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Was gegen Einbrecher hilft

Wittstock Was gegen Einbrecher hilft

Rund um den Einbruchschutz ging es am Mittwochnachmittag, als Polizist Holger Mende Wittstocker Senioren im Torbogenhaus darüber informierte, wie Hab und Gut vor Kriminellen gesichert werden kann.

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Polizist Holger Mende bei der Info-Runde für Senioren: Oft genügt Ganoven ein simpler Schraubenzieher zum Einbruch.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Manchmal sind die einfachsten Tipps am effektivsten: „Kippen Sie ein Fenster nur dann an, wenn Sie sich in dem Raum befinden, ansonsten schließen sie es“, sagt der Polizeihauptkommissar Holger Mende und liefert auch gleich die einfache Begründung: „Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster“, für einen gewieften Ganoven eine Art Einladung.

Als wäre nichts gewesen

Mit einer Hülse, die von außen über den inneren Fenstergriff gestülpt wird und einer Schnur lasse sich ein solches Fenster nicht nur öffnen, ohne Spuren zu hinterlassen, sondern nach dem Einbruch auch wieder in die Ausgangsstellung zurückbringen – so als wäre nichts gewesen. Folge: Der ungebetene Besuch wird mitunter erst dann bemerkt, wenn Schmuck oder andere Wertgegenstände aus der Schublade geholt werden sollen, aber verschwunden sind. Der Versicherung dann einen Einbruch nachzuweisen, dürfte schwierig werden.

Was Kriminelle sich einfallen lassen, um andere Menschen um ihr Hab und Gut zu bringen, darum ging es am Mittwochnachmittag im Torbogenhaus in Wittstock. Holger Mende war vom städtischen Ortsverband des Brandenburgischen Seniorenverbandes eingeladen worden, um auf den Einbruchschutz näher einzugehen.

Gekippte Fenster und Terrassentüren seien dabei die häufigsten Angriffspunkte für Diebe, weil sie sich leichter öffnen ließen als Haustüren. Kellerfenster hingegen spielten kaum eine Rolle. So war denn auch die Sicherung von Fenstern und Türen ein zentraler Punkt in der Runde. Fensterbeschläge mit Aufbohrschutz seien leicht zu installieren und kostengünstig. Abschließbare Griffe hätten den Nachteil, dass sie nur selten wirklich benutzt würden, auch weil das Hantieren mit einem Schlüssel eher umständlich ist. Holger Mende empfahl jedoch, einen Draht durch das Loch im Schlüsselbart zu stecken, um Manipulationen zu verhindern.

Mit zwei Schlüsselumdrehungen abschließen

Darüber hinaus hatte der Kommissar noch eine ganze Reihe von Ratschlägen, die er im unterhaltsamen Plauderton in die Runde warf – zum Beispiel: Haustüren immer mit zwei Schlüsseldrehungen abzuschließen, auch wenn man zu Hause ist. Ansonsten lasse sich die Tür unter Umständen in Handumdrehen öffnen.

Bedenken aus dem Publikum, dass dann auch Rettungsdienste im Notfall nicht ins Haus oder in die Wohnung kämen, zerstreute Mende: „Die kommen immer rein. Sollte dabei Sachschaden entstehen, so wird dieser ersetzt.“ Ist ein Einbrecher im Haus, keine Gegenwehr leisten, „denn Sie haben nur ein Leben“, so Mende.

Auf Anrufbeantworter besser verzichten

Des weiteren gilt: Aufstiegshilfen wie Leitern nicht frei zugänglich auf dem Grundstück aufbewahren; Hausschlüssel nicht unter der Fußmatte oder im Blumentopf deponieren, denn diese „Verstecke“ kennt jeder; keinen Anrufbeantworter benutzen, denn das könnte Rückschlüsse darauf zulassen, ob jemand zu Hause ist; keine Fremden ins Haus lassen und darauf achten, dass Haustüren von Wohnblöcken geschlossen gehalten werden; öffentlich mit Uhrzeit angekündigte Trauerfeiern nur besuchen, wenn noch jemand im Haus bleibt; Garagen auch bei kurzer Abwesenheit immer verschließen; Außenbeleuchtungen mindestens drei Meter hoch anbringen, um sie vor Zerstörung zu schützen.

Wenig hält Holger Mende von heruntergelassenen Rollläden, weil sie „tote Häuser machen“. Besser: Anwesenheit durch Beleuchtung vortäuschen. Außerdem verteilte der Polizeihauptkommissar Aufkleber „Wachsamer Nachbar“ für den Postkasten oder das Gartentor. Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann, so seien viele kleine Dinge in der Summe immer hilfreich. „Nur gar nichts tun, ist schlecht.“

Weitere Auskünfte: Fragen zum Thema können gerichtet werden an: Tel.  03391/40 47 10 80 und per E-Mail an: holger.mende@polizei.brandenburg.de; Informationen und Hinweise gibt es außerdem im Internet unter www.polizei.brandenburg.de.

Von Björn Wagener

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