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Ostprignitz-Ruppin Wegen Missbrauchs von Kindern angeklagt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wegen Missbrauchs von Kindern angeklagt
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00:22 08.09.2017
Am Mittwoch, 13. September, sollen in dem Verfahren vor dem Landgericht Neuruppin drei Zeugen gehört werden. Quelle: DPA
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Neuruppin

Wegen des Vorwurfes des sexuellen Missbrauchs in insgesamt neun Fällen muss sich seit Dienstag ein 59-jähriger Neuruppiner vor der ersten großen Strafkammer des Landgerichts Neuruppin verantworten. Demnach hat der Mann zwischen den Jahren 2007 und 2011 die Kinder seiner damaligen Lebensgefährtin missbraucht. Der Sohn war damals zwölf Jahre alt, die Tochter sieben, sagte Gerichtssprecherin Iris le Claire. Der Angeklagte bestritt am ersten Verhandlungstag die Vorwürfe. Laut Anklage handelt es sich in sechs Fällen um schweren sexuellen Missbrauch, da der Beschuldigte in den Körper des Jungen eingedrungen sein soll. Zudem soll er auch die Tochter seiner einstigen Lebensgefährtin in drei Fällen sexuell missbraucht haben.

Mehrjährige Freiheitsstrafe droht

Zur Verhandlung kommt es erst jetzt, weil sich die beiden Kinder erst Jahre später offenbart haben. Dem Mann, der bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, droht eine Freiheitsstrafe von nicht unter zwei Jahren. Die Taten sind auch nicht verjährt. „Die Verjährungsfrist ruht bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres der Geschädigten“, sagte Gerichtssprecherin le Claire. Diese Gesetzesänderung hatte der Bundestag 2013 beschlossen. Damit einher ging seinerzeit ebenfalls eine Fristverlängerung zum Stellen von Ansprüchen auf Schmerzensgeld.

Das Problem: meist gibt es keine Zeugen für die angeklagten Taten

Das Grundproblem für die Ermittler und die Justiz bleibt jedoch. Denn in den meisten Fällen gibt es keine Zeugen für einen Missbrauch oder eine Vergewaltigung, so dass die vorgeworfene Tat oft nur anhand von Indizien oder bei einem Geständnis des Täters nachgewiesen werden kann. Je länger die Tat oder die Taten zurückliegen, desto schwerer ist es in der Regel, Indizien oder gar Beweise dafür zu finden. Vielfach steht vor Gericht Aussage gegen Aussage.

Urteil soll am 15. September

Das könnte im aktuellen Fall vor dem Landgericht Neuruppin ebenfalls so sein. Am Mittwoch, 13. September, sollen die zwei Geschädigten als Zeugen aussagen sowie auch ihre Mutter. Sie lebt schon seit geraumer Zeit nicht mehr mit dem Angeklagten zusammen.

Ein Urteil will das Gericht unter dem Vorsitz von Richter Udo Lechtermann nach dem derzeitigen Stand am Freitag, 15. September, verkünden.

Von Andreas Vogel

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