Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Weg von der Kreidephysik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weg von der Kreidephysik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:49 13.10.2017
Schüler und Lehrer des Schinkelgymnasiums sind stolz auf den Preis, den sie mit ihrer Analyse gewonnen haben. Quelle: Foto: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

10 250 Euro – etwa so viel Geld ließe sich am Neuruppiner Schinkelgymnasium im Jahr sparen, wenn alle Leuchtstoffröhren auf moderne, energiesparende LED-Technik umgerüstet werden. Das haben Sarah Lawrenz und ihre Mitschüler aus der jetzigen 9. Klasse ausgerechnet. Im vergangenen Schuljahr hatten sie sich mit ihrem Physiklehrer Hans-Albrecht Kurmann mit den Energiekosten der Schule auseinandergesetzt. Wie viel Heizenergie braucht die Turnhalle, wie viel das Hauptgebäude? Was bringt moderne Technik?

Hans-Albrecht Kurmann hat die tatsächlichen Verbrauchsdaten der vergangenen Jahre von der Stadtverwaltung besorgt. Die Schüler haben sich die Gebäude angesehen und mit dem Hausmeister besprochen, welche Räume wie lange und wann genutzt werden. Dann haben sie analysiert, gerechnet, überlegt.

Umweltschutz war das Thema, Nachhaltigkeit und Energie­effizienz – praktische Dinge, die so im Lehrplan eigentlich gar nicht vorgesehen sind, die Kurmann mit seinen Schülern aber durchgesetzt hat. Die Jugendlichen haben nicht nur ermittelt, wie viel Energie zu sparen ist, sondern auch Vorschläge gemacht. Etwa für die Wärmedämmung der Turnhalle oder für eine Schleuse am Eingang, damit die Schule nicht so stark auskühlt, wenn in den Pausen die Türen offen stehen, sagt Holly Stürzebecher (14).

Mit ihrem Energiesparkonzept fürs Gymnasium haben die Schüler den Zukunftspreis der Jobstart-Messe gewonnen. 300 Euro sind mit dem Preis verbunden, den Bürgermeister Jens-Peter Golde und Ministerpräsident Dietmar Woidke übergeben haben.

Peter Wagner von der Wirtschaftfördergesellschaft Inkom, die den Preis mit initiiert hatte, ist beeindruckt: „Es ist toll, dass sich Jugendliche in diesem Alter schon mit solche Themen beschäftigen.“

Kurmann würde gern öfter solche Projekte starten. Für ihn ist es ein Weg „weg von der Kreidephysik“ zu kommen, wie er es nennt. Doch die eine Stunde Physik pro Woche im Lehrplan reiche kaum für mehr Praxisbezug im Unterricht, sagt er. Um Gäste aus Betrieben einzuladen oder Unternehmen zu besuchen, ist das zu knapp.

Er und die Jugendlichen hoffen, dass die Stadtverwaltung vielleicht wenigstens einzelne ihrer Ideen umsetzen kann. Offen waren die Mitarbeiter dort für die Vorschläge jedenfalls sehr, sagt Hans-Albrecht Kurmann. Daten, die noch fehlen, wollen die Schüler nachliefern. Etwa Zahlen,was die Umrüstung auf LED-Lampen kosten würde.

Von Reyk Grunow

Zu schade für den Abrissbagger: Im Wusterhausener Sanierungsgebiet ist die Gemeinde auf einem guten Weg, ein altes Fachwerkhaus zu retten. Die Alte Poststraße gehört zum historischen Stadtkern. Diese Einordnung verlangt nach einem besonders behutsamen Umgang mit ihrer Geschichte.

13.10.2017

Angehörige von Demenzkranken sind in vielen Situationen oft gefordert oder sogar überfordert. Wie sie die Pflege so effektiv wie möglich für sich und den Erkrankten organisieren können, darüber erfahren sie jeden Freitag etwas in der Vortragsreihe „Hilfe beim Helfen“ in Wittstock. Diesen Freitag stand die Pflege im schweren Stadium der Krankheit im Vordergrund.

13.10.2017

Das Deutsche Brotinstitut hielt in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Prignitz am Freitag vor Schülern eine Brotprüfung in der Polthier-Oberschule in Wittstock ab. Der Ort war gewählt worden, um auf das Bäckerhandwerk aufmerksam zu machen.

13.10.2017
Anzeige