der Zeit mit den Künstlerinnen Judith Pauly aus Neuruppin, Dorina Tessmann aus Berlin und der Prignitzerin Annett Glöckner zusammen. Darüber hinaus gab es drei ehrenamtliche Helferinnen. Das Projekt wurde unterstützt und gefördert von der Fachstelle der „Partnerschaft für Demokratie“ im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Von dort kommen auch die Mitglieder der Jury, die am kommenden Wochenende die gelungensten Plakate auswählen, damit sie ausgestellt werden können. Gut 100 Schülerarbeiten sind insgesamt seit Jahresbeginn zum Thema „Migration bewegt mich“ entstanden.

Von Sandra Bels

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