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Ostprignitz-Ruppin Weihnachten in der JVA Neuruppin-Wulkow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weihnachten in der JVA Neuruppin-Wulkow
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00:26 26.12.2015
In der JVA herrscht über Weihnachten Besuchsverbot. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Viele Menschen bahnen sich an Heilig Abend mit dem Zug oder dem Auto ihren Weg nach Hause, um im Kreise der Liebsten zu sein. Kurz vor Ladenschluss kaufen sie die letzten Geschenke, bevor sie mit ihren Familien unter dem Weihnachtsbaum sitzen. All diese Dinge können die Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wulkow nicht erleben. „Weihnachten ist eine sehr schwierige Zeit für die Häftlinge“, sagt Georg-Oliver Allolio, kommissarischer Leiter der JVA Neuruppin-Wulkow.

Die Inhaftierung und die Trennung von den Menschen, die den Gefangenen wichtig sind, wird in dieser Zeit als besonders belastend empfunden, so Allolio weiter. Deshalb sei die JVA bemüht, einen Kompromiss zwischen Weihnachtsfeier und Ablenkung zu finden. Außerdem sind die Seelsorger, Pädagogen und Sozialarbeiter speziell darauf sensibilisiert, die Häftlinge mit viel Fingerspitzengefühl zu behandeln.

„Etwa zwei Drittel der Gefangenen erhalten kleine Päckchen von ihren Angehörigen“, sagt Allolio. Für alle anderen gibt es Pakete, die die Seelsorger zum großen Teil mit Spenden wie Tabak, Kaffee und Kuchen füllen. „Da darf alles rein, was die Häftlinge, die Mitarbeiter und die Abläufe in der JVA nicht gefährdet“, erklärt der Leiter, der auch für die JVA Cottbus-Dissenchen zuständig ist. Dort läuft Weihnachten ähnlich ab. Es gibt mehrere kleine Weihnachtsfeiern für die Häftlinge. In der Adventszeit backen die Betreuer gemeinsam mit den Gefangenen Plätzchen oder basteln Weihnachtskarten. Zwischendurch können sich die Häftlinge bei Tischtennis-, Skat- und Dartturnieren ablenken und auspowern. Auch ein Schachkurs ist Teil des Programms. Außerdem wird eine kleine Zeitung herausgegeben, in der ein Beitrag des evangelischen Seelsorgers, Rätsel, Gedichte und eine Ansprache des Anstaltsleiters stehen.

Am Heilig Abend werden Gottesdienste in der Anstalt abgehalten. „Geeignete Gefangene des offenen Vollzugs suchen dazu die Kirche in Wulkow auf“, erzählt Allolio. Besonderes steht an den Feiertagen auch auf dem Speiseplan: Ente, Wildgulasch, Rinderroulade, Barschfilet, Kasslerbraten und Stollen. Einziger Wermutstropfen: Zwischen dem 23. und 27. Dezember dürfen die Gefangenen keinen Besuch von Angehörigen oder Bekannten empfangen. Das hat zwei Gründe, wie Allolio erklärt: „Zum Einen feiern unsere Mitarbeiter auch Weihnachten, das heißt, wir sind anders besetzt und müssen uns an Arbeitszeitregelungen halten.“ Außerdem würden viele Häftlinge in der schwierigen Zeit lieber ihre Ruhe haben wollen. „Man darf nicht zu gefühlsduselig werden, deshalb ist Ablenkung wichtig“, so Allolio weiter.

All diese Veranstaltungen werden von den internen Mitarbeitern, Pädagogen und den beiden evangelischen und katholischen Seelsorgern der Anstalt organisiert. Leute von außerhalb kommen nicht in die JVA, sagt Allolio.

Von Luise Fröhlich

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