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Wegemuseum Wusterhausen weiter ohne Chef

CDU fordert Fachmann für Posten Wegemuseum Wusterhausen weiter ohne Chef

Das Wegemuseum in Wusterhausen ist weiter ohne Leitung. Die CDU fordert nun, dass der Posten mit einem Fachmann besetzt werden muss. So solle gewährleistet werden, dass die begonnene Arbeit in gleicher Qualität fortgesetzt wird.

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Bärbel Hartwig (li.), hier mit Annette Tessmer im Wegemuseum, ist auch Mitglied der CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung. Als Vorsitzende beziehungsweise Stellvertreterin führen beide Frauen den Kulturverein Wusterhausen.

Wusterhausen. Die Großgemeinde Wusterhausen darf sich rühmen, mit seinem „Wegemuseum“ über eine Einrichtung zu verfügen, die weit über die Gemeindegrenzen ausstrahlt. Der Plan, die Lage der Stadt mit ihrer in der DDR viel befahrenen Transitstrecke zwischen Berlin-West und Hamburg zum Ausgangspunkt von Wegbeschreibungen zu machen, ist aufgegangen. Der Aufgabe lag ein wissenschaftlich erarbeitetes Konzept zugrunde. So erwartet den Besucher Am Markt Nr. 3 keine etwas zu groß geratene Heimatstube, die allein auf Exponate aus der Stadtgeschichte setzt. Vielmehr ergänzen sie interessante Rückblicke in die vergangenen Jahrhunderte. Menschen erzählen ihre Geschichten.

So weit, so gut. Wusterhausen hat aber auch ein Problem. Mit Andrea Perlt verließ zum 1. April eine qualifizierte und sehr engagierte Fachkraft das Museum. Es ist seitdem ohne Leitung. Das Thema beschäftigt seit dem Weggang Verwaltung und Volksvertreter. Auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung vor dem Jahreswechsel spielte es erneut eine Rolle. Zwar ging es in der Diskussion um den Verbleib im Tourismusverein Dosse-Seen-Land – wie berichtet wurde mit klarer Mehrheit der Austritt beschlossen –, aber die dadurch frei werdenden 18 000 Euro des jährlichen Mitgliedsbeitrags benötige man nötiger, um adäquaten Ersatz für die Chefstelle im Herbst’schen Haus zu bekommen. Diesem Argument von Bürgermeister Roman Blank wollte sich bis auf Barbara Linke (SPD) niemand verschließen.

Blank erinnerte in diesem Zusammenhang an die Aufforderung aus der Oktober-Sitzung, sich per Statement zur Besetzung der Museumsleitung zu äußern. Sie war aus den Reihen der Fraktion Ländlicher Raum gekommen.

Bernd Jünemann schien auf einen solchen Passus nur gewartet zu haben. Namens der kleinen CDU-Fraktion übergab er ein Papier, das im Kern aussagt: Mit halben Sachen wolle man sich nicht zufrieden geben. Es sei endlich an das anzuschließen, was von Andrea Perlt in den vier Jahren ihrer Amtszeit „auf den Weg gebracht“ worden ist. Wörtlich heißt es: „In jedem Jahr fanden in den Sommermonaten Sonderausstellungen statt.“ Weiter ist von der Betreuung studentischer Praktikanten und von Projekten des Museums mit Wusterhausener Grundschülern so wie Kyritzer Gymnasiasten die Rede. Auch eine gute Öffentlichkeitsarbeit und Präsenz im Kulturverein konnten der früheren Museumsleiterin, die von sich aus kündigte, bescheinigt werden.

Bernd Jünemann, Bärbel Hartwig und Karsten Baumgarten machen daraus folgernd an sechs Punkten fest, worauf es ihnen ankommt. So sollte es auch künftig Sonderschauen als Publikumsmagnete geben. Das Museumsdepot müsse endlich entstehen. Priorität hätten ferner auch die Kontaktpflege mit Bildungseinrichtungen und die Provenienzforschung. Sie widmet sich der Erforschung der Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern. Wie die Prüfung von Schenkungsangeboten könne dies alles nur, wer dafür qualifiziert sei. „So nebenbei ist da nichts zu machen“, so Jünemann gegenüber MAZ.

Von Wolfgang Hörmann

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