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Wasserschaden in Evangelischer Schule

Neuruppiner Fall seit Jahren vor Gericht Wasserschaden in Evangelischer Schule

Die Evangelische Schule in Neuruppin bekommt die Wasserschäden an ihren Gebäude nicht in den Griff. Erst setzte eine geplatzte Abwasserleitung Teile des neue Atelierhauses unter Wasser, jetzt machte Regen erneut zwei Räume unbenutzbar. Der Keller der Grundschule ist wegen Wasserschäden seit sechs Jahren gesperrt – eine Sanierung ist nicht abzusehen.

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Im April 2014 hat die Schule ihr Atelierhaus mit einer großen Feier eröffnet. Kurz darauf musste zum ersten Mal ein Teil des Hauses gesperrt werden. Jetzt drang erneut Wasser ein.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Platzprobleme bei der Evangelischen Schule in Neuruppin nehmen einfach kein Ende. Seit mehr als sechs Jahren muss die Schule inzwischen wegen Wasserschäden auf einige dringend benötigte Räume verzichten. Verschärft wird die Lage dadurch, dass auch im 2014 eröffneten Atelierhaus zum wiederholten Male Wasserschäden einen Teil der Räume unbenutzbar gemacht haben.

Schon kurz nach der Eröffnung des 1,6 Millionen Euro teuren Atelierhauses im April vor zwei Jahren mussten einige Räume wieder gesperrt werden. Eine geplatzte Grundleitung – ein Abwasserrohr im Boden – hatte für erhebliche Probleme gesorgt. Feuchtigkeit drang in etliche Wände ein. Das war besonders heikel, da nahezu das gesamte Atelierhaus aus Holzteilen gebaut wurde. Erst Anfang 2015 waren alle Räume so getrocknet und die aufgerissenen Wände so saniert, dass das Atelierhaus voll nutzbar war.

Das hielt allerdings nicht besonders lange an. Seit Anfang Dezember sind erneut mehrere Unterrichtsräume gesperrt. Bei einem heftigen Regen war Wasser ins Gebäude eingedrungen. Einzelne Räume sollen dem Vernehmen nach vollgelaufen sein „wie eine Badewanne“.

Schulleiterin will sich schon nicht mehr äußern

Schulleiterin Anke Bachmann will sich zu den andauernden Wasserschäden in Neuruppin lieber nicht mehr äußern. Stattdessen verweist sie an die Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (Ekbo) in Berlin, die Träger der Neuruppiner Schule ist. Doch auch von dort ist erst nach gut drei Wochen und ständigem Nachfragen eine Auskunft zu bekommen.

Iris Stegmann, die Sprecherin der Schulstiftung bestätigt schließlich, dass es erneut Probleme gibt. „Aber das jetzt ist nicht mit dem früheren Schaden am Atelierhaus zu vergleichen“, sagt sei.

Über zwei defekte Regenleitungen sei Wasser ins Gebäude eingedrungen. Ein Grund könnte die eigenwillige Konstruktion sein: Weil das besser aussieht, wurden beim Atelierhaus die Regenleitungen innerhalb der Fassade verlegt und nicht außen wie üblich.

Durchnässte Wände müssen erst getrocknet werden

„Zwei Räume sind dort derzeit nicht benutzbar“, sagt die Sprecherin der Schulstiftung. Die durchnässten Wände müssten erst gründlich getrocknet werden, bevor das Haus wieder komplett genutzt werden kann. Wie lange das dauert, kann Iris Stegmann nicht sagen.

So lange wie der Wasserschaden im benachbarten Grundschul­gebäude dürfte es wohl nicht dauern. Dort ist der Keller seit gut sechs Jahren weitgehend gesperrt, nachdem damals Grundwasser ins Gebäude eingedrungen war. Die Schulstiftung streitet sich nach wie vor mit einer Firma, wer schuld ist – und die Sanierung bezahlen muss.

Der Fall liegt inzwischen seit Jahren bei Gericht. Das hatte schon mehrfach Gutachter losgeschickt, um die Lage in Neuruppin einzuschätzen. Eine Entscheidung ist trotz der Expertisen noch immer nicht abzusehen, sagt Iris Stegmann. Fest steht nur: Bevor das Gericht in dem Dauerstreit kein Urteil gesprochen hat, können die Schäden an den Räumen der Grundschule nicht beseitigt werden. „Das dürfen wir gar nicht“, sagt die Sprecherin der Schulstiftung.

Drei große Klassenzimmer, mehrere kleinere Räume für Gruppenunterricht und eine Küche sind im Keller der Grundschule betroffen. Die fehlen der beliebten Schule mit mehr als 1000 Schülern hinten und vorne.

Von Reyk Grunow

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