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Ostprignitz-Ruppin Wasser auf dem Vormarsch in Fehrbellin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wasser auf dem Vormarsch in Fehrbellin
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02:16 06.12.2015
Fehrbellin will ein Magnet für Wassertouristen werden. Quelle: Peter Geisler
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Fehrbellin

Etwa fünf Zelte könnten auf das etwa 1000 Quadratmeter große Gelände passen. So schätzt Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke die Kapazität des neuen Biwakplatzes in Tarmow, der zwischen dem Badesee und dem B-Graben entstehen soll. „Er wird recht schnucklig“, so Behnicke.

Wenn er denn kommt. Denn noch ist nicht klar, ob das Projekt „Kanu-Idyll“ eines Privatmanns aus Brieselang tatsächlich umgesetzt wird. Im Moment liegen die Pläne dafür bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Kreises zur Genehmigung, da auf dem Areal neben den Zeltplätzen auch noch ein Gebäude mit einem Imbiss, Gastraum, Duschen, Toiletten, einem Kanu-Verleih sowie Wohnräumen errichtet werden soll. Der Kreis fordert nun, dass die Gemeinde das Gelände im Außenbereich des Ortes als Biwakplatz ausweist. Dem hat der Hauptausschuss von Fehrbellin jetzt auch einhellig zugestimmt. „Das ist nur folgerichtig“, sagt Ute Behnicke.

2016 soll auch die Badestelle in Tarmow saniert werden

Denn seit dem Ende des vergangenen Jahres steht der Wassertourismus in der Gemeinde hoch im Kurs, nachdem das Thema zuvor eher stiefmütterlich behandelt wurde. 2016 will die Kommune ein Wassertourismuskonzept erstellen. Dabei soll es nicht nur um die Möglichkeiten in der Gemeinde selbst gehen, in der das Land unter anderem einen Kanuten-Rundkurs mit 30 Kilometern Länge als wünschenswert ansieht. Ute Behnicke bemüht sich auch um eine Anbindung der Fehrbelliner Gewässer an die Seen Mecklenburg-Vorpommerns sowie an die Stadt Hamburg, die über die Havel und Elbe von der Rhinstadt aus direkt erreichbar ist. Für das Konzept will die Bürgermeisterin etwa 30 000 Euro in den Haushalt des kommenden Jahres einstellen.

Ebenfalls 2016 soll die Sanierung der Badestelle in Tarmow erneut in Angriff genommen werden. Die ersten Arbeiten hat die Gemeinde bereits 2009 erledigt. Das Geld sollte damals aus dem Konjunkturprogramms der Bundesregierung fließen. Nachdem aber die anderen Konjunkturprojekte der Gemeinde teurer wurden, wurde die Idee am Ende der Prioritätenliste auf Eis gelegt. Damit sich Fehrbellin wieder um eine Förderung bemühen kann, sollen die alten Pläne nun überarbeitet werden. Ute Behnicke rechnet nicht damit, dass die Arbeiten 2016 erfolgen. Sie fände es sogar besser, wenn die Neugestaltung des Ufers nach der Errichtung des Biwakplatzes stattfindet. Die Bürgermeisterin hofft nämlich, dass durch die Bewirtschaftung des nahe gelegenen Geländes auch der Vandalismus am See zurückgeht.

Von Celina Aniol

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