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Ostprignitz-Ruppin Wasserschutzpolizei auf dem Untersee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wasserschutzpolizei auf dem Untersee
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00:16 03.08.2016
Henry Neumann (r.) und Ronny Bosse waren am Freitag zur Streifenfahrt auf dem Kyritzer Untersee unterwegs. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Langsam, fast im Schritttempo zieht des Ufer des Untersees vorüber: Bäume, Büsche, Schilf, Bootshäuser, Wassersportler. Wirkt der Steuermann des kleinen Elektrobootes dahinten nicht ein bisschen jung?

Polizeihauptmeister Henry Neumann und Polizeiobermeister Ronny Bosse sehen genau hin. Denn genau das ist ihre Aufgabe, wenn sie wie am Freitag alle paar Wochen zur Streife auf den Kyritzer Untersee kommen.

Tempoverstöße sind eher unwahrscheinlich

„Viel liegt hier in der Regel nicht an“, sagt Henry Neumann. Für Verbrennungsmotoren ist der See mit wenigen Ausnahmen gesperrt. Das nimmt schon mal eine typische Gefahrenquelle aus dem Spiel. Tempoverstöße beispielsweise sind zwischen Stolpe und Wusterhausen eher unwahrscheinlich Trotzdem gelten Regeln. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, in der Saison so ein-, zweimal im Monat hier zu sein“, erklärt der Polizeibeamte.

Meist läuft die Tätigkeit der beiden Wasserschutzpolizisten auf Hinweise und die eine oder andere Ermahnung hinaus. „Wir suchen das Gespräch und klären darüber auf, was uns am häufigsten auffällt.“

Manchmal sind Kinder am Steuer

Das mit dem Alter von Bootsführern ist so ein Thema: Sobald ein Motor den Antrieb übernimmt – und sei es ein kleiner Elektromotor, muss der Steuermann mindestens 16 Jahre alt sein. Aber Kinder sind natürlich ganz scharf darauf, selbst einmal zu steuern, und Eltern geben oft nach. „Das gehört zu den häufigsten Ordnungswidrigkeiten“, berichtet Henry Neumann.

Hinweise gibt es regelmäßig auch zur Kennzeichnungspflicht: Jedes Wasserfahrzeug – selbst das Paddel- oder Schlauchboot, muss zumindest einen lesbaren Namen tragen und zusätzlich irgendwo mit Name und Adresse des Halters ausgestattet sein. Einzig Surfbretter sind aus naheliegenden Gründen ausgenommen. Wer weiß das schon?

Auf dem Wasser gilt die 0,5-Promille-Grenze

Ein anderer Schwerpunkt ist Alkoholgenuss auf dem Wasser. Auch dort gilt wie im Straßenverkehr die 0,5-Promille-Grenze. „Das gilt für alle – auch für Ruderer, Paddler oder Segler“, betont Henry Neumann, der in dem Punkt keinen Spaß versteht. „Wasser und Alkohol vertragen sich nicht.“ Das Risiko sei unkalkulierbar. Zum Kyritzer Bootskorso am 19. August könnte das durchaus ein Thema sein. Spätestens dann wollen Neumann und Bosse wieder auf dem Untersee vorbeischauen.

Ansonsten kontrollieren die Beamten auch schon mal Angler (Angelkarte vorhanden?) und halten einen Blick auf die Ufer. Autos im Wald oder gar Feuerstellen lassen sie nicht durchgehen. „Sowas müssen wir zur Anzeige bringen“, stellt Neumann klar.

Tipps zum richtigen Baden für Kinder im Ferienlager

Mit all dem sind die beiden Wasserpolizisten trotz der Ruhe gut ausgelastet. „Den Untersee fährt man einmal ab, dann ist der Tag auch schon um.“

Henry Neumann und Ronny Bosse kehren dann zurück nach Neuruppin, wo die Ruppiner Wasserstraße mit weiteren 75 Kilometern Revier und deutlich mehr Betrieb auf sie wartet. Nebenher geht es immer auch um Vorbeugung – bis hin zu Tipps zum richtigen Baden für Kinder im Ferienlager. Im Winter wird die Prävention dann zur Hauptaufgabe – beispielsweise zum Verhalten auf dem Eis. Spaß auf dem Wasser soll schließlich Spaß bleiben.

Von Alexander Beckmann

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