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Waschstraße XXL

Fehrbellin Waschstraße XXL

Aus ganz Europa kommen die Trucker zu Torsten Kitsch nach Fehrbellin. Denn Kitsch hat nicht nur Diesel und Biodiesel zu bieten, sondern führt auch eine Waschanlage für LKW. Er weiß: Der Trucker achtet bei der Autowäsche auf jedes Stäubchen, ist penibler als ein Autofahrer. Deshalb wäscht der Chef auch selbst.

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Torsten Kitsch wäscht einen LKW vor, bevor der in die Waschstraße fährt.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Ein Laster reiht sich an den anderen. Die warten vor der LKW- Waschanlage im Fehrbelliner Gewerbegebiet auf eine gründliche Reinigung.

„Wir machen das gern. Wir freuen uns, wenn der Laster sauber rauskommt und die Fahrer glücklich sind“, sagt Torsten Kitsch, Juniorchef des Fehrbelliner Brennstoffhandels Kitsch. Die Firma wurde 1886 von Carl Brehe in Dammkrug bei Fehrbellin gegründet; Brehe begann mit dem Handel von festen Brennstoffen, Kartoffeln, Heu, Stroh und Düngemittel. Nach dem Umzug nach Fehrbellin wurde der Handel um den Bereich Landwirtschaft erweitert.

Nach 1990 wurde bei Kitsch aufgerüstet

Nach 1990 war Kohle nicht mehr so gefragt. Viele Kunden stellten auf Heizöl um. Kitsch investierte in Tankfahrzeuge, um die Kunden beliefern zu können. 1998 eröffnete er den Standort im Gewerbegebiet Fehrbellin – mit LKW-Waschanlage, SB-Auto-Waschanlage, Diesel- und Biodieseltankstelle.

Aus ganz Europa kommen Trucker, um ihre Laster vom Dreck der Autobahn befreien zu lassen. So wie Thomas Loepert und Siegfried Steinhauer. Die beiden fahren für eine österreichische Firma vor allem nach Skandinavien. Sie legen in Fehrbellin extra einen Stopp ein, um dort ihre 40-Tonner durch die Waschanlage fahren zu lassen. „Früher haben wir in Rostock waschen lassen“, sagt Siegfried Steinhauer, der dort zu Hause ist.

XXL-Waschstraße – hier passt jeder 40-Tonner rein

XXL-Waschstraße – hier passt jeder 40-Tonner rein.

Quelle: Peter Geisler

Aber in Fehrbellin sind er und sein Kollege mit dem Waschergebnis zufriedener. Dass das optimal sein muss, weiß Torsten Kitsch. „Die LKW-Fahrer passen meist mehr auf als Autofahrer.“ Da werde auf jedes Stäubchen geachtet. Kein Wunder, für die meisten Fahrer ist ihr LKW ihr zweites Zuhause.

Lange hält die Pracht meist nicht an. „Einmal nach Finnland durch den Schnee, dann ist der Wagen nach einer Woche wieder dreckig“, sagt Thomas Loepert.

Nach einer Woche ist der Laster wieder dreckig

Im Sommer hat er Touren bis nach Hammerfest und Kiruna, schöne Strecken findet er. Muss er im Winter in den hohen Norden, laute die Devise „Hauptsache ankommen“. Bei Eis und Schnee gebe es keinen Zeitdruck. Heute müssen sie nur die Fähre in Rostock erreichen. Dafür haben sie noch genug Zeit. Ein lautes Tuten ertönt. Ein LKW hat den Waschdurchlauf beendet, Siegfried Steinhauer fährt ihn aus der Anlage, Thomas Loepert rückt auf.

Während des Wartens können sich die Trucker in der Imbissgaststätte stärken. Dort ist seit 14 Jahren Marianne Nadoll für das leibliche Wohl ihrer Kunden zuständig. Sie ist bereits seit 24 Jahren für die Firma Kitsch tätig.

Zu ihr kommen nicht nur LKW-Fahrer, sondern auch Bauarbeiter und andere. „Einmal die Woche kommt ein Paar aus Lobeofsund, das nach dem Einkaufen bei mir isst.“ Und nicht nur ihre Buletten, die auch weit über Fehrbellins Grenzen berühmt sind. „Europaweit“, sagt Torsten Kitsch. So wie seine Waschanlage bei den Truckern.

Von Dagmar Simons

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